DonsFilmkritiken Februar 2010

01. März 2010 um 23:23 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, der Februar ist auch schon vorbei, es ist also wieder an der Zeit, die gesehenen Filme Revue passieren zu lassen. Da ich den Monat immer noch einen Testzugang bei LoveFilm (Affiliate-Link) hatte (dazu demnächst vermutlich mehr) und uns irgendwie nichts in die Kinos gelockt hatte (bzw. wir dafür keine Zeit gefunden haben) sind es diesmal ausnahmslos eher ältere Filme.

Die vier Federn (7/10)
Manchmal etwas zu langatmig, aber im Großen und Ganzen dann doch keine Zeitverschwendung.

Beim ersten Mal (6/10)
Man muss sich ja auch die Elternzeit vorbereiten und da kommt dann auch mal so ein Film auf den Fernseher, den ich “unschwanger” vermutlich nicht unbedingt eingeschaltet hätte. War dann auch nicht der Brüller, aber schon mit ein paar guten Gags, die eben dann noch besser werden, wenn man das ganze selber gerade durchmacht oder durchgemacht hat. Teilweise dann aber doch ziemlich lieblos (z.B. wurde das “oh, ich wurde befördert, soll abnehmen, bin jetzt aber scwhanger, wie sage ich es meinem Chef”-Problem bis kurz vor Schluss gekonnt ignoriert und dann sehr lieblos abgehakt. Wöre mehr Potential drin gewesen

Zeiten des Aufruhrs (7/10)
“solides Drama” würde ich mal sagen. Im Mittelteil etwas langatmig, manchmal etwas merkwürdig, am Ende dafür dann aber wieder stark.

Baby Mama (7/10)
Der Film lebt vom grandios komischen Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller (Tina “Liz Lemon” Fey und Amy “auch SNL, kenn ich aber nicht” Poehler) und ist perfekt geeignet, um die eigene Schwangerschaft unterhaltsam verleben. Nicht wirklich unvorhersehbar, aber trotzdem lustig. Und mit platzender Fruchtblase, was will man mehr?

Julie & Julia (7/10)
Zei Storys, die thematisch zusammenpassen, sich aber nie richtig verknüpfen (ok, minimal), was auch klar ist, da sie schließlich in zwei verschiedenen Zeiten spielen, und für sich genommen eher unspektakulär und wandlungsarm sind, ergeben zusammengemixt dann doch einen recht unterhaltsamen Film. Mehr aber auch nicht. Klar, Meryl Streep spielt mal wieder großartig und darf sich dafür gerne den nächsten Oscar abholen, aber das macht den FIlm jetzt auch nicht zu einem Meisterwerk. Was er aber macht ist Lust. Lust darauf, mal wieder so richtig lecker zu kochen.

Zodiac (8/10)
Ich war bei dem FIlm immer unschlüssig, ob ich ihn wirklich sehen will, oder nicht. Grund war, dass ja bekannt ist, dass Zodiac nie gefasst wurde, was irgendwie ein unbefriedigendes Ende für einen Kriminalfall ist. Konnte mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Tut es aber. Auch wenn man weiß, dass das am Ende nicht erfolgreich endet, ist es doch spannend mit anzusehen und die reale Bürokratie zu erleben, die dann manchmal doch im Wege steht.

Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht… (7/10)
Bis auf die überflüssige Klo-Szene eigentlich ein ganz netter Film, mit guter Musik, angenehmen Humor (wie gesagt: ausgenommen die Klo-Szene) und einer Gute-Laune-Stimmung.

Die Stadt der Blinden (4/10)
Optisch nett gemachter Film, aber die Story hat bei mir viel zu oft ein “wie unlogisch ist das denn!?” hervorgerufen. In einer Stadt breitet sich Blindheit wie eine Seuche aus. Und niemand untersucht die Kranken (auch nicht den ersten), sondern sie werden (ohne weitere Aufsicht) einfach in eine Festung gesperrt und sich selbst überlassen? Eine Frau ist immun gegen die Blindheit. Sie verheimlicht das aber, statt sich untersuchen zu lassen und so evtl. ein Gegenmittel oder einen Impfstoff herstellen zu lassen? Wenn neue Blinde hinzukommen und sie sich vorstellen sollen, sagen sie nur ihren Beruf, nicht aber ihren Namen? Niemand in dem Film hat einen Namen, das mag toll parabelhaft sein (es kann jeder sein), ist aber unglaublich unglaubwürdig. Und die Blinden (die immer mehr wie Zombies wirken) können die Wurst nur im Supermarkt riechen und fallen die Wursthalterin an. Sobald diese aber durch die Tür ist, kann auf einmal niemand mehr was riechen? Und das Ende!? Wie billig war das denn? Dann doch lieber komplett düster aufhören, wenn einem nichts gescheites einfällt.