
Es wird mal wieder Zeit für einen Beitrag zur “braune Schilder”-Tour (BST).
Aber fangen wir erstmal mit dem Bild da oben an. Das stammt nämlich nicht von dem Tag, an dem wir die Tour gemacht haben, sondern ist schon vor längerer Zeit auf Vorrat aufgenommen worden, daher die andere Jahres- und Tageszeit.
Aber was sieht man da? Nicht irgendein braunes Schild (bzw. Unterrichtungstafel), sondern das erste seiner Art, welches (laut diesem SpOn-Artikel) 1984 aufgestellt wurde. Der Ursprung dieser Tour also. Wow.
Und bevor ich euch erzähle, warum es uns genau da hin getrieben hat, erstmal ein paar Eindrücke von der Burg Teck und dem Weg dahin (vom Parkplatz zur Burg sind es nochmal ca. 1km Fußweg den Berg hoch, gut, dass wir mit Feuer und Glühwein empfangen wurden):

Diesen Weg nimmt man zu solch dunkler Stunde (bei Sonnenschein hat man da sicher eine super Aussicht) natürlich nicht ohne Grund auf sich und so war es auch bei uns. Angelockt wurden wir von lecker Essen in mittelalterlichem Flair. Nennt sich dann “Teckburger Tafeley” und stand bei uns schon seit 2 Jahren auf der ToDO-Liste. Kurz vor Weihnachten hat es dann jetzt endlich geklappt und so trafen wir uns dort mit 4 Freunden zum mittelalterlichen Mahl.
Zum Glück hatte jeder Kerl auch ein Weib mitgebracht, denn wie es im Mittelalter so üblich war (wenn die Frauen denn mit an den Tisch durften), war es die Pflicht der Frau, den Mann zu bedienen und ihm immer zuerst das beste Stück zu geben und darauf zu achten, dass sein Glas nie leer würde. Weitere Ess- und Benimmregeln (immer einen Rest für die Armen lassen, nie allein trinken etc.) findet ihr unter obigem Link. Wurden sie nicht eingehalten (oder klingelte gar ein Handy), wurde der Übeltäter zur Freude der anderen Anwesen mit der Schandgeige zur Rechenschaft gezogen.
Doch bevor es überhaupt ans Essen ging, mussten erstmal die Hände im Wasserbecken gewaschen werden (schließlich wurde nur mit Händen und Stilett (wohoo!) gegessen), ein Tuch umgebunden und lecker Met aus dem Horn getrunken werden. Zwischen den Gängen (die sehr sehr lecker waren) gab es dann immer mal wieder unterhaltsame Musik und Humor im mittelalterlichen Stil. Brachte eine super Stimmung ein, so dass oft der ganze Saal mitgesungen hatte.

Einziges Manko: Die Getränkepreise waren verdammt hoch, so dass ich mir nicht sicher war, ob die “Reste für die Armen” am Ende nicht doch wieder an uns verteilt werden…
Alles in allem aber ein wunderschöner Abend in ausgelassener Stimmung und mit lecker Essen. Kann in nur empfehlen und ich kann mir gut vorstellen, dass wir da nicht zum letzten Mal waren. Und bei Tageslicht müssen wir die Burg dann ja auch mal noch besuchen…
Alle Beiträge der Reihe 'Die "braune- Schilder"-Tour'
- Einleitung: Die “braune Schilder”-Tour
- BST 1: Schlossgarten Schwetzingen, A6
- BST 2: Altstadt Bietigheim, A81
- BST 3: Dom zu Speyer, A61
- BST 4: Blautopf Blaubeuren, A8
- BST 5: Ulmer Münster, A8
- BST 6: Eselsburger Tal, A7
- BST 7: Münster, Rathaus des Westfälischen Friedens, A1
- BST 10: Burgruine Weibertreu, A81
- BST 11: Burg Teck, A8


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