Dons Spielecheck – Infarkt (8/10)

14. Dezember 2011 um 23:54 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Infarkt ist ein Spiel, das ich mir aufgrund des Schachtellayouts wohl nie angeschaut hätte. Irgendwo hab ich dann aber was drüber gelesen und ließ mich von der Optik nicht abhalten. Denn Infarkt ist thematisch nahe an Fiese Freunde Fette Feten (das ich auf meinem eingestellten Spieleblog schonmal vorgestellt hatte) und mir eben von dieser Thematik gut gefällt, wo mich aber die Umsetzung nie so wirklich fesseln könnte. Man Spielt “Fiese Freunde Fette Feten”, weil die Karten lustig sind und die Idee einmal fasziniert (jeder darf es also einmal mit mir spielen), aber nicht, weil es ein gutes Spiel ist.
Infarkt ist das auch nicht so richtig, baut die Idee aber nicht mit vielen wirren Regeln zu, sondern bleibt schön locker flockig und ist darum in meinen Augen stimmiger.
Jeder Spieler lebt sein Leben so vor sich hin und hat das Ziel, dies möglichst lange zu tun. Daher sollte man auf seine Ernährung achten (z.B. nicht immer nur Schokotorten, denn die machen dick und treiben den Blutdruck nach oben. Lieber auch mal ein Müsli essen. Um das einkaufen zu können, muss man aber arbeiten gehen. Das bringt Geld, macht aber Depressiv (Schokoaldentorte senkt übrigens den Depressionwert…). Gegen Depression hilft es dann auch, einfach mal zuhause zu bleiben. Und wenn man schonmal da ist, kann man sich auch seine Nachbarn (waren dann die Sitznachbarn im Spiel) zu sich einladen und denen etwas leckeres kochen, was man als guter Gastgeber nicht mitessen braucht. Da bietet sich die Schokoladentorte dann also wieder an…
Und so versucht man also, irgendwie am Leben zu bleiben und die Mitspieler eben daran zu hindern. Aber bei den Feiern im eigenen Haus schön darauf achten, dass sie nur kurz vor dem Zusammenbrauch stehen, denn so ein Todesfall auf ner Party stürzt die Teilnehmer (und vor allem den Gastgeber) dann doch in Depressionen.
Sonst ein klassisches “Worker Placement”-Spiel (wie sagt man dazu denn auf deutsch), also eins, wo man erstmal seine Figuren einsetzt um zu entscheiden, was man in der nächsten Runde macht und dies danach dann auch tut (so der Plan denn aufgeht…). Ereignisse, die jede Runde eintreten (für jeden Spieler ein anderes) beeinflussen zudem noch die Gesundheit und die Aktionen, die man ausführen darf.
Hätte ich “Fiese Freunde Fette Feten” nicht, würde ich mir “Infarkt” kaufen, so sind sich die beiden dann doch zu ähnlich und ich muss jemanden finden, der mit mir tauscht (bzw. hab ich schon gefunden, falls die das ernst gemeint haben…)

Infos zu Infarkt:

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Czech Board Games 2-5 45 min ab 10 Milan 19€