Das Buch ohne Namen: Kapitel 1

20. Januar 2007 um 11:11 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

(Warum? Darum!)

5 Uhr morgens, wir sitzen endlich im Flugzeug und warten ,daß wir endlich starten. Keiner sagt etwas, dafür sind wir viel zu müde. Da wir schon um 3 Uhr von zu Hause losfahren mussten, haben wir uns überlegt, direkt durchzumachen. Also sind wir alle zu Effi (Felicia), um dort Party zu machen. Wurd aber nicht so richtig zur Party. Florian hat sich kaum eingekriegt, der hatte voll den Heulkrampf, weil der seine Effi nicht gehen lassen wollte. Sie war fast so weit, doch zu Hause zu bleiben, aber ein kleiner Schlag auf den Hinterkopf hat sie dann überzeugt. Dann war der Abend aber gelaufen, denn die Blutspritzer auf den Klamotten und dem Boden haben die Stimmung doch etwas getrübt und wir hatten ewig damit zu tun, die Wohnung wieder sauber zu bekommen. Effi nahm uns das ein bisschen übel und meinte, dass man auch vernünftig reden könne, statt gleich mit der Lava-Lampe loszuschlagen. Als Entschuldigung haben wir ihm aber auch Eis gebracht, mit der sie seine Wunde kühlen konnte. Florian ist dann gegangen, weil der nun absolut fertig war. Vielleicht besser so. Als dann wieder Ruhe einkehrte beschlossen wir, den flüssigen Wachs aus der Lava-Lampe ruhig in den Teppich einsickern zu lassen, der war eh zu heiß, um ihn wegzuwischen. Außerdem passte das entstandene Muster gut zur restlichen Einrichtung von Effis Zimmer. Und wenn erstmal das Zimmer mit ihrer Nebelmaschine zugenebelt ist, sieht man den Fleck sowieso nicht mehr.

Nun gingen wir wieder zur Tagesordnung über: Video gucken und Augen offen lassen. Das erste war noch relativ einfach. Wir entschieden uns für den wirklich guten Film „The Sixth Sense“, denn allerdings nicht jeder versteht… Mit dem Augen offen lassen war das aber nicht so einfach. Sabrina und Sebastian hatten sie die ganze Zeit zu, das lag aber daran, dass sie nur am rumknutschen waren. Dieses ständige Rumgeschmatze trug zwar nicht sonderlich zur Stimmung bei, war aber nichts gegen das penetrante Geschnarche von Susanne. Man bekam fast nichts mehr von Film mit. Links von mir wälzten sich mein Bruder und meine Ex-Freundin auf der Couch rum und links lag Susanne in den armen ihres Bastians und schnarchte so laut, dass noch in der Fußgängerzone von Köln ein in einem Schaufenster installiertes Akustikmessgerät eine Dezibelzahl in der Höhe eines startenden Jets anzeigte. Nun ja, vielleicht nicht ganz, aber es kam nahe dran. Dir Krönung des ganzen kommt aber noch, denn Susanne wachte urplötzlich auf, als die junge Oscar-Nominierung den Satz „Ich sehe tote Menschen“ sprach. Über diesen abrupten Eintritt in die bittere Realität erschrak sich Susanne dermaßen, dass sie das mit Bier gefüllte Glas, welches sich seit längerer Zeit in ihrer Hand befand, auf den Boden fallen ließ. Das Resultat war eine große Bierlache auf dem Boden, die ungefähr die Form eines schwangeren Hundes hatte, der beim Versuch gegen den Baum zu pinkeln auf die Seite gefallen war. Sogar Sabrina und Bastian ließen einen kurzen Augenblick voneinander um dieses Meisterwerk der perfektionierten Fleckmalerei zu beobachten. Aber nur einen Augenblick, dann waren sie wieder ganz in ihrem Element und man konnte kaum noch erkennen, welche Hand nun zu wem gehörte und was sie verdammt noch mal an genau dieser stelle zu suchen hat. Naja, zurück zu dem schwangeren Hund, der es sich auf Effis Boden bequem gemacht hatte: Effi wollt gerade ins Bad stürmen um Schrubber und Lappen zu besorgen, da fiel ihr etwas sehr merkwürdiges auf: Der schwangere Hund lag gar nicht auf dem Boden, sondern schwebte darüber. Wir alle lachten sie natürlich für diese schwachsinnige Bemerkung aus, dann sahen wir es auch. Der Hund fiel von seinem missglückten Pinkelversuch genau auf den vorher produzierten Lava-Lampen-Wachs-Fleck, der nun wie eine Lache von Fruchtwasser aussah. Dem Hund war bei dem Sturz wohl die Fruchtblase geplatzt und der Nachwuchs würde sich jetzt wohl viel zu früh zu Wort melden. Dieses Drama konnte nur durch die Vernichtung des Hundes verhindert werden. Und da er ja aus lecker-kühlem Bier bestand, knieten sich Effi, Bastian B., Sutsche und ich sofort um ihn herum und leckten ihn hinfort.

Inzwischen war der Film schon weiter fortgeschritten, ebenso Sabrina und mein Bruderherz und wir beschlossen, beides sofort zu beenden und uns auf den Weg zum Flughafen zu machen. Dafür hatten wir uns einen Kleinbus gemietet, so ein Flughafen-Shuttle-Unternehmen. Im Bus fielen dann fast allen die Augen zu, nur ich hielt tapfer bis zur Ankunft am Flughafen durch, dafür schlief ich dann dort sofort ein. Meine Freunde wollten mich aber nicht so auf dem Bürgersteig liegen lassen, ich könnte mich ja erkälten. Darum besorgten sie mir eine Decke und ich lag dann kuschelig warm vor dem Bürgersteig allen Leuten im Weg, bis Simon mich weckte und meinte, es wäre alles so weit erledigt, wir müssen jetzt zum Flieger. Mann, was das eine Arbeit wieder vom Boden aufzustehen, zum einen waren alle meine 5 Glieder eingeschlafen, zum anderen hatten sich noch 2 Penner neben mich gekuschelt, um auch an den Vorteilen einer warmen Wolldecke teilzuhaben. Irgendwann hab ich es dann aber doch geschafft und nun sitzen wir, wie gesagt, im Flieger und warten.

 
Schnitzel:

Oh, da war Blut. Ein wenig. Und wenn ich mir das knutschende Pärchen da so vorstelle auch etwas Action. Wie viele Teile kommen noch? *gähn* :D

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donvanone:

Nur noch einer. Dann muss ich mir was neues einfallen lassen, um meine Diplomarbeit zu überdecken…
Ihr habt es also bald geschafft ;-)

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