Dons Filmkritiken 01 – 06/2011

04. Juli 2011 um 12:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Letztes Jahr hatte ich ja 45 Filme gesehen. Dieses Jahr sind es jetzt schon 41 (vier davon im Kino). Wie kommts?
Drei Gründe: Die Filme, die ich mir seit dem Wechsel zu “Wir gehen seltener ins Kino und gucken dafür mehr auf DVD” (verstärkt natürlich noch durch Sohnvanone) auf die “würd ich dann mal gerne sehen, wenn er auf DVD kommt”-Liste gesetzt habe, kommen mittlerweile verstärkt im TV (da wir sie eben doch nicht auf DVD gesehen haben). Und da ich meine Liste gleich mit dem TV-Spielfilm-Vormerker gekoppelt habe, kriege ich da dann auch direkt eine Mail, wenn es so weit ist.
Zweitens hatte ich nach dem Auslaufen der meisten US-Serien das Bedürfnis, unsere Fernsehzeitschrift mal ausführliche runter die Lupe zu nehmen und konnte da dann unserem Festplattenrekorder einige Daten nennen.
Und drittens, hatte sich Sky bei mir gemeldet, da mein Bundesliga-Vertrag mal wieder auslief. Und da die mir ein sehr gutes Angebot machten, hab ich nun also auch noch das Sky-Filmpaket, was die Ausschläge bei “Erstens” und “Zweitens” noch mehr werden lässt.
Und da das hohe Filmpensum also auch in Zukunft bestand haben wird (aktuell liegen noch knapp 30 Filme auf der Platte rum und wollen gesehen werden), führe ich hier mal wieder die monatliche Übersicht meiner Kurzkritiken ein, die man sonst links in der Sidebar oder auch in der Gesamtübersicht findet.

Und hier gibt es jetzt dann die ersten 6 Monate in der Übersicht, den Rest dann immer am Anfang jeden Monats (ich hab mir da auch mal ein bisserl was automatisiert, so dass meine Motivation nicht mehr so schnell sinkt. Bisher war das nämlich ein ganz schöner Akt, das hier so zusammenzustellen).
Fett gedruckte Filmtiteln bedeuten: “Hab ich im Kino gesehen” (steht aber meist auch im Text mit dabei).

Lügen macht erfinderisch (5/10)
Schade, schade, schade. Da hätte man so viel mehr draus machen können. Und warum muss “nicht lügen können” gleich “total unsensibel alles sagen, was man gerade denkt” bedeuten? Doof. Dass mit der Erfindung der Lüge dann auch gleich die Erfindung der Religion kommt, ist hingegen eine überzeugende Idee. Und auch so Kleinigkeiten, wie, dass es ohne Lügen auch keine Filme, keine Kunstwerke (nur Fotografien realer Gegenstände) und keine Werbung gibt) waren nett. Aber wie gesagt: Da wäre viel viel mehr drin gewesen

Micmacs – Uns gehört Paris! (7/10)
Kein neuer “Amelie”, aber trotzdem schön schräg und mit lustigen kleinen Einspielern (z.B. wie bekannte Leute merkwürdig gestorben sind), wie ich es mir erhofft hatte.

Salt (7/10)
Ich wusste vorher gar nichts über den Film, außer: “Die ist irgendwie eine Agentin”. Und das war eigentlich auch ganz gut so, denn so war ich dann echt ewig am rumrätseln, was denn da nun wirklich vorgeht. Dank meiner Lost-Erfahrung hab ich dann aber sehr schnell einen Twist durchschaut, was aber auch egal war. Insgesamt aber ein ganz netter Actionfilm.

Kick-Ass (9/10)
Na das ist doch mal ein netter Superheldenfilm. Ok, schon manchmal ziemlich brutal, aber hey: Ist ja schließlich eine Comicverfilmung. Und durch die Überzeichnung isses dann ja auch ok. Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt und freu mich schon auf den zweiten Teil.

Babys (9/10)
Hach… WIE süß!!!! Wirklich ein ganz ganz toller Film, sicher nicht nur für frische Eltern. Hätte nur gerne noch einen Audiokommentar gehabt (separat, so ganz ohne Text ist der Film schon super, nur ab und zu wären ein paar Infos doch nett gewesen, darum halt auf der DVD als Bonus-Tonspur, gibts aber leider nicht). Aber sonst: Hach….. Mein Liebling: Der Bruder vom Mangolen-Baby. Und dann das Baby aus Namibia. Hach…

TRON: Legacy (6/10)
Ich hab die ganze Zeit auf das lustige “Ja – Nein”-Bit gewartet. Allein darum war der Film schon doof. Dann sah der digitale junge Bridges vor allem am Anfang (am Bett vom Sohn) extrem unecht aus und von der Handlung will ich nicht reden. Aber nette Bilder. (Im Kino gesehen)

Black Swan (7/10)
Natalie Portman hat besser gespielt, als der Film gut ist. Teilweise war das ganze doch zu überzogen, so dass es eher albern und lächerlich wirkte (die sprechenden Bilder). (Im Kino gesehen)

Der Tag, an dem die Erde stillstand (2/10)
Puh, was für ein schlechter Schrott… Aber manchmal muss ich Frau Bü ja auch zeigen, dass ich Recht habe, wenn ich Filme nicht sehen will, weil ich aufgrund von Reviews überzeugt bin, dass die uns nicht gefallen werden. Hat funktioniert… PS: Was für eine subtil versteckte Moral in dem Film. Sehr subtil… Aua…

Cars (6/10)
Cars hatte mich nie gereizt, aber irgendwie ist so eine einzige Lücke in der “Pixar-Filme, die ich gesehen habe”-Auflistung doch auch blöd. Und schließlich ist es Pixar. Aber so wirklich der Bringer war der Film nun nicht. Die Story war altbekannt und daher zu 100% vorhersehbar, mit den Charakteren wurde ich nicht warm (Autos halt…) und auch die Dichte an “Erwachsenengags” (wie die “Käfer-Käfer”) war doch sehr gering, oder ich als Auto-Ignorant habe sie schlicht alle übersehen. Vermutlich wird also “Cars 2″ dann die einzige Lücke in meiner “Pixar-Filme, die ich gesehen habe”-Auflistung sein.

Lila, Lila (5/10)
Nix besonderes. Und das Ende hat mich am meisten geärgert. War von Anfang an abzusehen und ist richtig schlecht. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden professionellen Autoren.

Hellboy 2 – Die goldene Armee (6/10)
Viele phantasievolle Kreaturen, aber das war es leider auch schon. Schade

Dem Himmel so fern (5/10)
Hm… wurde mit dem Film nicht warm, hab ihn darum auch über einen längeren Zeitraum über mehrere Tage verteilt gesehen. Das sagt schon alles. Eigentlich ist er ja ganz toll gemacht. Musik, Farben, Kameraeinstellungen, Drehbuch: Alles schön auf 50er Jahre gemacht (nur die Thematik nicht). Nur das ist auch mein Kritikpunkt: Heutige Filme haben mehr “Pep”. Der hier wirkt wirklich wie ein uralter Schinken, der mich nicht fesseln konnte. Eigentlich schade, denn der Film ist wirklich gut gemacht.

Die Bucht (8/10)
Quasi wie “Sharkwater”, nur mit Delphinen statt Haien. Und besser gemacht, wenn ich Sharwater richtig im Kopf habe.

28 Weeks Later (7/10)
Das Militär stellt sich dann doch ein wenig zu dumm an, aber irgendwie musste es ja zum erneuten Ausbruch kommen. Trotzdem. Das hätte man auch intelligenter machen können. Sonst recht solide

Knight and Day (7/10)
Lustiger als ich dachte, hat Spaß gemacht.

Toy Story 3 (8/10)
Deutlich besser als der zweite Teil, aber nicht so traurig, wie ich in vielen Rezensionen gelesen hatte. Da hat “Oben” deutlich mehr auf die Tränendrüse gedrückt. Haben ihn direkt nach “Knight and Day” gesehen, da war der Kurzfilm “Day & Night” natürlich die perfekte Überleitung. Der war zwar nicht so gut wie andere Pixar-Kurzfilme, aber dafür mal was ganz ganz anderes und daher schön erfrischend.

The Fog of War: Eleven Lessons from the Life of Robert S. McNamara (7/10)
Ein 99er McNamara-Monolog, daher natürlich eine sehr subjektive und einseitige Dokumentation. Aber teilweise dafür sehr ehrlich, auch wenn er die Schuld für die Kriege trotzdem nicht bei sich suchen will.

Gran Torino (10/10)
Der Film stand lange auf meiner “will ich mal sehen”-Liste, aber irgendwie war ich nicht so ganz überzeugt (Frau Bü auch nicht), so dass er halt nie weit genug oben stand, um wirklich angesehen zu werden. Doch als er dann jetzt mal im TV lief, haben wir die Chance genutzt (wenn auch zeitversetzt, ich guckt TV fast nie nach deren Zeitvorgaben). Und was soll ich sagen: Holla! Ein ganz ein toller Film. Mal eine erfrischend direkte Erzählweise ohne langweilige Nebenplots, passend zur ebenso direkten Hauptperson. Mehr muss ich nicht sagen. Guckt ihn euch einfach selber an!

Rotes Kornfeld (4/10)
Ich würde mal sagen, dass ich den Film einfach nicht verstanden habe. Alles komisch. Und langatmig erzählt. Nicht mein Film…

Pontypool (8/10)
Mal ein ganz anderer Horror-Film. Im ersten Teil erlebt man das Geschehen nur aus der Sicht dreier Radioreporter, die in ihrem Studio sitzen, auf Nachrichten von Außen angewiesen sind und live berichten müssen, während sie langsam herauszufinden versuchen, was da draußen eigentlich lost ist. Gang klasse. Leider geht das so nur bis etwa zur Hälfte des Films, dann sank meine Begeisterung doch zusehend. Vor allem der arg abstruse Infektionsweg hat es mir da nicht leichter gemacht. Erste Hälfte: 10 Sterne, zweite Hälfte 6 Sterne. Macht dann im Mittel 8…

Into the Wild (9/10)
Einer dieser Filme, der nur über andere Blogs (in diesem Falle bullion) auf meine 2watch-Liste gekommen ist. Und der lobte in den höchsten Tönen. Darum einfach bei ihm nachlesen, ich hab da nichts hinzuzufügen. Wirklich ein sehr guter Film!

Krabat (6/10)
Ich habe als Kind / Jugendlicher wirklich viel gelesen. Richtig viel. Und eigentlich auch immer sehr schnell, nur “Krabat” war so ein Härtefall, weiß gar nicht, ob ich den wirklich durchgelesen habe, der hat mir nicht gefallen. Darum wollte ich damals auch nicht ins Kino (und, weil es ein deutscher Film ist). Frau Bü wollte ihn aber sehen und als er letztens dann im TV kam, hab ich halt mitgemacht. Und nein, wirklich gefallen hat mir die Story auch heute nicht. Fantasy ist nicht meins. Aber für nen deutschen Film, war er dann überraschend gut gemacht. Sah nicht so deutsch aus, wie ich befürchtet hatte…

Die Bourne Verschwörung (6/10)
Frau Bü und ich haben uns die komplette Bourne-Reihe gegeben, da wir den dritten Teil noch nicht gesehen hatten. Der erste und der letzte lief im TV, den zweiten haben wir uns dazu geliehen und dann einfach im Original geguckt. Und: Heieiei! Am Anfang dachte ich echt: Boah, ist das grottig synchronisiert. Keine Ahnung, ob bei den Aufnahmen alles nachsynchronisiert werden musste, oder ob die wirklich so reden, aber das war ja mal ganz billiges emotionsloses englisch… Später wurde es entweder besser, oder ich wurde abgestumpfter. Aber viel schlimmer als die deutsche Synchro war es am Anfang auf jeden Fall nicht… Zum Film selber: Bourne halt. Mir persönlich zu viele und zu lange Autoverfolgungsjagden

Das Bourne Ultimatum (7/10)
Der Kniff mit dem Ende aus dem zweiten Teil hat mich kurz etwas verwirrt, ist aber sehr fein gemacht. Der Dritte Teil ist besser als der Zweite, aber leicht schwächer als der Erste. Aber genau das, was man erwartet. Leider auch wieder zu viele Verfolgungsjagden…

Hostel (2/10)
Hui, was ein schlechter Film. Hatte ich vorher zwar auch schon so gelesen, aber irgendwie nicht ganz geglaubt, die Idee an sich fand ich eigentlich nicht schlecht. Der Film war es aber. Mehr Worte spar ich mir, lohnt nicht.

Pixelschatten (6/10)
Ein Film über einen Blogger. Musste ich natürlich sehen! Musste mich dann aber auch teilweise zwingen, ihn wirklich bis zum (vorhersagbaren) Ende zu schauen. Die Ideen waren teilweise aber nett (Teile der Handlung werden nur über das Kommentarsystem eines Blogs weitererzählt) und die Schauspieler waren auch in Ordnung. Alles in allem aber nix Besonderes

Scream 4 (8/10)
Klasse Fortsetzung zu der tollen Trilogie. Ich hab genau das bekommen, was ich erwartet habe (also das Gleiche, wie in den ersten drei Teilen, mit ner Menge Meta-Gags) und war dabei sehr sehr gut unterhalten. Allein mit der Eröffnungssequenz hatten sie mich schon überzeugt… (im Kino gesehen)

The International (5/10)
Endlich mal ein Film, der zeigt, wie langweilig Filme doch wären, wenn sich Ermittler immer an Regeln und Gesetze halten würden. Dumm nur, dass der Film dadurch eben genau das ist: Langweilig (zumal es auch noch um Finanzgeschäfte geht, was ja nun auch nicht den super Adrenalinkick bringt). Zumindest größtenteils. Bis dann irgendwann doch die Regeln gebrochen werden.

Radio Rock Revolution (6/10)
Da waren ja mehr bekannte Schauspieler dabei, als ich dachte (ich wollte ihn eigentlich nur wegen Bill Nighy, in der Hoffnung, dass er so ist wie in “Tatsächlich Liebe”) sehen. Und “It-Crowd”-Roy. Wohoo! Leider konnte der Funke dann aber doch nicht so Recht überspringen (obwohl ich es wirklich wollte), irgendwie plätscherte alles viel zu sehr dahin (die Versuche der lustigen Regierung, den Sender zu stoppen wurden immer innerhalb von Sekunden abgeblockt) und tangierte kaum. Aber immerhin gute Musik und damit auch gute Laune!

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (8/10)
Ob ihr es glaubt oder nicht: Ich habe noch keinen einzigen Alien-Film gesehen. Das soll nun restlos nachgeholt werden und so starteten wir traditionell mit dem ersten Teil. Klar merkt man ihm an, dass er schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat, aber wirklich stören tut das nicht. Ich gebe zu, dass ich ein wenig mehr erwartet habe, trage diese Hoffnung aber einfach zu den nächsten Teilen weiter…

Death Proof – Todsicher (7/10)
Ich empfehle das Review von Batzman bei den Filmfreunden (normalerweise stimmen seine Reviews mit meinem Ansichten fast nie auch nur ansatzweise überein, hier aber dann doch sehr). Haupt Kritikpunkte: Viel zu viel belangloses Gequatsche. Viel zu langer erster Teil, der damit endet, dass einem klar wird, dass das belanglose Gequatsche tatsächlich komplett überflüssig war. Dann nochmal das gleiche: Viel zu viel belangloses Gequatsche von anderen Tussen. Zu viel Fußfetisch. Und ein sehr abstruses Ende. Ich vergebe also wie Batz 3 Sterne, nur dass er eine Skala hat, die bis 10 geht, meine geht nur bis 5. Keine Ahnung, wie der nach seinem sehr treffenden Punkt noch auf eine so gute Bewertung kommt…

Der fremde Sohn (9/10)
Nicht gerade ein leichter Film für junge Eltern wie uns. Vor allem, wenn man nur eine grobe Ahnung von dem hat, was im Film passiert und auf einen brutalen Kinderschlächter nicht eingestellt ist. Trotzdem ein sehr guter Film, der klasse gespielt ist und extrem nahe geht.

Die Rotkäppchenverschwörung (7/10)
Die Optik ist ihrer Zeit zwar etwas hinterher (so dass ich fälschlicherweise davon ausging, es handelt sich um eine deutsche Produktion), sieht aber doch ganz knuffig aus. Dafür überzeugt der Film dann mit einer interessanten Kriminal-Story und einigen schönen Gags (die auch auf Ältere Zuschauer abzielen). Leider hab ich den Film auf Deutsch gesehen, was das ganze sicher um einiges schlechter gemacht hat. Sarah Kuttner find ich zwar eigentlich ganz toll, ihre Synchronsprecher-Qualitäten sind aber nicht wirklich vorhanden. Und Hans Werner-Olm als Oma muss ja nun echt nicht sein. Mensch! Einzig Max Raabe als Inspektor hat mir sehr gut gefallen..

Monster (8/10)
Wenn man sich Fotos von Charlize Theron und Christina Ricci anschaut, kann man sich nicht vorstellen, wie abturnend eine Sex-Szene zwischen den beiden sein kann. Aber sie kann es, denn in diesem Film sehen die beiden alles andere als hübsch aus. Ist aber auch keine hübsche Geschichte, sondern ein ganz schön dreckiger Sumpf, in den der Zuschauer da gezogen wird. Und versucht der Film anfangs noch so etwas wie Verständnis für die angehende Serienkillerin aufzubringen, ist davon am Ende nichts mehr übrig.

Source Code (7/10)
Frau Bü war einen Tag vorher drin und kam enttäuscht wieder nach Hause. Total unlogisch und hinten hätte man 5 Minuten vorher aufhören sollen. Mit dem Hintergrundwissen ging ich dann in den Film und fühlte mich gut unterhalten (ohne das Hintergrundwissen wäre ich auch enttäuscht worden). Der größte Fehler des Films: Er versucht zu erklären, wie der “Source Code” funktioniert. Diese Erklärung ist aber hochgradisch unlogisch. Hätten die es einfach nicht erklärt, wär alles in Ordnung gewesen… Und das Ende: Hätte ich nicht abgeschnitten, sondern einen Kompromiss gewählt.

In meinem Himmel (5/10)
Ein Film, der leider nicht wirklich weiß, was er sein soll. Der Anfang des Filmes ist ein erstklassiges Drama, das beim Zusammentreffen der 14jährigen Hauptdarstellerin mit ihrem Mörder (warum schauen wir eigentlich in letzter Zeit immer File mit Kindermördern?) den Höhepunkt erreicht. Und dann wird wild gemishct. Die Zwischenwelt (“ihr Himmel”) ist kitschigste (schlechte) Computergrafik, die selten (Ausnahme: Die Schiffe in den Flaschen an der Küste) an das rankommen, was man sich erhofft hat. Dann natürlich weiter Drama (was aber irgendwie im Wechsel mit dem bunten Himmel nicht mehr so zieht), Comedy (Susan Sarandon als Oma) und Krimi. Wirklich überzeugend ist dann kein Teil mehr (abgesehen vom Anfang, der einen als Eltern nur in einer “wie zur Hölle soll man sein Kind vor sowas schützen” zurücklässt), dafür zieht sich das ganze dann oft unerträglich in die Länge. Nein, muss man nicht wirklich gesehen haben…

Zombieland (8/10)
Der Anfang war mir ein wenig zu splattrig, am Ende haben sich die beiden sonst so cleveren Mädchen viel zu dumm angestellt, aber dazwischen habe ich sehr viel gelacht. Kommt nicht ganz an “Shaun of the dead” ran, aber schon ziemlich nahe. Und Bill Murray ist natürlich grandios!

Drachenzähmen leicht gemacht (7/10)
Erst hat mich der norddeutsche Akzent der Wikinger in der deutschen Synchro ganz schön verstört, so dass ich schnell auf die Originalspur gewechselt bin, wo es dann einen schottischen Akzent gab, den ich ja liebe (erst Recht, wenn er aus dem Mund von Craig Ferguson kommt, der hier ja auch eine Figur spricht). Dann war die englische Tonspur aber auf einmal kaputt und wir mussten zwangsläufig zurück und ich hab mich schweren Herzens dann sogar dran gewöhnt. Sonst ein schöner Film mit vielen bekannten Elementen, die aber trotzdem recht spannend zusammengebastelt sind.

 
bullion:

Danke fürs Verlinken!

Da hast du ja doch einiges gesehen. Da mit dem Kino kann ich übrigens gut nachvollziehen. War letztes Jahr auch nicht häufiger als 3-4 mal. Deine Eindrücke der meisten Filme decken sich so ziemlich mit meinen. Nur die beiden Pixar-Filme fand ich deutlich besser. Achja, “Alien” natürlich auch. Hier möchte ich dir noch Teil 2 ans Herz legen. Danach geht es dann leider Berg ab. Ich kann aber verstehen, dass man als Neuling noch nicht die Höchstwertung auspackt – es fehlen einfach Jahrzehnte der Nostalgie… ;)

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donvanone:

@bullion: Ach. Dafür, dass du meine Top-Anlaufstelle für Film-Empfehlungen bist (Quasi der Anti-Batzman), hast du dir auch mal den ein oder anderen Link verdient. Da verzeih ich dir auch, dass du mich dann tatsächlich zu “Hangover” gebracht hast. Ein kleiner Schandfleck in deiner Review-Karriere ;-)

Und zu Alien: Es ist vermutlich nicht nur die fehlende Nostalgie, sondern auch das Hinzukommen von vielen Jahren, in denen andere Menschen immer in Nostalgie über diesen Film schwärmen und dadurch eine viel zu hohe Erwartungshaltung aufgebaut wurde.

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yhm:

Bei 8/10 Punkten und dem Bill-Murray-Bonus sollte ich mir Zombieland dann morgen Abend beim Open Movie an der Uni West vielleicht doch ansehen. Und dann auch noch umsonst und draussen…

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donvanone:

@yhm: Aber… aber… was hab ich getan!? Der Spieleabend ist auch kostenlos (und nicht umsonst!)

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