Ihr merkt es an der Überschrift: Hier handelt es sich mal wieder um einen bezahlten Beitrag. Darum hier der übliche Disclaimer:
Dieser Beitrag wird von BlogPay gesponsored. Ich bekomme also Geld (80 €) dafür, hier einen Produkttest zu veröffentlichen. Es handelt sich bei dem Beitrag um meine eigene persönliche Meinung. Finde ich ein Produkt schlecht, werde ich das auch so schreiben.
Und diesmal wird dieser Fall auch eintreffen, denn die Zeitschrift “BlogInside” (die man hier kostenlos als pdf downloaden kann) konnte mich überhaupt nicht überzeugen.
Aber ich fange mal ganz von vorne an: Als ich gehört hab, dass es eine Zeitschrift für Blogger geben sollte, hab ich das erstmal für nen schlechten Scherz gehalten, passt es doch irgendwie nicht zusammen. Blogger leben nun mal im Internet, was brauchen die dann noch was gedrucktes?
Dann wuchs in mir aber die Meinung, dass das doch ganz interessant sein könnte. Was gedrucktes ist galt schon was ganz anderes. Ich informiere mich viel über Brettspiele im Internet, habe aber trotzdem noch eine Spielezeitschrift abonniert (es waren zwischenzeitlich sogar mal zwei). Meist ist es da ausführlicher, anspruchvoller und auch ansprechender dargestellt. Außerdem gibts halt noch den Blick aus anderen Perspektiven, als ich ihn im Internet finde. Und wenn das auf eine Blog-Zeitschrift übertragen werden könnte, dann würde mir das bestimmt auch gefallen. So könnte man zum Beispiel einen objektiven Artikel über eine momentane Diskussion in der Blogosphere anbringen und das ganze mit verschiedenen Stellungsnahmen (oder Blogzitaten) von Bloggern anreichern. Oder was auch immer. Mir fällt gerade nicht wirklich was ein, was das denn sein könnte, was es so im Netz noch nicht gibt, aber das würde mich auch nicht so stören, wenn es das irgendwo im Netz geben würde. Denn zum einen kenne ich ja auch nicht alles, was da irgendwo steht und zum anderen ist so eine Lektüre für unterwegs auch ganz nett, hab ja auch keinen Laptop…
Aber. Aber, aber, aber. Die “BlogInside” bietet nichts von alledem, was ich mir gewünscht hätte.
Widmen wir uns zunächst dem Adjektiv “ausführlicher”: Ist einfach nicht. BlogInside fängt an mit diesem Interview auf dem interview-blog mit dem BlogPay- und BlogInside-Macher Max Klinger an. Der nächste Artikel fällt unter die Rubrik “Schön geschrieben”, in der gute Artikel aus anderen Blogs veröffentlicht werden. Diesmal ist es dieser Artikel von Martin Oetting (in dem übrigens auch wieder das Wort BlogPay fällt, wenn auch nur zur Einleitung). Und da in der Printausgabe die Links verloren gegangen sind, trifft das “ausführlicher” hier nur auf den Originalartikel zu.
An dem nächsten Beitrag, einem Podcast-Workshop möchte ich nun mal zeigen, warum auch “ansprechender” auf BlogInside nicht zutrifft:

Das Layout der Zeitschrift als “schlecht” zu bezeichnen fände ich noch untertrieben, ich würde es eher “nicht vorhanden” nennen. Alle Texte sind in dieser Schrift geschrieben, die Größe variiert nie (auch bei der Überschrift nicht, die ist unterstrichen), ab und an wurde mal kursiv oder fett geschrieben. Die Auflistung oben im Screenshot sind nicht ausgerichtet, auch das Inhaltsverzeichnis hängt ähnlich in der Luft. Witzig finde ich den Hinweis unten, dass es auf der nächsten Seite weitergehen würde. Was bitte soll das denn? Wissen Blogger nicht, wie man Zeitschriften bedient?
Aber zurück zum “Layout”: Die einzelnen Beiträge wechseln munter im Flatter- oder Blocksatz und sehen halt wirklich nach überhaupt nix aus. Auf Grafik wurde fast vollständig verzichtet, nur das Titelbild zeigt ein eher unpassendes Bild und der für Blogger wahrscheinlich ziemlich unnütze “Wie richte ich WordPress ein”-Workshop ist auch bebildert. Aber da gab es die Bilder halt auch im Original-Workshop von Tommy Holiday.
Und gerade, wo in der Bloggerszene so viele (oder kommt mir das nur so vor?) Design-Fuzzies rumlaufen, kann man sowas echt nicht bringen. Wenn man mich für ein Printmedium begeistern will, obwohl ich den Inhalt fast zu 100% auch im Netz finde, dann muss doch die Optik deutlich besser sein. Es muss doch Spaß machen in das Heft zu gucken und nicht weh tun.
Kommen wir dann also noch zum Inhalt, der sich sonst nicht im Netz finden lässt. Dazu gehört wohl der Podcast-Artikel (der laut Heft auch auf der BlogInside-Seite online verfügbar sein sol, da ist außer einem “Folgt” aber nix zu finden) und die Preisverleihung des Blog-Awards von BlogPay. Auch hier gibt es keine Bilder (Screenshots von den Blogs), dafür Tipps, wie man die Seite besser machen könnte. Witzig finde ich den Vorschlag an BlogBrother (dritter Platz): “Die Navigation erscheint mir unübersichtlich und schlecht strukturiert.”
Kann ich so nur zurückgeben: BlogInside scheint mir ohne eigenen Inhalt und sehr schlecht strukturiert. Und statt einer Zeitschrift über Blogs, verkommt es mehr zu einem Werbeblättchen für BlogPay (da muss man sich übrigens anmelden, um sich für den Award nominieren zu können).
BlogPay selber ist übrigens auch ähnlich unstrukturiert aufgebaut, eigentlich wäre dieser Artikel hier gar nicht möglich gewesen, da ich mich bei BlogPay eigentlich längst wieder abgemeldet haben wollte, aber den dafür nötigen Button auf der Seite einfach nicht finden konnte (der BlogPay-Service hat mir den Weg dahin auf Anfrage dann sehr schnell erklärt, dann war ich aber doch zu faul das auch zu tun). Und da ich gebeten wurde, in diesem Artikel auch noch kurz auf BlogPay einzugehen, will ich euch auch noch darlegen, warum ich mich da denn wieder abmelden wollte: Ein Grund ist sicher das Erscheinungsbild der Seite. Ich hab mich da einfach überhaupt nicht zurecht gefunden und für die einfachsten Sachen ewig gebraucht. Trigami ist da (auch wenn ich die Farbwahl schrecklich finde) deutlich übersichtlicher aufgebaut, man hat einen super Überblick über seine Aufträge, was man tun muss und in welchem Stadium sie sich befinden. Bei BlogPay hab ich das System noch nicht wirklich erkennen können. Aber es ändert sich auch öfter mal was am Aufbau, evtl. wirds ja noch besser. Der zweite Grund war die Qualität der Angebote. Wenn es da um türkische Free-SMS-Seiten geht, oder Aufträge so spezifisch gehalten sind wie: “Es soll ein Beitrag geschrieben werden über den Blog mit einem Link dorthin”, dann weiß ich nicht, ob ich da richtig bin.
Auch das Vergütungsmodell gefällt mir nicht. Es gibt bei jedem Auftrag einen “Angebotenen Betrag pro Posting”, der aber nur als grober Richtwert dient, die wahre Vergütung muss man mit dem Anbieter aushandeln. Da sehe ich die Gefahr, dass man sich deutlich unter Wert verkaufen wird (wie ich es mit 80 Euro auch getan habe). Vor allem, da diese angebotenen Beträge meistens zwischen 1 und 5 Euro liegen. Und das ist mal echt ne Frechheit.
Abschließend mal ne Frage an alle, die bis hierhin durchgehalten haben: Könntet ihr euch eine Printzeitschrift für Blogger vorstellen? Und was sollte die dann haben?
PS: Dieser Artikel beruht auf der pdf-Version von BlogInside, da ich die Print-Version noch nicht in den Händen halten konnte. Darum kann ich über Papierqualität und Heftungsart (ich würde ja auf “ausgedruckt und zusammegetackert tippen) nix sagen. Max Klinger dazu in den Kommentaren: “Vom Druck und der Bindung her ähnelt BlogInside einem Vereinsmagazin”.
UPDATE: Mittlerweile halte ich auch die gedruckte Ausgabe in den Händen. Ist DinA5 und halt in der Mitte zusammengetackert (Vereinsmagazin passt also ganz gut). Insgesamt gefällt mir die gedruckte Ausgabe besser als die PDF-Version, das fehlende Layout kommt da irgendwie nicht so stark zum Vorschein. Aber verbessern sollte man da trotzdem was und wie ich aus zuverlässiger Quelle gehört habe, soll für die nächste Ausgabe auch ein Layout-Mensch an Bord sein.

Über mich + Impressum
DonsTag bei Facebook
Don bei Twitter
Don bei Google+
Dons Filmkritiken
DonsTag Heatmap
Wo Don überall war
DonsWunschzettel