Mein Serienjahr 2016

06. Februar 2017 um 08:37 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Wie beim “Filmjahr 2016″ erwähnt, wird bei mir der Umschwung vom Film zur Serie immer stärker und Filme sind nur noch Lückenfüller, wenn mal gerade ne Serie vorbei ist und man ne kurze Verschnaufpause braucht, bevor man sich ins nächste Abenteuer stürzt.

Dieses Jahr waren dann auch zwei lange Abenteuer dabei. So hab ich mit “The Walking Dead” und “Gilmore Girls” zwei Serien mit je 6-7 Staffeln nachgeholt, die ich bisher verpasst hatte. Das allein waren dann schon über 130 Stunden. Und bei weitem noch nicht alles. Denkt man lieber nicht zu lange drüber nach..

Bevor es losgeht, aber noch ein Lob auf die heutige Medienlandschaft. Vor 9 Jahren war ich hier noch verzweifelt, weil es schier unmöglich war, zeitnah legal an US-Serien zu kommen, heutzutage ist das kein Problem mehr. Netflix hat bei Eigenproduktionen ein weltweites Startdatum, Sky bringt HBO-Serien mit wenigen Stunden Verzögerung auf Sendung (inzwischen auch unglaublich schnell mit deutscher Synchro, aber wer will die schon sehen? Dieses Video (Game of Thrones-Spoiler für Staffeln 2-6) macht das eigentlich recht deutlich…) und das meiste andere kriegt man (leider meist für zu viel Geld) bei Amazon. Und überall in Originalsprache. Endlich leben wir in der Welt, die ich mir damals gewünscht habe…

Darum hier erstmal ein Überblick über die diversen Anbieter, bei denen ich die Serien schaue, inkl. kurzer Einschätzung. Müsste ich mich für einen einzigen Anbieter entscheiden, wäre das sicher Netflix. Auch wenn der HBO-Verzicht sehr sehr schmerzen würde…

netflix
Anzahl Serien: 12 (davon gibt es 3 auch kostenpflichtig bei Amazon)
Notenschnitt: 7,25

Ja, ich bin ein Netflix-Junkie. Gerade was Serien angeht, kriegt man da einfach das beste Angebot. Viel mehr, als man eigentlich gucken kann, viel Exklusiv-Inhalte und darunter eben auch sehr viel gutes Zeug. Und noch dazu ist es auch noch am besten zu bedienen (egal ob am Rechner, oder vor allem über die PS3-Anwendung).

sky
Anzahl Serien: 5 (davon gibt es 3 auch kostenpflichtig bei Amazon)
Notenschnitt: 8,6

Eigentlich hatte ich Sky hauptsächlich wegen der Bundesliga. Da macht der HSV aber die letzten Jahre bekannterweise wenig Spaß. Dann war Sky Cinema ein guter Freund. Aber da hab ich das Gefühl, dass die guten Filme immer öfter nur noch über Sky Select buchbar sind (also Extrakosten) und nicht auf dem “zusatzkostenlosen” Cinema-Sender. Und da wir eh kaum noch Filme gucken, zieht das also auch nicht mehr.
Das einzige, was nun noch für Sky spricht, ist Sky Atlantic, wo die HBO-Serien sofort nach US-Ausstrahlung gezeigt werden (meist auch wahnsinnig schnell synchronisiert, was mir aber egal ist).
Aber dafür muss ich nicht das große Sky-Paket zahlen, daher ist Sky nun gekündigt und ich werde dann in den Monaten, in denen die HBO-Serien laufen das Sky-Ticket nutzen, welches monatlich kündbar ist und wohl auch ne PS3-Anwendung hat, die nur besser sein kann als das grottige Interface auf dem Sky-Receiver…

amazon_prime
Anzahl Serien: 3
Notenschnitt: 6,66

Amazon hab ich zweigeteilt. Das “Prime”-Logo ist bei den Serien, die man als Prime-Kunde “zusatzkostenlos” sehen kann. An dieser Stelle dann auch schnell ein kleiner Partnerlink, über dem man das ganze 30 Tage kostenlos testen kann. Da kann man dann schon die ein oder andere Serie sehem…

amazon_kostet
Anzahl Serien: 5 (plus 6, von denen ich je 3 lieber “kostenlos” bei Netflix und Sky gesehen habe)
Notenschnitt: 6,8

Und hier nun die Serien, für die man auch als Prime-Kunde nochmal ordentlich zur Kasse gebeten wird. Noch ein Grund, warum ich Netflix jederzeit Amazon vorziehen würde: Da bleibt es eben beim Grundpreis.

So, aber jetzt gehts ans Eingemachte. Hier nun alle von mir angeschauten Serien, sortiert von supidupi bis grottenschlecht (genreübergreifend. Da vergleiche ich also Äpfel mit Birnen, aber ich habs trotzdem in Reihenfolge gebracht. So bin ich…).
Bei den guten Serien hab ich ausführlicher kommentiert, je weiter es nach unten geht, desto kürzer fasse ich mich. Da will ich dann ja auch niemanden mehr überzeugen. Und ich geh auch nur selten darauf ein, worum es überhaupt geht, sondern belasse es bei einem “wie es mir gefallen hat”. Ich denke hier jetzt eh nur noch Leute mit, die ein gewisses Grundwissen haben…

Und los:

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Narrensprung Ulm

06. Februar 2017 um 00:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Vor vielen vielen Jahren war ich schon einmal beim Ulmer Narrensprung und war nicht ganz so begeistert, wie ich hier schon vor etlichen Jahren mal schrieb.

Dieses Jahr haben wir uns dann doch nochmal hinbegeben und jetzt sind wir wieder versöhnt. Ich vermute mal, weil wir diesmal wussten, was uns erwartet. Außerdem war das Wetter dann auch noch besser und wir hatten diesmal dann ja auch noch Kinder dabei.

Vor allem Tochtanone musste sich aber erstmal reingrooven, bis sie mit den teils doch recht schaurigen Masken warm wurde…

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Der Rekord-Umzug mit rund 8000 Teilnehmern aus dem schwäbisch-alemannischen Raum, der Schweiz, Lichtenstein und Österreich hatte insgesamt 157 Gruppen, die alle einen eigenen Spruch hatten, den es zu rufen galt. Das war uns dann aber doch zu viel (ging wohl 4 Stunden), so dass wir uns nur ca. 100 Gruppen aus dem Mittelteil ansahen.

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Mein Filmjahr 2016

03. Februar 2017 um 23:56 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Seit einigen Jahren gibts hier ja von mir zum Jahres”beginn” eine Auflistung der Filme, die ich im Vorjahr gesehen habe, inkl. Bewertung.
Und nachdem es schon im letzten Jahr “nicht mein Filmjahr” war, ging es auch in diesem Jahr nochmal weiter bergab mit der Anzahl an gesehenen Filmen (28 Stück, davon 4 im Kino).
Ich hab da mal nen Graph für euch. Mitte 2007 hab ich angefangen, auch die “Nicht-Kino”-Sichtungen zu dokumentieren, da hatte der Kino-Anteil aber auch noch deutlich dominiert (was nicht nur an “keine Kinder” lag, sondern auch daran, dass nebenher ich im Kino gearbeitet habe):

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Vor einem Jahr schrieb ich dann noch so halb-optimistisch: “Und wie fast jedes Jahr, nehme ich mir zu Jahresbeginn vor, wieder etwas mehr Filme zu schauen, was dann aufgrund der Serienpause auch meist einen kurzen Moment klappt. So hab ich dieses Jahr schon 5 Filme gesehen”.

Schaut man sich dann die monatliche Verteilung der Sichtungen an, sieht man, dass ich diesen Vorsatz auch 2 Monate durchhalten konnte, dann kam erstmal gar nichts mehr:

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Und nun kommen wir zum Grund für dieses Loch: Der Schwerpunkt hat sich einfach noch viel mehr von Filmen zu Serien verschoben. Ich hab das Gefühl, das Filmangebot by Sky wird immer schlechter (die guten Filme kommen irgendwie nur noch bei Sky Select, wo ich nicht einsehe, nochmal mehr zu zahlen), dafür werden die Serien immer besser (und Netflix lässt einem ja auch irgendwie keine Pause, da kommt nur immer noch mehr, was man unbedingt sehen muss…).

Im März waren es die zweiten Staffeln von Daredevil und Fargo, die den Filmkonsum gebremst haben. Und im April gab ich dann doch “The Walking Dead” ne Chance und schwups, gingen allein für die ersten 6 Staffeln bis Mitte Juni gut 55 Stunden drauf. Wann soll man da noch nen Film gucken? Von den fast 70 Stunden Gilmore-Girls-Bingewatching Ende des Jahres mal ganz zu schweigen…

Ihr merkt: Statt “Mein Filmjahr” müsste es hier eigentlich “mein Serienjahr” geben. Aber jetzt muss ich erst einmal die Tradition aufrecht erhalten und die Filme abarbeiten. In den nächsten Tagen dürft ihr euch dann noch über eine lange (dann auch komplett kommentierte, wenn auch teilweise nur kurz) Serienjahr-Liste freuen…

Hier fasse ich mich jetzt aber kurz und schiebe nur noch den letzten traditionellen Bewertungsschnitt rein

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Und nun die Liste der gesehenen Filme, wieder mit kleiner Filtermöglichkeit:

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Immer noch kalt und schön

08. Januar 2017 um 23:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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So, nachdem ich also vorgestern ganz alleine mit der Kamera am vereisten Teich war, überkam mich das schlechte Gewissen und ich bin gestern dann nochmal zusammen mit den Kindern hin. Und natürlich auch wieder mit der Kamera.

Und da hab ich dann auch mal nachgeholt, so richtige Detailfotos von den interessanten Eiskristallen auf der Eisfläche zu schießen. Das hatte ich am Tag davor vor lauter Sonnenuntergang ganz vergessen…

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Den Kindern hats auch sehr gefallen und ich musste schon sehr arg aufgrund meiner immer weiter einfrierenden Finger jammern, bis wir endlich wieder nach Hause gehen durften…

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Kalt und schön hier

06. Januar 2017 um 23:36 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Nachdem mir zu Ohren kam, dass unser Teich um die Ecke zugefroren war, machte ich mich mit dem Fotoapparat auf, um mir das mal genauer anzuschauen.
Gerade noch rechtzeitig, bevor das Licht aus gemacht wurde…

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Was man aufgrund der geringen Auflösung hier nicht wirklich sieht, ist die interessante “Körnung” auf der Eisfläche. Ich hab da mal ein Detail vorbereitet:

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Und nicht nur der Plessenteich war eingefroren, sondern auch der benachbarte Landgraben:

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Weihnachten mit Yuko und Mo

30. Dezember 2016 um 13:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest.
Bei uns stießen Yuko und Mo (von Mia and Me) dazu, die ihr erstes Weihnachten in der Menschenwelt feiern durften. Fanden sie auch ganz toll…

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Und jetzt bleibt mir nur noch, euch einen guten Rutsch ins Jahr 2017 zu wünschen!

Grüße aus der “Hauptstadt des Nebelreiches”

02. November 2016 um 22:38 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Wobei, eigentlich aus einem Ortsteil von Neu-”Hauptstadt des Nebelreiches”, aber wer nimmt es da schon so genau…

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Und auch wenn Wikipedia versucht diesen Titel halbherzig zu widerlegen (Messtation auf dem Berg… ach…): Es stimmt!

Dons Spielecheck – Spiel 2016

18. Oktober 2016 um 12:58 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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So, dann ist die Spielemesse in Essen auch schon wieder vorbei und die langjährigen Leser wissen, was das hier auf dem ansonsten recht leblosen Blog bedeutet. Genau: Es gibt einen ewig langen Artikel über die von mir gespielten Neuheiten. Was war gut, was war doof und warum hab ich ein eigentlich gutes Spiel nicht gekauft (sehr wichtig für mich, damit ich das in nem Jahr nochmal nachlesen kann, wenn ich überlege, was denn noch so auf meinen Wunschzettel könnte).
Ihr kennt das ja. Von 2015, 2014, 2011, 2000 (Teil 1, 2 und 3), 2008 oder 2006.

Links sieht man die diesjährige Ausbeute, wobei nur der obere Teil mir gehört (von oben nach unten): Level 8 (geschenkt bekommen), The Game Extreme, EXIT, Goths save the Queen (gewonnen), Panic Station (getauscht), Steam Park mit Erweiterung und Sonar.
Darunter dann die piele, die ich einem Spieleabend-Kollegen mitgebracht habe (auf meine Empfehlung hin, wir waren in regem Austausch): Boomtown Bandit, nochmal EXIT, IceCool, Ulm und Junk Art.
Mehr zu den Spielen dann gleich.

Panic Station habe ich über einen MathTrade von BoardGameGeek getauscht (da gibt jeder an, was er gerne loswerden möchte, wählt dann am Ende aus, was er dafür von den angebotenen Spielen alles hätte und dann wird berechnet, wie man Ringtausche machen kann, so dass möglichst viele zufrieden werden.
Kostenlos dazu gab es noch ein Wimmelbild-Spiel, denn vor der Messe musste man dann zum vereinbarten Treffpunkt seinen Tauschpartner finden:

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Und auch die Stadt Essen hatte in sich Zusammenarbeit mit der Messe ein kleines Spiel überlegt. So gab es vor der Messe eine lebensgroße Version des tollen Einpersonen-Logipuzzles “Rush Hour”. Am Freitagmorgen fand ich mich vor meinem sonst sehr sehr gut befahrbaren Lieblingsparkhaus im Level “6 zu 1 – Reißverschlussverfahren auf der Kreuzung):

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Hat eine gute Weile gedauert, bis ich die Lösung raus hatte.
Am Samstag waren die Parkplätze dann alle schon voll, obwohl ich noch früher da war, so dass ich außerhalb mit Park & Ride vorlieb nehmen musste. Samstag und Sonntag (da waren wir dann nochmal 10 Minuten früher da) war es dann kein Problem.
Aber sowas hab ich da noch nicht erlebt. Und das müsste jetzt mein 12. oder 13. Besuch der Spiel in Essen gewesen sein…

Aber es werden ja auch immer mehr Besucher, jedes Jahr neue Rekorde. Dieses Jahr wurde das Vorjahr mit 174.000 Besuchern nochmal um 7% getoppt.

So, das sollte an Einleitungsworten dann auch mal genügen. Die Brettspielbox hat eh schon alles wichtige zusammengeschrieben (inkl. schickem Trend-Graphen), also einfach da weiterlesen (und allen weiterführenden Links folgen. Nur nicht vergessen wieder zu kommen…)

Nun aber meine Sammlung an Spielen.
Ich hab mal alle wichtigen Daten mit zusammen getragen (hatte ich eh alle in einem Google-Spreadsheet stehen, war dann ein einfacher Export), inklusive Link zu Boardgamegeek, wo man dann wirklich alle weiteren Informationen findet (Fotos, Reviews, Videos, Diskussionsforen etc.), sowie einen Amazon-Partnerlink, falls es das Spiel dort gibt.
Als Anhaltspunkt noch einen realistischen Preis. Manche Spiele liegen bei Amazon gerade bei über 100€, das ist Quatsch und wieder so ein Bot, der Angebot und Nachfrage “clever” verrechnet. Aber das normalisiert sich schon wieder, war bei Pandemic Legacy auch so, als ich hier drüber geschrieben hatte…

Die Spiele sind von superduper bis grottig sortiert (nach meiner subjektiven Meinung, bei manchen Spielen habe ich auch noch ne Wertung meiner Mitspieler dabei, um die Aussagekraft etwas zu erhöhen), allerdings erst beginnend bei “Orctoberfest”. Davor kommen Spiele, die ich von der Messe mitgenommen habe, aber noch nicht spielen konnte. Da reiche ich dann eine Bewertung noch nach.
Und nun holt euch nen Kaffe, nen Tee oder ne heiße Schokolade und habt viel Spaß mit meinen Kurzkritiken:

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Pandemic Legacy – Season 1 (spoilerfrei) – Kennerspiel des Jahres (wenn nicht des Jahrzehnts…)

14. Juli 2016 um 08:53 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, ich hoffe mit dieser bauerfängerischen Überschrift habe ich euch nun alle eingefangen, denn heute kommt die beste Spieleempfehlung, die es je auf DonsTag gab: Pandemic Legacy. Und ACHTUNG, mindestens genauso wichtig: Auch wer bisher mit Brettspielen nichts anfangen konnte, sollte weiterlesen, denn Pandemic Legacy ist nicht wie die bisherigen Spiele, sondern anders. Was man allein schon an “Season 1″ und “spoilerfrei” erahnen kann. Alle Serienjunkies unter meinen Lesern: Weiterlesen!
Und alle, die das Spiel schon kennen: Bitte zumindest den letzten großen Absatz lesen, da gibts nen Link zu nem Beitrag mit Spoilern.

So, nachdem ihr das nun hoffentlich verstanden habt, kann ich mich wieder ein wenig beruhigen und erstmal gemütlich mit einem Bild anfangen:

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Aber worum geht es? Wie in dem Ursprungsspiel “Pandemie” (das ich euch hier schon einmal empfohlen hatte, heute sage ich aber: “Vergesst es, kauft auf jeden Fall Pandemic Legacy”), muss die Welt vor vier Viren gerettet werden, bevor sich diese immer weiter ausbreiten und die Menschheit auslöschen.

Den großen Unterschied zwischen Pandemic (das “Legacy” lasse ich ab jetzt auch mal weg) und “Pandemie” erkläre ich euch mal anhand von Fernsehserien (ich kenn doch meine Leser):

Das “normale” Pandemie-Spiel ist, wie alle gängigen Spiele ein reines Procedural, also wie “Law & Order”: Eine Folge hat einen abgeschlossen Handlungsbogen, ist spannend und unterhält. Aber egal was passiert, beider nächsten Folge ist alles wieder im Normalzustand (selbst wenn die Welt untergegangen ist, weil man gegen das Virus verloren hat). Man kann beliebig viele Folgen auslassen und merkt davon nichts.
Aber wie jeder weiß: Das sind nicht die tollen Serien (sorry an alle “Law & Order”, ich hab doch keine Ahnung, hab das nie gesehen). Viel besser ist “Breaking Bad” oder sowas, wo jede Folge aufeinander aufbaut, eine große Geschichte erzählt wird, jede Folge Auswirkungen auf die nächste hat und man es kaum erwarten kann, bis die nächste Folge kommt.

Und genau das ist “Pandemic Legacy” (bei “Fargo” sind wir noch nicht angekommen, man merkt also schon noch, dass es sich um einzelne Folgen mit eigenem Spannungsbogen handelt, es geht aber schon über “Axte X” hinaus, wo der übergreifende Handlungsbogen (zumindest am Anfang) nur eine kleinere Rolle spielte).
Hier spielt man das Spiel nicht nur einmal, packt es dann weg und spielt es irgendwann nochmal, mit der selben Ausgangsbasis. Nein, hier spielt man sich durch einen großen Handlungsbogen durch. Man spielt mindestens 12 Partien (die Monate Januar bis Dezember), wobei die erste Partie wie eine ganz normale Pandemie-Runde anfängt. Aber schon im Laufe des ersten Monats passieren Sachen, die den Spielablauf komplett abändern. Und so geht es über die Monate immer weiter. Durch den staffelübergreifenden Handlungsbogen wird das Spiel nach und nach immer komplexer und immer wieder anders. Aber es bleibt nicht bei immer neuen Elementen, sondern es ist auch noch so, dass sich alles, was man tut, auch auf nachfolgende Partien auswirkt. Kommt es in einer Stadt zu einem Ausbruch, steigt dort die Panikstufe, was durch einen Aufkleber auf dem Brett markiert wird. Und dieser bleibt dort für immer kleben (wird aber vermutlich irgendwann durch eine noch höhere Panikstufe überklebt, was (kein Spoiler) nicht wirklich gut ist…). Die Charaktere, die man spielt, können bestimmt Fähigkeiten erwerben, die dauerhaft bleiben, oder eben so lange, bis der Charakter zu viele Narben gesammelt hat und damit für immer aus dem Spiel ist.

In dem Fall wird die Charakter-Karte übrigens zerrissen. Ja, man zerreißt öfter mal Karten. Oder rubbelt irgendwas frei, klebt überall Aufkleber drauf, öffnet Boxen mit neuem Material, Klappen mit neuen Aufklebern und so weiter.

Das bedeutet dann auch: Hat man das Spiel einmal durchgespielt, kann man es danach wegwerfen, oder sich als Erinnerung an die Wand hängen.

Ich tendiere eher zu Zweiterem, denn eines kann ich euch garantieren: Pandemic Legacy ist sicher ein Spiel, an das man sich erinnern wird. Wie bei Serien, wo man mit anderen Fand darüber redet, wie man zum ersten Mal die “Red Wedding” verarbeitet hat, tauscht man sich hier mit anderen Pandemic-Spielern aus, wie man z.B. den September erlebt hat. Oder dieser eine Moment, wo auf einmal alles von einer einzigen Karte abhing…
Hier geht es wirklich um das “Erlebnis” und das funktioniert einwandfrei. Auch das “Binge-Watching” von Serien kann man übertragen. “Binge Gaming”. Wenn man unbedingt die nächste Partie spielen muss, weil man wissen will. wie sich das ganze weiter entwickelt.

Und eben darum ist das hier dann auch das erste Spiel, wo man im Netz sowas wie “Spoiler-Tags” findet. Denn dieses Erlebnis will man sich ja nicht kaputt machen lassen. Und eben darum kann ich euch auch nicht so viel über das Spiel an sich erzählen.
Ich musste ja schon beim Foto oben tierisch aufpassen, dass da nix zu sehen ist, was man nicht schon aus den Basisregeln kennt (ist natürlich schief gegangen, gerade rechtzeitig hab ich noch was entdeckt und rausretuschiert…).
Daher kriegt ihr von mir hier nur ein wenig ungefilterte Lobhudelei, um euch hoffentlich irgendwie davon zu überzeugen, euch das Spiel zu kaufen, im Idealfall drei Mitspieler zu finden (zu zweit geht es wohl auch) und euch dann die nächsten Wochen im Terminkalender zu blocken, um das Spiel durchzuspielen.

Wie schon erwähnt, gibt es mindestens 12 Partien. Schafft man mal einen Monat nicht, spielt man diesen ein zweites Mal, danach kommt auf jeden Fall der nächste Monat dran. Macht also im Maximum 24 Partien. Wir haben 16 gebraucht, was glaub gar nicht so schlecht ist.

In der Spieleszene gab es merkwürdigerweise Kritiken, dass man das ja “nur” 12-24 Mal spielen könne und dann quasi Müll wäre. Das kann ich allerdings gar nicht nachvollziehen, denn zum Einen geht es hier eben um das Erlebnis (und teilt man den Anschaffungspreis mal durch die Anzahl der Spieler und die Anzahl der Stunden (eine Partie hat bei uns so 1-3 Stunden gedauert), so ist das im Vergleich zum KIno eine sehr günstige Unterhaltung). Und zum anderen: Wie oft spielt man denn die anderen Spiele, die man so hat?
Da ich seit Dezember 2004 über unsere Spieleabende akribisch Buch führen, kann ich diese Frage ziemlich gut beantworten: Von über 250 Spielen haben wir in diesen 11,5 Jahren nur 4 Spiele öfter gespielt, als wir Pandemic Legacy innerhalb von einem halben Jahr (so lange haben wir gebraucht, die Terminfindung war nicht immer einfach) gespielt haben. Wen es interessiert: Es handelt sich um “Geschenkt” (absolute Empfehlung, das beste “Absackerspiel”. Sollte jeder besitzen), “Das Spiel” (mehr ein Lückenfüller bei uns, darum der hohe Wert, würde ich nur bedingt empfehlen), “Gambit 7″ (sehr kurzweiliges Wissens Schätz-Spiel, auch sehr zu empfehlen) und “Codenames” (das wird am Montag ziemlich sicher zum Spiel des Jahres gekürt, dazu hatte ich hier schon kurz was geschrieben und empfehle das vielleicht auch nochmal ausführlicher).
Bei normalen Leuten, die nur 4-5 Spiele besitzen, mag das natürlich anders aussehen.
Ich würde es aber trotzdem genau andersrum formulieren: Dadurch, dass man 12-24 Partien spielen muss (und auch unbedingt will), spielt man es vermutlich öfter, als die meisten anderen Spiele, die man so hat, wodurch der Preis absolut gerechtfertigt ist.

Und damit es auch der letzte verstanden habt: Kauft jetzt dieses Spielt, spielt es und dankt mir!

Und während ihr es spielt, besucht ihr am Besten immer mal wieder diese fantastische FAQ (mit Spoilertags), um Fragen, die während des Spielverlaufs aufkommen schnell und einfach zu klären. Haben wir öfter mal gebraucht.

Noch kurz zur Überschrift:
“Season 1″ steht so tatsächlich auf der Packung, was den höchst erfreulichen Subtext beinhaltet, dass es eine zweite Staffel geben wird, die ich natürlich kaum erwarten kann. Leider wird das aber noch ein wenig dauern, irgendwann hatte ich mal was von “frühestens 2017″ gelesen, bin gerade aber zu faul zum Suchen.
Und nein, die Auszeichnung “Kennerspiel des Jahres” hat Pandemic (noch) nicht bekommen. Die Vergabe findet nämlich erst jetzt am Montag (18.7.) statt. Pandemic ist einer der drei Nominierten und ich bin mir ziemlich sicher, dass Pandemic dann als Sieger aus dem Rennen gehen wird. Auch ohne die anderen Spiele gespielt zu haben (T.I.M.E Stories steht aber schon im Regal, auch hier haben wir das “kann man nur einmal spielen” und “man muss mit der Gruppe ein paar Termine ausmachen”-Phänomen. Soll auch sehr gut sein, ich bin schon sehr gespannt, bitte keine Spoiler. Eigener Beitrag könnte dann ggf. auch noch kommen).

Und für alle, die Pandemic schon gespielt haben, oder für euch andere, wenn ihr es dann in ein paar Wochen auch geschafft hab, hab ich hier noch einen “versteckten” Beitrag, der nicht-spoilerfreie Kritik enthält und wo ich ein wenig von unserem Spiel erzähle. Denn das erlebe ich hier eben auch zum Ersten Mal: Dass man sich dafür interessiert, wie andere Spiele das Spiel gespielt haben (ich hab auf YouTube auch teilweise Aufzeichnungen von anderen Partien angeschaut. Also zumindest die Stellen, wo es “interessant” wurde und ich die Reaktionen der Spieler sehen wollte…) und sich austauschen möchte. Unter dem Beitrag kann man dann auch voller Spoiler kommentieren, Hier bitte spoilerfrei bleiben, sonst muss ich zensieren.

Ach: Kaufen! (Ja, Partnerlink (wie alle im Artikel), aber darum gehts mir nicht. Ich will euch was Gutes. Echt!)
(und ach: Ob “blau” oder “rot” ist egal, der einzige Unterschied ist die Schachtel).
Update: Die 90€, die Amazon gerade will sind natürlich Humbug. Ich lass die Links mal drin, denke der Preis wird wieder nach unten gehen, wenn die nächste Palette da ankommt (mit grauem Pöppel drauf), sonst einfach meinen zweiten Kommentar angucken. Für 50€ sollte es auf jeden Fall zu haben sein, offenbar sind sogar 40 möglich.

Dino-Kindergeburtstagskuchen (plus ein wenig mehr)

11. Mai 2016 um 22:36 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Es wird mal wieder Zeit für nen Kindergeburtstagskuchen:

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Klar war schon seit vielen vielen Monaten, dass es eine Dino-Party geben würde. Und ursprünglich sollte der Kuchen dann auch ein Dino werden, das hab ich dann aber wegen “zu viel Aufwand und zu wenig Würdigung” wieder verworfen und mich dem deutlich leichteren Projekt “Vulkan” gewidmet.

Und da die Kinder erfahrungsgemäß eh kaum was von dem Kuchen essen, hatte ich keinerlei Interesse daran, den Vulkan aus zig Kuchen zusammenzubauen, die dann alle nicht gegessen werden. Das Ziel war: Möglichst wenig Aufwand und trotzdem noch genug Effekt. Denn mehr wissen die eh noch nicht zu würdigen.
Und so kam ich dann auf die Idee, gar keinen wirklichen Kuchen zu backen, sondern die erst sehr klebrige und dann feste und stabile Masse der Schoko-Popcorn-Riegel zu verwenden.

Also hab ich ein paar Schüssel übereinander gestapelt…

vulkankuchen_alubasis

… und da drüber wollte ich dann die Masse pappen.
Schon nach wenigen Sekunden verfluchte ich mich dann auch schon für diesen Plan, denn das “sehr klebrig” bezog sich natürlich nur auf meine Hände und nicht auf die ordentlich eingefettete Alufolie. Also die Hände mit noch viel mehr Butter überziehen, Augen zu und durch:

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Hielt dann tatsächlich sehr gut, die Schüsseln ließ ich dann aber doch drunter. Eigentlich wollte ich die weider raus nehmen, in der Vermutung, dass die hohle Popcornmasse von alleine tragen würde. Glaube ich auch immer noch, aber inzwischen klebte das ganze dann doch auch recht gut an der Alufolie, so dass mir das zu riskant war.

Und um das “eigentlich”-Motto fortzusetzen: Eigentlich hätte ich dann gerne noch Trockeneis gehabt, das pünktlich zur Feier im Vulkan gelandet wäre, um schönen Nebel aus dem Vulkan wabern zu lassen. Hab ich aber nirgends bekommen und so musste dann neben der Popcornmaschine auch noch meine Zuckerwattenmaschine herhalten. Mit dem Ergebnis war ich dann aber auch sehr zufrieden:

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Kleiner Tipp: Die Zuckerwatte möglichst frisch reinstecken, denn schon nach so ner Stunde ist die ordentlich zusammengeschrumpft. Hätte ich nicht gedacht…

Und dann haben wir da noch die “Explosionen”, die ich mir aus fein gemahlenen Hustenbonbons zusammengebaut habe:

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Das ganze so für 15-30 Sekunden (einfach zugucken) in den heißen Backofengrill und schwups, fertig:

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Ich hab immer so 2-3 Mal “nachstreuen” müssen, bis das ganze dick genug war (und vor allem der Zahnstocher fest umschlossen war), aber da das so schnell geht, ist das ja kein Problem…

Als ich am Geburtstag dann noch wegen was ganz anderem durch ein Geschäft schlenderte, fielen mir auf einmal Tortenfontänen in die Hand und schwups, hatten wir dann auch noch einen Vulkanausbruch, der für große Augen sorgte:

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Die Dinosaurier und Knochen hatte ich mir aus Sohnvanones Kinderzimmer “geborgt”, der Baum im Hintergrund ist einer Mini-Ananas entwachsen:

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Als Beigabe gab es dann noch Mini-Paprika-Dinoköpfe:

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Und um noch kurz zu den Spielen zu kommen: Wir haben für jeden Gast einen “Dino-Experten”-Ausweis/Laufzettel vorbereitet, bei dem für die Bewältigung von 4 Dinospezifischen Spielen je ein Stempel verdient werden musste. Als Auszeichnung gab es dann einen Dino-Kops-Gipsabdruck.

dinoexperte

Dazu von jedem Kind ein auf der Party geschossenes Foto, wofür ich eine Fotowand vorbereitet hatte:

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Die war so “eigentlich” gar nicht geplant, sondern nur ein “Abfallprodukt” von der Ballwurfwand für “Dino füttern”:

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Und weil ich im letzten Jahr etwas nachlässig war, hier noch die zwei Kuchen aus dem Vorjahr, eine Schatztruhe und eine bunte “3″:

schatztruhe

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