Dons Spielemesse-Nachbetrachtung 2015

15. Oktober 2015 um 23:22 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Yay! Letzte Woche war ich (diesmal zur Abwechslung nochmal mit Ro, während unsere Frauen daheim die Kinder hüteten, vielen Dank an dieser Stelle nochmal!) mal wieder auf der Spielemesse in Essen. Und nicht nur für die Messe war es das Jahr der Rekorde (so groß wie nie: 63.000 m², so viele Aussteller wie nie: 910 aus 41 Ländern, so viele Neuheiten wie nie: ca. 1.000, so gut besucht wie nie: 162.000 Besucher), sondern auch für mich.
Denn mit 3,5 Tagen war ich da vermutlich so lange wie noch nie (bei den ersten 3 Jahren bin ich nicht sicher, länger war ich auf jeden Fall noch nicht. Meist aber nur 2,5 Tage) und dann hab ich da auch so viele Spiele gespielt wie noch nie, nämlich 41 (der vorherige Bestwert war 38 Spiele in 2004, was dafür spricht, dass ich da auch schon 3,5 Tage dort war).

Aber ich war auch so vorbereitet wie noch nie, was die Spielmenge dann zusätzlich nach oben getrieben hat (denn ich bin dieses Jahr auch so wenig ziellos über die Messe geschlendert wie noch nie).

Aber bevor ich euch hier gleich meine Meinung zu all den 41 Spielen hinklatsche (die sich vermutlich eh niemand komplett anschaut, ich mach das hier auch tatsächlich mehr für mich), schauen wir uns doch erst einmal an, mit was ich so nach Hause gekommen bin:

spieleausbeute


Rechts oben hätten wir da mit “Codenames” das Highlight meiner Messespiele. Ein Spiel, dass ich auch einfach mal pauschal allen hier weiterempfehlen kann, da es sehr einfache Regeln hat, nicht wirklich lange dauert und uns sehr oft hat lachen lassen. Was will man mehr? (mehr Infos zu den ganzen Spielen dann natürlich gleich weiter unten).

Oben links dann “Flick ‘em Up” inkl. Erweiterung, die in Summe mal eben 100€ verschlungen haben. Viel Geld, aber ich erhoffe mir auch viel Spaß (man muss es ja nur mal in “Kinostunden” umrechnen, 10 Leute können damit gerade mal 90 Minuten Spaß. Bei Flick ‘em Up kriegt man also viel mehr für das Geld…) und zudem kommt das Spiel auch sehr sehr edel daher (in einer Holzkiste).

Das letzte große Spiel wäre dann “Pandemic Legacy”, welches sich gleich in zweifacher Weise abhebt: Zum Einen habe ich es nur zur Hälfte gekauft, die andere Hälfte hat Ro beigesteuert. Und dann taucht es nichtmal unten in der Liste auf, da wir es noch gar nicht gespielt haben. Wollten wir auch nichtmal probeweise, damit wir nicht gespoiltert werden.
Denn hier handelt es sich um was ganz besonders. Ausgangslage ist das (sehr zu empfehlende!) Spiel “Pandemie” (ach, das hab ich euch hier ja sogar schon einmal empfohlen). Nur, dass sich das Legacy-Spiel mit der Zeit immer weiter von dem Ursprungsspiel entfernt und eine große Geschichte erzählt. Insgesamt gibt es 12 “Missionen”, die man spielen muss (also jeweils ein “Spiel”, das vermutlich so 1-2 Stunden veranschlagt). Schafft man eine Mission nicht, probiert man es noch ein zweites Mal, danach geht es automatisch mit der nächsten weiter (so hat man also dann 12 bis 24 Spiele).
Dabei entwickelt sich das Spiel und die Geschichte dahingehend weiter, dass sich die Regeln im Laufe der Partien immer wieder ändern, da irgendwelche Ereignisse eintreten, die auch von den bisherigen Erfolgen abhängen (z.B. könnte einem die Regierung die Gelder kürzen, wenn man zu lange erfolglos war und das Geld offenbar nicht wert ist). Da werden dann mit Aufklebern die Regeln ergänzt/ersetzt. Der Spielplan wird mit Aufklebern modifiziert, es kommen Materialien hinzu, Karten werden verschrottet oder was auch immer. Wie gesagt: Ich habe es noch nicht gespielt und habe mir vorher bewusst nur vage Informationen eingeholt).
Klingt aber nach sehr viel Spaß, den wir wohl (da die “Missionen” immer Monate sind) auf 1 Jahr strecken werden.

Dann hätten wir da noch “BEARanoia” (welches ich auch gekauft habe, ohne es vorher einmal zu spielen, ich erzähle unten, warum), “Revoltaaa”, “Sarkophag” und “Bellz!”. Außerdem ein “Upgrade” (im Sinne von “Spielkorrektur” statt “Erweiterung”) zu einem Bierbrauerwürfelspiel, welches ich im letzten Jahr auf der Messe gespielt und gekauft hatte. Damals schrieb ich dazu:

 

[...] wenn man nicht so ein unglaubliches Würfelpech hat, wie ich es hatte. Das konnte selbst der Autor nicht fassen, der sowas laut eigener Aussage noch nicht gesehen hat. Nun hab ich daher eine Schachtel mit “For the player who only rolls ‘ones’”-Widmung im Deckel…

In diesem Jahr spielten wir ein anderes Spiel von dem Verlag (“The Curse of the Black Dice”, siehe unten) und der eben genannte Autor kam zufällig am Tisch vorbei. Und zu meiner Überraschung hatte er mich auch gleich wieder erkannt und meinte (halb scherzhaft, hoff ich doch mal), dass es das Upgrade nur wegen meiner 1er-Würfelei geben würde. Ich vermute mal, dass man nun nicht mehr ganz so aussichtslos dasteht, wenn man Würfelpech hat, habe mir das Upgrade aber ehrlich gesagt noch gar nicht richtig angeschaut).

Soviel zu meinen Einkäufen.

Und bevor wir nun zu den Spielen kommen, hier noch ein paar Erfahrungen und Tipps, die ich mal niederschreiben muss, um die selben Fehler nicht im nächsten Jahr schon wieder zu machen:

  • Die Liste der anschauenswürdigen Spiele (ja, ich gehe vorher nächtelang alle Neuheiten durch, siebe dabei erst grob und dann feiner, indem ich mir Rezensionsvideos anschaue, Regeln querlese oder was auch immer. Dieses Jahr hab ich die 1000 Neuheiten dann auf 50 Favoriten runtergebrochen. Mit Prioritäten versehen, auch von meinen Spieleabend-Mitstreitern) sollte mehrfach ausgedruckt werden, damit sie am Ende noch an einem Stück bleibt und nicht so aussieht:

    00_spieleliste
  • Dazu passend: Aufpassen, dass auf den Knicken keine wichtigen Infos stehen (ein Spiel konnte man nicht mehr wirklich lesen. Zudem hatte ich die wichtigen Spalten in die Mitte des Papiers gesetzt, was mit der richtigen Falttechnik aber auch kein Problem war).
    Und bei den ausgedruckten Hallenplänen ist es hilfreich, nicht nur die Stände zu markieren, die man besuchen will, sondern da auch gleich den Spielenamen mit dran zu schreiben, sonst muss man immer mit zwei Zetteln hantieren)
  • Schon im letzten Jahr (auf die harte Tour) gelernt: Keine T-Shirts in strahlenden Grundfarben (rot/blau) tragen, da man sonst für einen Erklärbären gehalten wird und andauernd um Hilfe gebeten wird)
  • Die “Angucken will”-Liste nicht noch länger machen, sonst bleibt gar keine Zeit mehr, sich mal frei treiben zu lassen und spontan irgendwas auszuprobieren
  • Aber nun zu den Spielen. Sortiert von “super” (5 Punkte) bis “schlecht” (0 Punke), immer mit den Bewertungen von mir und Ro. Hierbei ist zu beachten, dass die Bewertung auf meist nur einer Spielrunde (oder sogar nur einer unvollständigen) basiert und daher nicht wirklich solide ist. Noch dazu meist eine Spontan-Bauchnote. Ab und an hab ich sie nachträglich noch ein wenig “korrigiert” (da das im dieekten Vergleich zu anderen Spielen sonst unfair war), aber es geht auch nur um ein vages Urteil (wobei ich sagen muss, dass die Spiele in diesem Jahr gefühlt besser waren, als im letzten eher schwachen Jahr).
    Und da ich die Liste im Folgejahr immer mal wieder gerne rannehme, um mir Inspirationen für den Wunschzettel zu holen, schreib ich diesmal auch die Gründe dazu, die in meinen Augen (in unserer Spieleabend-Gruppe) gegen das Spiel sprechen. Denn sowas vergesse ich gerne mal, hab das Spiel dann noch als “gut” im Hinterkopf, kaufe es und merke dann erst wieder, was der Haken an der Sache war…

    Der Spielename verlinkt immer (auch wenn man es nicht sehen kann, sorry…) auf den entsprechenden Eintrag bei boardgamegeek (quasi das imdb der Spieleszene, um mal in der Sprache meiner Stammleser zu bleiben), wo man sich dann viele weitere Infos holen kann (Regeln, Fotos, Videos, und alles andere, was man sich vorstellen kann). Sortiert ist das ganze nur nach meiner Bewertung (und wenn die gleich war, habe ich es nun aus dem Bauch raus feiner sortiert, so dass es von oben nach unten dann immer schlechter wird). Bei den guten Spielen ist mein Kommentar noch recht ausführlich und ich versuche euch auch kurz einen Überblick über das Spiel an sich zu geben, je weiter es nach unten geht, desto mehr wird es nur zu einem reinen Fazit (und setzt manchmal auch ein wenig Überblick über die Spielwelt voraus, aber wer so weit nach unten liest, scheit sich ja auch wirklich dafür zu interessieren…), die Spielbeschreibung findet ihr ja über den verlinkten Titel.

    Also los:

    Codenames (Czech Games / Heidelberger)

    01_codenames

    Wie gesagt: Highlight der Messe! Wie gut es ist? Also: Vorgestern hatten wir wieder Spieleabend und ich drappierte die Neuheiten auf dem Tisch. Anfangen wollte ich mit eben diesem Spiel, da es halt wirklich gut ist und schnell geht, so dass man danach noch weitere Neuheiten ausprobieren kann. Aber dazu kamen wir kaum, denn statt dessen hieß es immer “noch eine Runde!” (ein kurzes “Bellz!” konnte ich ans Ende noch hängen, aber nur, weil es wirklich nur 5 Minuten dauert). Und selbst Frau Bü, die in letzter Zeit bei Spieleabend nicht mehr so oft dabei ist und “nur mal kurz” mitspielen wollte, war immer “noch eine Runde” mit dabei. Und gestern haben wir es dann gleich nochmal zu zweit gespielt, was ewig nicht mehr vorgekommen ist (und das, obwohl der Kinoraum mit einigen neuen Serienfolgen auf uns wartete…).
    Aber worum geht es nun? Zwei Spionage-Teams (blau und rot) spielen gegeneinander. In der Tischmitte liegen 25 Wortkarten, wobei es sich um “Codenames” für die Agenten handelt. Nur die beiden Team-Anführer wissen, bei welchen Worten es sich um tote oder blaue Team-Mitglieder, normale Bürger oder den Attentäter handelt. Ziel ist es nun, dass das eigene Team alle Spione der eigenen Farbe erkennt, indem man die zugehörigen Codewörter mit anderen Worten umschreibt.
    Um dem Team also zu sagen, dass z.B. die Wörter “Luft”, “Wiese” und “Löwe” zum eigenen Team gehören, sagt man z.B. “Pusteblume 3″, wobei die “3″ angibt, dass man 3 Wortkarten meint, die zu “Pusteblume” passen. Nun berät sich das Team und versucht die richtigen Wörter zu finden (und auf keinen Fall den Attentäter). Welches Team das zuerst schafft, hat gewonnen.
    Und auch wenn es nicht so klingt: Es ist ein sehr lustiges Spiel, vor allem, wenn das Rateteam laut denkt und da auf die abwegigsten Überleitungen kommt, warum dieses oder jenes Wort passen könnte. Auch zu zweit macht es Spaß (da spielt man gemeinsam gegen “das System”, also quasi auf einen Highscore hin), so dass ich es wirklich uneingeschränkt empfehlen kann.
    Und wenn man sich so bei anderen Messe-Rückblicken umschaut, scheinen das auch die meisten anderen so zu sehen (was natürlich nichts heißt, denn nicht immer halte ich den Massen-Hype auch für gerechtfertigt, siehe Mysterium weiter unten).
    Also: Kaufen!

    Wertung: 5 (Don) | 5 (Ro)

    Flick ‘em Up! (Pretzel Games)

    09_flick_em_up

    Ein Schnippspiel. Sowas hat in meiner Sammlung noch gefehlt. Und ja, da hätte man sicher ein billigeres bekommen, aber das wäre dann bestimmt nicht so schick gewesen…
    Wobei ich hier schnell klarstellen sollte, dass das oben auf dem Foto die extra große Edition für die Messe-Präsentation ist. Das Original ist kleiner, aber auch aus sehr stabiler Pappe, mit schönen Holzfiguren und in “echt schick” (allein das Cover von der Anleitung. Und die Holzkiste in der es kommt…)
    Aber zum eigentlichen: Wie haben wieder zwei Teams, die sich im wilden Westen duellieren, was eben durch schnippen passiert (es gibt einen Holzchip, den man schnippt, wenn man sich bewegen will un einen Holzwürfel, mit dem man versucht, die Gegner umzuschießen).
    Das Grundspiel hat gleich 10 Missionen in Petto (vom einfachen: “Wer zuerst 3 Gegner gekillt hat”, über “Banküberfalle”, “Geiselnahmen” bis zum “Befreien des Anführers vom Galgen”), die nach sehr abwechslungsreichem Spaß klingen.
    Die Pferde, die man oben sieht gibt es erst in der Erweiterung (weshalb die für mich gleich auch ein Pflichtkauf war) und ermöglichen dem Reiter, doppelt so schnell zu laufen (zweimal schnippen). Wird er aber (mit Hilfe einer kleinen Rampe) vom Pferd geschossen/geschnippt, kann man selber auf das Pferd steigen, indem man dann den Bewegungschip unter dem Pferd durchschnippt.
    Hat auf der Messe schon sehr viel Spaß gemacht und ich kann es kaum erwarten, die ganzen Missionen mal in unserer Rund auszuprobieren.

    Hier kann man es kaufen.

    Wertung: 4,5 | 3,5 (Ro ist kein Schnipper…)

    Super Motherload (Roxley Games)

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    Ein Deckbuilding-Game, was spätestens seit Dominion auch der breiteren Masse ein Begriff sein sollte.
    Hier ist es aber tatsächlich so, dass man sich nicht irgendwann über den “Müll” auf seiner Hand ärgert, den man von Beginn an auf seiner Hand hält, sondern eigentlich immer brauchbare Karten auf der Hand hat.
    Mit eben diesen Karten gräbt und sprengt man Gänge in einen Planeten (alle auf dem gleichen Spielplan, der im Laufe des Spiels immer weiter nach unten erweitert wird), um dort an Rohstoffe zu kommen, die es einem erlauben, weitere Piloten zu kaufen, um noch toller graben und sprengen zu können (und gleichzeitig noch ein paar Missionen zu erfüllen).
    Bestes Deckbuilding-Spiel, das ich bisher gespielt hatte, mit einem erfrischend anderen Setting und wirklich hübschen Grafiken.
    Warum ich es nicht gekauft habe: Nur für 4 Spieler, was bei uns eher selten ist, da muss eine Neuanschaffung dann schon “ganz anders” sein als das bisher dagewesene, oder zumindest nicht zu lange dauern. Und bei beiden Fällen war es hier knapp an der Grenze. Da gab dann der Preis (45€) den endgültigen Ausschlag. Zudem ist das Spiel bisher nur auf englisch veröffentlicht (was hier aber nicht wirklich ein Problem ist), es laufen aber wohl Gespräche mit deutschen Verlegern, so dass ich mir hier auch evtl. eine Änderung bei der Spieleranzahl oder dem Preis erhoffe.
    Hätte ich aber nicht so viel Geld für “Flick ‘em Up!” ausgegeben, wäre Super Motherload wohl im Auto gelandet…

    Hier kann man es kaufen.

    Wertung: 4,5 | 4,5

    504 (2F-Spiele)

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    Grundidee: Ein Brettspiel besteht aus 9 Grundmechanismen (wie “Entdecken”, “Börse”, “Militär”, “Handel”, “Rennspiel” etc.), die immer nur anders kombiniert und thematisch verpackt werden. In “504″ wird das ganze nun auf die Spitze getrieben. Man wählt sich 3 dieser Mechanismen aus (die Reihenfolge ist dabei nicht egal) und erhält so durch ein modulares Regelbuch (wo man “oben”, “mitte” und “unten” separat blättern kann, kennt man von Kinderbüchern, wo man so z.B. ulkige Tiere zusammenblättern kann) die Regeln für das entsprechende Spiel geliefert (und da man 9x8x7 Möglichkeiten hat, erklärt sich dann auch der Name “504″).
    Von der Grundidee war ich (wie viele andere auch) sehr angetan, zumal Friedemann Friese (der grüne Kopf hinter 2-F Spielen) bei mir noch sehr hoch im Kurs steht, auch wenn er es die letzten Jahre nicht immer geschafft hat, meine Erwartungen zu erfüllen. Aber je länger ich drüber nachdachte, desto mehr Zweifel kamen mir. Denn all diese 504 Spiele können ja niemals ausführlich probegespielt worden sein und selbst wenn, dann nicht alle zu 100% ausbalanciert. Das geht einfach nicht, bzw. würde ewig dauern. Und dann noch ein Preis von über 65€ für eine recht nüchterne Optik (weil themenlos, es muss ja immer passen).
    So rangierte es also unter “interessiert mich sehr, aber nur, um es mal gesehen zu haben”.
    Und obwohl das Probespiel dann gleich zeigte, dass mein “nicht ausbalanciert”-Verdacht richtig war, bin ich nun doch überzeugter von dem Spiel als zuvor. Grund war auch, dass die Erklärbärin und sehr gut den wissenschaftlichen Aspekt des Spielsverkaufte. Das ganze ist eben ein “Work in Progress”. Durch die vielen Spielrunden wird sich dann zeigen, welche Kombinationen besonders gut funktionieren, bei welchen Kombinationen man noch an welchem Rad drehen könnte und wie gut diese Mechanismen dann tatsächlich alle ineinander greifen.
    Und wenn am Ende dann nur 1% der Spiele wirklich gut ist (das wird man sicher bald auf Boardgamegeek in irgendwelchen Listen nachlesen können), hat man dann am Ende dann ja doch 5 tolle Spiele für jeweils nur 12€, was ein angemessener Preis ist (und da gehe ich dann einfach mal davon aus, dass sich diese 5 Spiele auch deutlich unterscheiden werden).
    Ihr seht: Einen wirklichen Grund für “Warum ich das Spiel nicht gekauft habe” kann ich nicht angeben, warum es dann auch direkt mal auf meinem Wunschzettel gelandet ist…

    Hier kann man es kaufen.

    Wertung: 4,5 | 4,5

    RevoltAAA (Playthisone)

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    Das Spiel hatte mich schon bei “Team Roboter gegen Team Quietscheentchen”, was allerdings eine sehr schlechte Umschreibung für das Spiel ist, da es nicht wirklich Teams gibt. Aber egal: “Roboter gegen Quietscheentchen”!

    In Wahrheit ist es ein sehr ausgefallenes Stichspiel, mit einfachen Regeln, aber einer Menge Potential dahinter. Dazu noch “wenn er denkt, dass ich denke, dass er denkt ich würde das legen, dann lege ich doch lieber die hier” und Ärgerfaktor, sowie ein Preis von nur 10€ und voila: Pflichtkauf! (aber auch nur, weil wir es bei der Happy Hour nicht gewonnen haben. Hier hat man eine Runde gespielt und der Gewinner durfte das Spiel mit nach Hause nehmen. Knapp, aber verloren. Hach…)

    Wertung: 4,5 | 4,5

    Deception: Murder in Hong Kong (Jolly Thinkers)

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    Unter den Spielern wird geheim ein Mörder ausgelost, dazu ein Komplize (der den Mörder kennt) und ein Zeuge (der weiß, welche beiden Spieler Mörder und Komplize sind, aber nicht, welcher von beiden der Mörder ist).
    Vor jedem Spieler liegen 5 Mordwaffen und 5 Beweisstücke. Der Mörder sucht sich (von allen Mitspielern ungesehen) jeweils eines der beiden vor sich liegenden Gegenstände aus und zeigt sie dem Spielleiter.
    Und dieser muss nun versuchen, die anderen Mitspieler dazu zu bringen, den Mörder zu entlarven. Dazu wählt er auf vorgegebenen Karten (z.B. “Ort”, “Dauer des Mordes”, “Verletzung”) jeweils einen Begriff aus (z.B. “Badezimmer”, “schnell”, “sehr blutig”). Daraufhin diskutieren die Spieler und beschuldigen sich gegenseitig (bzw. nehmen ich in Schutz). Das geht mehrere Runden so (mit weiteren Karten, wobei der Spielleiter auf die Diskussion Bezug nehmen kann, allerdings nur über die Begriffe kommunizieren darf), bis dann irgendwann beschuldigt werden muss (mit exaktem Mörder, Tatwaffe und Beweisgegenstand, welche durch den Spielleiter eben erklärt werden mussten).
    Werden alle 3 Punkte richtig erraten, hat der Mörder verloren. Außer, er kann den Zeugen korrekt benennen.
    Ein sehr kommunikatives Spiel, mit Lügen und fiesen Beschuldigungen (und damit genau mein Ding), was nur darum nicht auf meinem Einkaufszettel landete, weil es bisher nur in chinesisch/englisch rausgekommen ist und ich sicher noch munterer diskutiert hätte, wenn ich die einzelnen Begriffe besser hätte voneinander abtrennen können, was mir im englischen manchmal etwas schwer gefallen ist.
    Auf Boardgamegeek gibt es zwar zu den Karten die deutschen Äquivalente zum Ausdrucken, aber da die schon mit einem deutschen Verleger im Gespräch sind, warte ich hier lieber noch ab. Dann wird es aber ziemlich sicher gekauft…

    Wertung: 4,5 | 4,5

    Agent Undercover (Piatnik)

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    Wieder ein Diskussions-Anschuldigungsspiel, mit Ähnlichkeiten zu Linq, welches ich hier mal vorstellte.
    Alle Spieler ziehen eine Karte, auf der jeweils eine identische Ortsbezeichnung steht (z.B. “Supermarkt”). Nur ein Spieler kriegt eine andere Karte, die nur ein Fragezeichen enthält.
    Dann stellt man sich gegenseitig Fragen (Wie: “Warum hast du denn einen Smoking an”, “Wo sind denn die Bananen” oder “Bist du öfter hier?”). Das Spiel ist vorbei, sobald die Mehrheit einen Mitspieler als Spion (Fragezeichen) beschuldigt (weil er sich durch die Antworten verdächtig gemacht hat), oder aber, wenn der Spion rausgefunden hat, was der geheime Ort ist (weil die anderen zu offensichtlich gefragt/geantwortet haben). Eine Liste aller möglichen Orte liegt dazu natürlich offen aus.
    Ab auf meinen Wunschzettel damit!

    Wertung: 4,5 | 4,5

    New York 1901 (Blue Orange Games)

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    Eigentlich ein gutes und schönes Spiel, bei dem man versucht, möglichst punkteträchtig Wolkenkratzer in New York zu bauen (wofür man sich zunächst mal die Grundstücke reservieren muss). Ich seh es aber eher in der Kategorie Spiele, die bei uns irgendwie nie auf den Tisch kommen (wie z.B. auch “Opera” oder “Small World”). Alles Spiele, die ein wenig länger dauern, nicht zu viele Spieler zulassen und eigentlich dann bald nochmal gespielt werden müssten, da man nach der ersten Runde erst verstanden hat, worauf es ankommt. Bei uns kommt dank der großen Auswahl aber nur selten ein Spiel zweimal kurz hintereinander auf den Tisch. Daher: Leider für unsere Spielrunde Daumen nach unten. Selten gespielte gute Spiele haben wir genug…

    Wertung: 4,5 | 4

    Between Two Cities (Morning Family)

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    Und noch ein Spiel aus der gerade genannten Kategorie, Diesmal eine andere Variante eines “kooperativen” Spiels.
    Jeder Spieler muss nämlich mit seinen beiden Sitznachbarn kooperieren und jeweils gemeinsam mit ihm eine Stadt aufbauen (zwischen der man dann sitzt, daher der Titel). Hier muss man immer abwägen, welches Gebäude man nun in welcher der beiden Städte errichtet, denn beide müssen möglichst punkteträchtig werden, da nur die schlechtere der beiden am Ende für einen zählt. Wer die beste “schlechteste Stadt” hat, ist der Gewinner.

    Nicht gekauft, weil es einige Parallelen zu dem ebenfalls sehr guten “7 Wonders” hat (man baut etwas mit Karten auf, wobei man die nicht genutzten an den Nachbarspieler weiter gibt. Und auch bei 7 Wonders muss man (wegen Militär und Rohstoffen) die beiden Nachbarstädte im Auge haben), welches bei uns auch viel zu selten (bis gar nicht) auf den Tisch kommt. Würde also auch wieder nur verstauben.
    Zudem war es mir (wie auch 7 Wonders) zu unüberblickbar, wer nun gerade vorne steht (oder allein schon, welche der beiden Städte aktuell besser ist), da die Punkteregeln einfach (wie bei 7 Wonders) zu vielfältig sind.
    Hier könnte es evtl. Abhilfe schaffen, wenn ständig die aktuelle Punktzahl für jede Stadt auf einer Leiste festgehalten wird.

    Wertung: 4,5 | 5

    Bellz! (Game Factory)

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    Mit einem Magneten muss man alle seine Schellen aus der Ablage (die gleichzeitig auch Verpackung ist, sehr praktisch!) absammeln, darf dabei aber keine Schelle der anderen Farbe erwischen (hier ist also die Frage, ob man sich irgendwann zufrieden gibt, oder doch ein zu hohes Risiko eingeht und weiter macht).
    Die Reisetaschen-Unterlage ist genial, das Spiel macht Spaß (wobei es mit etwas Übung doch einigermaßen leicht ist) und von mir vor allem auch für die Kinder gekauft. Für Sohnvanone (5) aktuell gerade so machbar (und damit vermutlich genau richtig), aber auch Tochtanone (bald 3) hat ihren Spaß und legt einfach nur die fremdem Farben wieder zurück.

    Wertung: 4 | 4

    The Curse of the Black Dice (Board and Dice)

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    Piraten! Gemeinsam versucht man, gegen die bösen schwarzen Würfel anzukämpfen, die einen das Spiel sonst gemeinsam verlieren lassen würden.
    Allerdings hört das “gemeinsam” da auch schon auf, denn irgendwie will jeder da helfen, wo es viel Gold als Belohnung gibt und nicht da, wo es nix gibt, außer, dass man eine noch größere Gefahr abwenden könnte. Das sollen doch mal lieber die anderen machen.

    Sehr interessantes Konzept, wo es mich dann am Ende gewundert hat, wie wir 4 Egoisten es dann tatsächlich geschafft haben, lebend aus der Sache rauszukommen.

    Nicht gekauft weil: Einfach nur, weil der Einkaufskorb schon voll war. Würde sonst aber glaub gut in unsere Spielrunde passen. Da findet sich auch sicher irgendwer, der die Drecksarbeit macht, damit ich das ganze Gold einheimsen kann…

    Wertung: 4 | 4

    Sarkophag (Amigo)

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    In meiner Vorauswahl notierte ich:
    “Stichspiel, bei dem der zweite Spieler durch seine Karte entscheidet, ob in der Runde die höchste oder die niedrigste Karte gewinnt.
    Ist von Amigo, könnte also was sein.”

    Und so war es dann auch. Amigo ist immer für ein gutes kleines Füller-Kartenspiel zu haben (allen voran (mit Abstand) “Geschenkt ist noch zu teuer”). Dieses Jahr heißt dies also “Sarkophag”…

    Wertung: 4 | 3,5

    Lift it (Game Factory)

    13_lift_it

    Keine Neuheit, stand auch nicht auf meiner Liste, musste dann aber ausprobiert werden, als unsere Begleitung am Nebentisch “Bellz!” spielte.

    Man klemmt sich einen Kran an den Kopf und versucht schneller als sein Gegenüber ein vorgegebenes Konstrukt aufzubauen, was mal so gar nicht einfach ist und noch bekloppter aussieht (erst Recht, wenn man wie oben zwei Kräne mit einem Haken verbindet und dann in Teams spielt).

    Hat Spaß gemacht und wäre sicher auch was für Sohnvanone. Allerdings erst so in 2-3 Jahren.

    Wertung: 4 | 3,5

    Piraten der 7 Weltmeere (IGames)

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    Verrückterweise gab es diesmal auf der Messe gleich zwei Würfelspiele, in denen die Würfel als Piratenschiffe genutzt wurden, die in den Deckel der Spieleschachtel geworfen werden und wo dann der Abstand der Würfel zueinander und der jeweilige Punktwert den Ausgangs des Kampfes dieser beiden Würfel bestimmt. Ansonsten hätte ich gesagt: “Das ist echt mal eine einmalige kreative Idee!”
    Das andere Spiel heißt übrigens “Rattle Battle Grab the Loot”, welches wir uns aber nur haben erklären lassen (da der eine Spieltisch nie frei war. Und wir kamen verdammt oft da vorbei…). Dort kann man mit Geld allerlei zusätzliche Ausrüstung für sein Schiff holen, um besser fahren (das kann man bei den 7 Weltmeeren nicht, da bleiben die Würfel immer liegen wenn sie mal geworfen wurden) oder schießen zu können.
    Bei den 7 Weltmeeren ist es so, dass jeder Spieler sich zunächst gleichzeitig für eine Rolle entscheidet, um seine Aktion für diese Runde zu bestimmen (Schiffe angreifen (alle sind dabei), Waren verkaufen (die man den überfallenen Schiffen geklaut hat), den Marktwert der Waren ändern, weitere Schiffe kaufen, einen Fluch auf alle Spieler legen etc.). Dann werden die Rollen in einer bestimmten Reihenfolge aufgerufen (also wie beim Klassiker “Ohne Furcht und Adel”, den wir auch eeewig nicht mehr gespielt haben). Und wer seine Rolle als einziger gewählt hat, kriegt noch ein Geschenk obendrauf.
    Bei Kämpfen landen dann eben alle teilnehmenden Schiffe im Meeresdeckel und es wird ausgewertet, wer welches Schiff erschießt und wer am Ende noch Beute abbekommt.
    In unserer Runde hat sich gezeigt, dass fehlendes Würfelglück nicht wirklich kompensiert werden kann. Und dann dauert es mir glaub auch etwas zu lang.
    Ist ein nettes Spiel, aber nichts, was in meiner Sammlung unbedingt fehlen würde.

    Wertung: 4 | 4

    Die unüblichen Verdächtigen (Cranio Creations)

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    Auch hier gab es es mit “Casting” ein Spiel sehr ähnlicher Grundidee, da kamen wir aber nicht mehr dazu, es uns anzuschauen.
    Bei den “unüblichen Verdächtigen” geht es darum, dass der Zeuge (einer der Spieler) den anderen Spielern beim Lösen eines Mordfalles hilft. Der Zeuge kann sich allerdings leider nicht mehr an Äußerlichkeiten erinnern, sondern nur an charakterliche Eigenschaften.
    Und so gehts: Auf dem Tisch liegen einige Karten mit den Gesichtern der Verdächtigen drauf. Die Ermittler ziehen eine Fragenkarte, stellen diese Frage dem Zeugen (z.B. “Raucht er/sie”, “Wohnt er/sie noch bei seinen Eltern?”, “Hat er/sie eine Affäre”), welche der Zeuge nur mit Ja oder Nein beantworten darf. Anschließend schließen die Ermittler beliebig viele (mindestens aber einen) Verdächtigen aus. Je weniger Runden sie brauchen und je früher sich der Kreis der Verdächtigen verkleinert, desto besser.

    Nicht gekauft, weil zu dicht an “Codenames” dran, aber halt ein gutes Stück schlechter. Sonst aber durchaus unterhaltsam.

    Wertung: 4 | 3

    Giraffometer (Lifestyle Boardgames Ltd)

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    Ein Schätzspiel, bei dem man nicht die Antworten wissen muss (kann man eh nicht), sondern nur richtig schätzen muss, welche der 6 Fragen die höchste und niedrigste Antwort hat.
    Ganz ok, aber als Schätzspiel haben wir mit “Gambit 7″ schon ein Juwel im Haus. Und mit dem Material kann mann dann eigentlich auch “Giraffometer” nachspielen (außer, dass es da passieren kann, dass zwei Fragen die gleiche Antwort haben, was bei Giraffometer ausgeschlossen ist), wobei das wohl auch eher selten vorkommt, da “Gambit 7″ halt einfach im Original besser ist…

    Wertung: 4 | 3

    BEARanoia (Czech Games)

    15_BEARanoia

    Die Spieler sind Camper. Einer von Ihnen ist ein Bär. Alle müssen innerhalb einer Minute (dann ist das Spiel auch schon vorbei) durch Diskussion rausfinden, wer der Bär ist. Da ein Bär nicht sprechen kann, kann er dabei allerdings nur Bärengeräusche machen.

    Häh? Ja. Das dachte ich mir auch. Es gibt noch Bärenkultisten, die wollen, dass der Bär überlebt und sich daher lieber selber opfern, was eben dazu führt, dass es dann zwei Leute gibt, die Bärengeräusche machen. Oder es gibt Bären, die sprechen können, aber z.B. nur in Frageform. Oder Camper, die krankheitsbedingt nur Bärengeräusche machen können. Oder nur Fragen stellen, oder nur Pantomime, oder nur Lügen, oder oder oder.

    Macht alles immer noch keinen Sinn, aber da so ein Spiel ja nur eine Minute dauert und es nur 5€ gekostet hat, musste ich es einfach blind kaufen, um dieser abstrusen Idee mal auf den Grund zu gehen. Bisher haben wir es nur zu viert gespielt, was sicherlich keine perfekte Spieleranzahl ist. Darum fällt meine Bewertung hier auch noch aus. Ich kann es mir einfach immer noch nicht vorstellen, kann aber schonmal sagen, dass wir zu viert ziemlich viel gelacht haben. Einfach, weil es so ein Quatsch ist…

    Wertung: ? | 4

    Buttons (Zoch Verlag)

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    Auf den ersten Blick erinnert es mit dem Würfel-Koordinatensystem und der Eigenschaft, dass man immer die Würfel des aktiven Spieler mitnutzen kann, an “Doodle City” vom letzten Jahr. Ist dann aber durch “Press your Luck”-Mechanismus ganz anders und meiner Meinung nach in der Anfangsphase auch besser. Am Ende hatte ich aber das Gefühl, dass alle nahezu gleich auf waren und es nur noch darauf ankam, wann zuerst die eine richtige Kombination geworfen wurde, so dass alles vorher irgendwie unwichtiger erschien.
    Gebt dem Spiel ein anderes Ende und ich bin dabei, so hatte es am Ende einen fahlen Beigeschmack…

    Wertung: 3,5 | 4

    Armadöra (Blue Orange Games)

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    Hatte ich als “Nuggets” schon 2003 auf der Messe gespielt. Damals fand ich es ganz gut, aber unglaublich hässlich, so dass entweder auf eine Neufauflage warten, oder es mir selber basteln wollte. Für letzteres fehlte mit immer Zeit und Lust und so traf nun 12 Jahre später der erste Fall ein.
    Spielt sich in den Grundregeln noch genauso wie damals (kann mit Zusatzregeln aber weiter aufgepeppt werden) und sieht nun auch besser aus (optimal ist das aber immer noch nicht). Allerdings sind nun halt auch einmal 12 Jahre vergangen und so richtig passt es nicht mehr in mein Anforderungsprofil rein.

    Wertung: 3,5 | 4

    Heckmeck Extrawurm (Zoch Verlag)

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    Ein Erweiterung zum Klassiker “Heckmeck am Bratwurmeck”, einem wirklich guten Würfelspiel. Mit der Erweiterung kann man dem ganzen nun noch einen neuen Dreh geben (Spezialfähigkeiten, die auch munter den Besitzer wechseln), ob es das aber wirklich braucht, ist eine andere Frage. Da kauf ich mir lieber gleich ein neues Spiel und spiele Heckmeck so weiter wie bisher…

    Wertung: 3,5 | 4

    Mafia de Cuba (Asmodée)

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    Hach. Das war vor der Messe mein Favorit und ich war mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich mit diesem Spiel im Gepäck wieder nach Hause fahren würde (allein schon, weil die Zigarrenkisten-Spieleschachtel es mir irgendwie angetan hatte).
    Irgendwie hat es dann aber in unseren beiden Spielerunden (mit unterschiedlichen Teilnehmern, auch von der Anzahl her) nicht wirklich gefunkt. Da war dann “Deception: Murder in Hong Kong” die deutlich bessere Werwolf-Alternative…

    Wertung: 3,5 | 3

    Colt Express (Asmodée)

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    Das Spiel des Jahres 2015. Wollte ich letztes Jahr eigentlich unbedingt auf der Messe spielen, aber da hatten wir irgendwie nie nen Platz bekommen. Bis auf den letzten Tag, um 18:45 (um 19:00 schließt die Messe), wo uns dann eine Erklärbärin ziemlich lustlos das Spiel erklärte. Wir waren auch nicht mehr die fittesten und so war das Spiel dann abgehakt und bei mir eher negativ besetzt.
    Dieses Jahr wollte ich ihm dann aber trotzdem noch einmal eine Chance geben (auch wenn “Spiel des Jahres” nicht unbedingt die Auszeichnung ist, die mir ein Spiel näher bringt. Dafür fand ich Niagara, Thurn und Taxis und Keltis einfach viel zu schlecht) und die hat der Colt Express dann auch einigermaßen genutzt. Zumindest ist es nicht mehr negativ besetzt bei mir. Ein Knaller ist es nicht (zumal auch hier eine schlechte Kartenhand alle Pläne versauen kann), aber wenn es wer auf den Tisch stellen würde, würde ich mitspielen…

    Wertung: 3,5 | 4

    Completto (Schmidt Spiele GmbH)

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    Ziemlich einfaches Spielchen: Jeder hat vor sich 17 verdeckte Zahlenplättchen (es gibt die Werte 0-100) und platziert da 5 offene Plättchen nach belieben dazwischen. Nun hat man in jedem Zug zwei Optionen: Entweder man deckt ein Zahlenplättchen in der Mitte auf und tauscht es gegen ein verdecktes eigenes Plättchen ein, so dass die Zahlenfolge weiterhin aufsteigend ist, oder aber man verschiebt ein verdecktes Plättchen in der eigenen Reihe an eine beliebige andere Position, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, ein neues Plättchen gegen dieses austauschen zu können.
    Wenn man mal wenig denken will, mag das passen. Sonst ist es mir aber eher zu wenig für ein Spiel.

    Wertung: 3,5 | 4

    Fram Rlyeh (JaponBrand / BakaFire Party)

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    Nochmal ein kleines Stich- / verdecktes Gebotsspiel, bei dem auch immer nur der erste Bieter (der dann auch offen bietet) weiß, um was es genau genau geht. Da macht es dann Spaß, den anderen einen hohen Wert vorzugaukeln, damit diese hoch bieten, denn die Gebots-Karte ist (im Erfolgsfall) auch gleichzeitig Minuspunkte wert. Dumm also, wenn man viel zahlt (= viele Minuspunkte), aber dafür nichts bekommt.
    Ganz nett. mehr nicht.

    Wertung: 3,5 | 3,5

    Das Geheimnis der Zauberer (Mattel)

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    Ein Kinderspiel, bei dem man mit Blick in den Spiegelsaal erkennen muss, welche beiden Symbole der Zauberer mit Zylinder unter seinem Rock trägt (auf gegenüberliegenden Seiten, die Spiegel müssen also wirklich zum Einsatz kommen). Mit jeder Runde kommt ein neuer Zauberer dazu,so dass es immer schwerer wird, den richtigen Zauberer im Spiegel zu erwischen.

    Wertung: 3,5 | 3,5

    Roar! (Trefl)

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    Scotland Yard in Modern (und gefühlt eher für Kinder).
    Ein Spieler spielt das Monster und benötigt dafür noch ein Tablet, mit dem er dann per Augmented reality sein Monster auf dem Spielplan rumhampeln sieht. Er wandert dann auf dem Feld rum, wobei jedes Mal die Geräusche abgespielt werden, die man um ihn rum hören kann (was man auf dem Spielplan sieht).
    Die anderen Spieler müssen diese Geräusche nun richtig zuordnen und versuchen, das (nicht sichtbare) Monster so zu umzingeln und einzufangen.
    Und da man das Monster auf dem Foto nicht sieht, hier mal noch ein YouTube-Video (springt einfach mal zu 7:40. Warum schafft es niemand, ein Spiel mal in einem Video ganz kurz und knackig zu erklären? Würde mir vor der Messe viel Zeit sparen…):

    Lassen wir Tochtanone noch älter werden, dann schauen wir mal, was der Markt in die Richtung so hergibt. Ist schon mal ein vielversprechender Anfang…

    Wertung: 3 | 4

    Dragon Teeth Washer (Trefl)

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    Wunderschöne Grafik, aber leider nur ein recht seichtes Bluff-Kartenspiel.

    Wertung: 3 | 3,5

    Camel Up (Pegasus Spiele)

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    Spiel des Jahres 2014. Und da man ja mitreden können will, musste das dann doch auch mal angespielt werden. Kein Totalausfall wie die weiter oben genannten Preisträger, aber eben doch gut passend in das “Das Spiel des Jahres darf niemanden überfordern”-Milleu, in das sich der rote Pöppel immer mehr stellt.
    Wir hatten es zu zweit gespielt und ich hatte immer das Gefühl, dass ich mit meinem Zug oft die Ausgangslage so veränder, dass der nächste Spieler massig Punkte machen kann. Bei noch mehr Spielern (mit der Erweiterung geht es ja bis 10), kann ich mir gar nicht vorstellen, wie man da irgendwas planen soll, da sich alles komplett verändert hat, bis man wieder dran ist. Kann dann in meinen Augen nur ein reines Glücksspiel sein.

    Wertung: 3 | 2

    Dark Moon (Stronghold Games)

    26_dark_moon

    Ich hatte mir ein neues “Saboteur” erhofft (nur halt mit Würfeln statt Karten), welches genauso leicht ist, aber trotzdem genau so viel Spaß macht.
    “Dark Moon” ist allerdings deutlich ungradlinig und mit vielen Baustellen, an denen man gleichzeitig werkelt, was nun nicht unbedingt schlecht sein muss. Aber dann finde ich auch den Saboteur-Teil eher schlecht eingebracht, denn wir hatten das Gefühl, dass der Saboteur deutlich stärker wurde, als er sich zu erkennen gab. Da brauch ich dann auch dieses ganze heimlich Würfeln und Saboteur-Getue nicht, wenn man auch einfach Gut gegen Böse spielen kann.
    Oder halt mir mehr Spielern (wir waren nur zu dritt), wo dann ein Saboteur offen fies spielt und der andere sich bedeckter hält und im geheimen sabotiert.
    Ich grab dann aber doch lieber weiter nach dem Gold…

    Wertung: 3 | 4

    Nitro Glyxerol (Zoch Verlag)

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    Alle Spieler versuchen gleichzeitig, die Würfel im Glaskolben in der richtigen Reihenfolge in dieses Ausgießrohr zu schütteln, was nicht wirklich leicht ist und auch ein wenig Glückssache ist. Spiele auf Geschwindigkeit gehen bei uns aber nicht wirklich und das hier ist dann noch ein eher schlechter Vertreter, so dass ich dankend abgelehnt habe.

    Wertung: 3 | 2

    3 sind eine zu viel! (Amigo)

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    Noch ein Amigo-Kartenspiel. Aber ja jedes Jahr nur eins gut sein kann, und das diesmal Sarkophag war, hat sich das hier dann wohl erledigt ;-)
    Hat mir nicht wirklich zugesagt und an der Optik hätte man auch noch feilen können (nicht nur, dass es langweilig aussieht, man kann die Farben auch noch schlecht unterscheiden).

    Wertung: 3 | 3

    Tokaido Collector’s Edition (FunForge)

    31_tokaido

    Ein wunderschönes Spiel (ist ja auch die “Collector’s Edition”), aber mich konnte es nicht wirklich überzeugen. Recht eintönige Züge, fehlende Spannung und kaum Interaktion mit den Mitspielern. Nö…

    Wertung: 3 | 3,5

    Mysterium (Asmodée)

    32_mysterium

    “Mysterium! Mysterium! Mysterium!” So knallte es einem bei den Recherchen von der Messe von allen Seiten um die Ohren. Mysterium ist das Highlight der Messe. Wird Spiel des Jahres 2016 und ist einfach nur der Knaller.

    Machen wir es kurz: Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen (ok, Spiel des Jahres schon, da würde es gut reinpassen, aber da hat ja 2010 schon Dixit gewonnen, was doch eine recht hohe Ähnlichkeit hat (auch wenn das Spiel ganz anders abläuft)),
    Dafür hat es sich einfach viel zu sehr hingezogen. Die Spieler waren 90% der Zeit nur am Warten, bis der Spielleiter seine Karten ausgewählt und verteilt hat, dann durften sie 1 Minute diskutieren, schnell Tipps abgeben und dann wieder ewig warten, bis es wieder weiter geht,
    Mööööp!
    Auch hier gewinnt “Decption” eindeutig das direkte Duell. Und DIxit kann man ja auch noch spielen…

    Wertung: 3 | 3

    Stingy (Playthisone)

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    Hatten wir schonmal ein Piratenspiel? Ok, dann brauchen wir das hier ja nicht mehr. Fand ich zu verkopft und spannungslos.

    Wertung: 3 | 3

    Crokinole (Tischlerei Knels)

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    Nochmal ein Flickspiel, diesmal ein Klassiker aus Kanada.
    Sehr simpel, macht auch Spaß zu spielen, aber für das Geld dann doch zu eintönig (und zu schnell vorbei). Dann viel lieber “Flick ‘em up!”…

    Wertung: 2,5 | 2

    Simsala… Bumm? (Pegasus)

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    Nach so vielen Spielen mit einem Ausrufezeichen am Ende, nun endlich mal eins Mit nem Fragezeichen.
    Aufgrund positiver Rezensionen war das Spiel (vom letzten Jahr) eigentlich schon ungesehen auf meinem Wunschzettel gelandet, als es dann aber so da rum lag, musste ich es doch einmal ausprobieren, was sich als ganz gut herausgestellt hat, da ich es so dann schnell wieder vom Wunschzettel nehmen konnte.
    Wie bei Hanabi (Spiel des Jahres 2013, hat mir auch nicht zugesagt) sieht man nur die Karten (hier: Steine) seiner Mitspieler, aber nicht seine eigenen. Nun muss man raten (bzw. anhand dessen, was an so sieht, per Wahrscheinlichkeiten abschätzen), was man wohl für Zaubersprüche (bei denen die Zahlen so verschnörkelt geschrieben sind, dass ich mich oft verlesen habe) vor sich stehen hat. Rät man richtig, setzt man den Zauberspruch ein und schadet so meist seinen Mitspielern.
    Aber dafür muss man erstmal richtig raten und dann auch noch den Zauberspruch gerade gebrauchen können.
    Mal wieder ein: Nööö!

    Wertung: 2 | 3

    Gum Gum Machine (Huch! and friends)

    37_gum_gum_machine

    Hier hätte ich es sehr gerne gehabt, dass mir dieses Spiel gefällt. Nette Steampunk-Optik, eine merkwürdige maschine, wo man auf dem Spielplan schieben, drehen und sonstwas machen kann. Und dann spricht man das ganze auch noch “Gum Gum” mit “u” statt “Gamm Gamm” aus, was es irgendwie noch lustiger macht.
    Aber geht es einfach nur darum, wer sich am besten 5 Zahlen merken kann und mit diesem Wissen dann die meisten Punkte einheimsen kann. Sehr langweilig, was keiner bedauerlicher findet als ich…

    Wertung: 2 | 3

    Pairs (Truant Spiele)

    42_pairs

    Simles “Press Your Luck”-Spiel. Ziehe ich noch eine Karte und riskiere viele Minuspunkte, oder nehme ich lieber wenige Minuspunkte (die dann aber garantiert). Mehr isses nicht…

    Wertung: 2 | 1

    Die holde Isolde (Schmidt Spiele GmbH)

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    Ich hatte nur gutes drüber gelesen und war dann doch ziemlich enttäuscht. Ok, wir hatten es nur zu zweit angespielt, dazu noch auf dem Boden sitzend, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das zu viert und am Tisch mehr Spaß bringen soll.

    Wertung: 2 | 1

    Wo ist das Gehirn? (Truant Spiele)

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    Unplanbares Kartenspiel, bei dem der einzige Witz durch das Setting kommt. Zeitverschwendung.
    (ist aber auch schon von 1996. Und hat 1997 den Origins Award für “Best Tradtional Card Game” gewonnen. Soso…)

    Wertung: 1 | 2

    Meteor (Mayday Games)

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    Kooperativ Raketen auf Meteore schießen, damit diese die Erde nicht zerstören. Das Spiel hat bei uns dank “Kartenpech” (und der Tatsache, dass das Spiel da kein gegenmittel für bietet) überhaupt nicht funktioniert (wir konnten schlicht die ganze Zeit nichts machen). Und die Optik hat dann ihr übrigens dazu beigetragen.
    Leider ein totaler Reinfall…

    Wertung: 1 | 1

    So, das wars jetzt dann aber.
    Oder hast du immer noch nicht genug? Dann hier noch meine Messe-Rückblicke von 2014, 2011, 2009 (auf dem Spieleblog. Hier Teil 2 und Teil 3), 2008 (nur mein Einkauf) und 2006 (in sehr kurz)

    Oder man liest sich mal noch durch, was andere über die Messe schreiben. Zum Beispiel bei Tric Trac, von wo man sich dann über die Medienschau noch unbegrenzt weiter klicken kann (ich sehe schon, da kann ich nochmal ordentlich Zeit verbraten…)

     
    Volker:

    Hat das Super Motherload echt 45€ gekostet? Hmm… ich bin fast versucht zu behaupten die haben den Preis am Sonntag gesenkt. Aber ich bin mir jetzt echt total unsicher wie viel ich dafür bezahlt habe.
    Codenames klingt sehr interessant – das muss ich auf jeden Fall mal irgendwo probieren.
    504 klingt sehr merkwürdig. Die Idee ist klasse, aber auch wenn da was dran ist, ist es doch eher eine Kuriosität als ein ernsthaftes Brettspiel? Die Rechnung, dass irgendwas davon schon gut sein wird und sich damit der Preis rechtfertigt, halte ich nicht für besonders schlüssig.
    RevoltAAA werde ich mir dann wohl auch noch mal besorgen. Ein abstraktes Stichspiel mit 2×4,5 Punkte für 10€ klingt in der Tat nach Pflichtkauf.
    New York 1901 war gut, halte ich aber für überbewertet.
    Between Two Cities: Da war ich zuerst skeptisch, hat mich aber voll überzeugt. Es ist tatsächlich ein kleines Problem, dass man eigentlich am Ende mal nachzählen müsste wie die beiden Städte stehen und das ist halt nicht so einfach im Kopf möglich. Von daher ein heisser Kandidat für Boardgamearena (Schleichwerbung). Wenn man sich davon frei macht und keiner wirklich nachzählt, hat es viele Vorteile: Breites Spektrum in der Spielerzahl OHNE dass es bei vielen Spielen wesentlich länger dauert oder mit bestimmten Spielerzahlen besser zu spielen wäre, wenig Downtimes. War leider ausverkauft :-(

    So.. das reicht für heute. Vielen Dank für die Hinweise – sonst wären wir nie in der kurzen Zeit auf so viele gute Spiele gekommen.

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    donvanone:

    @Volker: Zu 504: Kuriosität? Joa. “Wissenschaftliches Experiment” find ich toller. Und “ernsthaftes Brettspiel”? Auch.
    Ich hatte bei unserer Partie jetzt schon das Gefühl, ein “richtiges” Spiel zu spielen und fand es auch gar nicht schlecht. Bei der Startsituation ein wenig gedreht (hier hätten alle mit dem gleichen Geld anfangen sollen) und das Modul “Börse” gegen ein anderes eintauschen und es wäre ein Spiel gewesen, das wohl auch im 4er-Bereich mit “wird vermutlich nicht so oft gespielt”-Kommentar gelandet wäre.
    Ich werde berichten. falls ich es irgendwann besitzen und ausgiebiger gespielt haben sollte.
    Zu “Between two Cities”: Dieses “frei machen vom Rechnen” ist auch mein größtes Problem. Bei uns war es am Ende so, dass ich bei letzten Kärtchen der letzte war, der sich noch entscheiden musste. Hier hätte ich nun ja eigentlich alles genau durchrechnen müssen, um zu sehen, womit ich die besseren Siegchancen habe. Das will man aber keinem antun. Aber ein Spiel spielen, ohne alles dafür zu geben, es auch zu gewinnen? Auch doof. Darum: Mit Live-Punkten könnte es klappen. Ohne halte ich es für kaputt.

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    Volker:

    Das 504 muss ich mir irgendwann mal angucken. Ist schon irgendwie faszinierend.

    Das Rechen-Problem hatte ich bei meiner Testrunde wie gesagt auch, allerdings habe ich da dann einfach gesagt “komm ist egal, Testrunde – ich mache das nach Gefühl bzw. so, dass es insgesamt mehr Punkte bringt ohne genau zu beachten wie die einzelnen Städte stehen” – letztlich ist es ja auch so, dass man sich einigen muss und ich weiss nicht ob das wirklich gut funktioniert wenn ich z.B. einen Minus-Zug auf eine Top-Stadt mache um die andere zu pushen… da wird einer der Nachbarn nicht einverstanden sein. Insofern habe ich es nicht als ernsthafter Problem empfunden.

    Noch was zu Super Motherload: Ich finde eigentlich nicht, dass man das als Deckbuilding bezeichnen kann. Klar der Mechanismus, dass man Karten kauft heisst nunmal so… aber verglichen z.B. mit Dominion ist das nicht wirklich ein Deckbuilding, sondern eher so ene Art Upgrade Mechanismus, der eben über Karten realisiert wird. In dem Sinne wären auch Spiele wie LeHavre fast noch Deckbuilding. Das ist jetzt eine akademische Diskussion, aber ich wollte da mal die Deckbuilding-Puristen-Fahne hochhalten.

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    donvanone:

    @Volker: Bei diesemm interessanten (spoilerfreien) Interview zu Pandemic Legacy auf wired habe ich gelesen, dass die meisten Spiele seltener als 10 Mal gespielt werden (und die Bregrenzung bei Pandemic auf 18 Spiele daher eher dafür sorgt, dass man es öfter statt seltener spielt).
    Und ein Blick in meine Datenbank gibt dem Recht. bei den 217 Spieleabenden der letzten 8 Jahre haben wir 199 verschiedene Spiele gespielt. Nur 2 dieser Spiele kamen an 10 oder mehr Spieleabenden auf den Tisch (Gambit 7 und TAC), 5 Spiele wurden mindestens 10 Mal gespielt (halt öfter an einem Abend).
    Und damit zurück zu 504: Ich vermute mal, dass man hier mehr als nur 10 der 504 Varianten ausprobieren will (allein um jedes Modul einmal gespielt zu haben, braucht es ja schon 3 Spiele. Will man jedes Modul auch mal an jeder der drei Positionen gespielt haben (da das ja jeweils andere Regelelemente sind, das erste Modul ist z.B. immer für die Siegbedingung zuständig), kommt man schon auf… also auf… auf mehr halt.
    Man wird also vermutlich ein Spiel bekommen,, dass deutlich öfter auf den Tisch kommt, als andere Spiele.

    Und zum Deckbuilding: Man erwirbt Karten, die auf seinen Nachziehstapel kommen, später wieder in die Handkarten gemischt werden, um damit dann zu spielen (wobei neu gekaufte Karten tendenziell besser sind als die vorherigen). Wenn das nicht 1:1 der Definition von Deckbuilding entspricht weiß ich auch nicht…

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    bullion:

    Da bloggt er gefühlt jahrelang nicht – und dann gibt es gleich einen Post, der mindestens ebenso lang zum Lesen braucht. Wow, sollte ich mal etwas anderes als “Schnappt Hubi!” oder “Zicke-zacke Hühnerkacke” spielen, dann komme ich bestimmt auf den Eintrag zurück… ;)

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    Olli:

    @bullion: @bullion: Meine Gedanken! (-:

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    donvanone:

    @bullion: Keine Sorge, ich lass euch jetzt wieder in Ruhe, so dass ihr genug Zeit habt, das alles sorgfältig durchzulesen…

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    Ro:

    Ich find’s interessant, dass jeder doch bei 504 anfängt zu rechnen. Das Prinzip ist schon faszinierend. Und gut war eigentlich vor allem auch, dass man beim Testspiel nicht nur hinterfragt hat, was denn eigentlich nicht so ausbalanciert ist, sondern einem auch schnell klar wurde, dass dies auch ein Stück weit Sinn des Spieles ist, es zu hinterfragen und so Stück für Stück zu einer Kombi zu kommen, die einen Zusagt. Wie in eienm Experiment eben.

    Und ja, Schnippspiele sind immer so eine Sache bei mir. Ich mit meinen beiden linken Händen. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass es sich in der “kleineren Variante” nochmal ganz ganz anders spielt. bin gespannt!

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    Volker:

    @donvanone: Du hast natürlich Recht mit der Deckbuilding-Definition. Ich habe mit der Antwort abgewartet bis ich mal dazu gekommen bin eine ganze Runde zu spielen. Was ich sagen wollte (und nach der ersten Runde auch bestätigen kann) ist: Wenn man es aus der Sicht eines “echten Deckbuilding” oder betrachtet oder auch das klassische pre-Constructed, z.B. Dominion, Trading Cards, Hearthstone etc. dann ist doch die Auswahl sehr stark begrenzt und man arbeitet hier eher mit Sofort-Boni und Combos oder spielt auf Achievements, als dass man darauf abzielt sich ein besonders funktionierendes Deck zusammenzustellen. Aus Deckbuilding-Sicht ist das Spiel eher frustrierend, weil man die guten Karten am Ende nur noch einmal oder gar nicht mehr einsetzen kann. Weniger Spieler = mehr Aktionen pro Spieler = mehr Deckbuilding (und andersrum). Ich finde das Spiel trotzdem sehr gut. Mir gefällt vor allem, dass es nicht so einfach möglich ist eine Aktion zu bewerten, d.h. es gibt ein breites Spektrum an Aktionsmöglichkeiten/Strategien… zum Beispiel kann man bei Dominion oft nur zwischen 2 Karten auswählen, die man kaufen kann – alles anderes ist “offensichtlich” suboptimal.

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    donvanone:

    @Volker: Vielen Dank für die Ausführung. Verstehe nun, was du mir sagen willst und stimme dir vermutlich sogar zu ;-)

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