Einmal im Monat, so ist zumindest der Plan, findet unser Team-Stammtisch statt. Dazu wird immer ein Depp Freiwilliger bestimmt, der ein Restaurant aussucht und für uns einen Tisch vorbestellt. Unser Stammtisch findet immer montags statt, da montags normalerweise alle Mitarbeiter des Teams anwesend sind, da vormittags oft die verpflichtende Team-Reko stattfindet. Sonst streunern wir ja in der ganzen Weltgeschichte im Süddeutschen Raum herum.
Letzte Woche hat dieser Stammtisch mal wieder stattgefunden und unser Freiwilliger hat diesesmal einen Tisch im Restaurant “ Goldener Bock” (Restaurantführer S. 58) reserviert. Ein rustikales, eher feines Restaurant. Die Speisekarte zur Zeit natürlich voll von Spargel-Köstlichkeiten. Für mich Salat-Fresser hätte es aber nur Beilagensalate oder Vorspeisenportionen gegeben. Das gab einen großen Punktabzug. Allerdings fand ich etwas anderes auf der Karte: “Brezelsoufflé”. Ich liebe Brezeln (so wie so ziemlich alle Teig-Backwaren) und war total begeistert. Nur den Schweinerücken wollte ich dazu nicht, sondern lieber eine Spargel-Köstlichkeit. Und wo der Kunde König ist… und angeblich auch Beilagen ändern kann… bekommt man doch bei der Bestellung direkt vorgeworfen: “Das passt aber überhaupt nicht zusammen!”.
Bitte? Wo leben wir denn? Wenn ich eine Wilde Spargel-Schnitzel-Bretzelsoufflé Kombination bestelle dann will ich nur ein “Natürlich, das geht in Ordnung” hören und nicht was für ein Ess-Kunst-Banause ich bin!! MEGA-MEGA Punktabzug.
Als das Essen dann kam war allen schnell klar, warum man mir abgeraten hatte: Das Brezelsoufflé stellte sich als stinknormaler dafür seltsam geformter Semmelknödel heraus. Zu dem trockenen Schnitzel und den trockenen Spargeln zu denen nur zerlassene Butter gereicht wurde wirklich unpassend. Da kann ich mir ja gleich daheim ein Butterbrotschmieren! Hätten dir mir ja auch sagen können, dass das nicht zusammen passt. ;)
Brezelsoufflé
14. Mai 2008 um 12:53 von Frau Bü | Kommentar abgeben | TrackbackÄhnliche Beiträge:
Madonha:
Mai 14th, 2008 at 21:39
Guck mal Frau Bü, hab ich für dich gesucht und gefunden.Das müsste doch sehr deinem Geschmack entgegen kommen. -und. Du kannst es selbst machen!
Ich werde es sicherlich auch einmal versuchen.
Brezenauflauf mit Spargel-Vinaigrette (4 Pers.)
Füllung:
2 alte Brezenstangen
4 EL Öl
30 g Butter
60 g Lauch (das Weiße)
1 o. 2 Lauchzwiebeln
60 g Champignons
Salz, Pfeffer
Füllung:
Brezenstangen in sehr dünne Scheiben schneiden, im Öl mit 10 g Butter beidseitig goldbraun braten, auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Lauch u. Lauchzwiebeln in feine Scheiben schneiden, Champignons halbieren u. in dünne Scheiben schneiden u. in restl. Butter bei milder Hitze 2 Min. anschwitzen, salzen u. pfeffern.
Eierguss:
100 ml Milch
100 ml Sahne
1 Ei
1 Eigelb
Salz, Pfeffer
1 Prise Muskat
Eierguss:
Milch, Sahne, Ei u. Eigelb gut verrühren, passieren, mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen.
4 Souffleförmchen (150 ml) o. Kaffeetassen leicht buttern.
Abwechselnd Brezenscheiben u. Füllung einschichten, mit Brezenschicht abschließen.
Mit etwas Eierguss begießen, Füllung leicht andrücken u. so viel Guss zugeben, bis die Füllung vollkommen bedeckt ist.
Im Ofen bei 160° C ca. 15 – 20 Min. backen.
Spargel-Vinaigrette:
1 Schalotte
250 g weißer Spargel
250 g grüner Spargel
20 g Butter
Salz, Pfeffer
1 Prise Muskat
200 ml Gemüsebrühe
2 – 3 EL Weißweinessig
1 Prise Zucker
1 TL scharfer Senf
4 EL Olivenöl
1 EL frische u. grob geschnittene Estragonblätter
Vinaigrette:
Schalotte halbieren, klein würfeln.
Weißen Spargel schälen, grünen Spargel nur im unteren 1/3 schälen, holzige Enden abschneiden u. schräg in dünne Scheiben schneiden.
Spargelköpfe nur halbieren.
Spargel u. Schalottenwürfel bei milder Hitze mit der Butter 2 – 3 Min. anschwitzen, mit Salz, Pfeffer, Muskat würzen u. mit Brühe ablöschen.
Spargel darin bei milder Hitze bissfest garen, Sud passieren u. auffangen.
Spargelsud mit Essig, etwas Salz, Zucker, Senf u. Öl mit Stabmixer gut verrühren.
Spargelscheiben u. Vinaigrette vermischen, Estragon zugeben, abschmecken u. kurz marinieren.
Brezenaufläufe kurz abkühlen, Rand vorsichtig mit Messer lösen, noch heiß stürzen u. mit Spargelvinaigrette servieren.
Dazu: gemischter Salat
Frau Bü:
Mai 15th, 2008 at 08:50
Ui das klingt ja sehr lecker!! Wird nächste Woche direkt ausprobiert… aber muss man wirklich alte Brezen nehmen? Ich weiß nicht, ob ich es übers Herz bzw. den Magen bringe die alt werden zu lassen… ;)
antworten
Madonha:
Mai 15th, 2008 at 19:56
Da ich dieses Rezept ja selbst auch noch nicht ausprobiert habe, kann ich nicht aus Erfahrung sprechen. Allerdings könnte ich mir denken, dass das mit frischen Brezenstangen eher noch beser schmeckt. Aber bei den Unmengen, die du immer verschlingst, bräuchtest du doch einfach nur
3 Stangen kaufen, um 2 alt werden zu lassen! *hihi
Ro(ke):
Mai 16th, 2008 at 10:32
ui, das klinkt echt lecker! Kommt’ gleich mal in den Ordner – unbekannte Rezepte (muss noch getestet und für gut befunden werden).
Na toll – jetzt hab’ ich Hunger!
antworten
Mai 29th, 2008 at 16:39 delete_comment_link(get_comment_ID());
[...] uns Madonha ein eigens recherchiertes Brezelsoufflé Rezept zukommen gelassen hat und dieses auch noch mit Spargeln zu tun hat haben wir uns bemüht noch in der [...]
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