Vor etwas über einem Monat war ich ja von dem Ulmer Mittelaltermarkt etwas enttäuscht und so hat mir Ormus dringendst zum Turnier der Württemberger Ritter (die damals auch in Ulm waren) in deren Heimat, nämlich in Stetten ob Lontal, geraten. Und weil ich ja will, dass ihr auch immer das tut, was ich euch rate, muss ich natürlich mit gutem Beispiel voran gehen und auch auf meine hoch geschätzten Leser hören.
Allerdings konnte ich den Tipp nicht zu 100% erfüllen, da ich die äußerst schick gewandeten RoKe begleiten durfte und die den kleinen (ebenfalls schick gewandeten) Lu dabei hatten, der Abends halt zeitig wieder heim musste. Die brennenden Strohballen durften wir dann aber trotzdem erleben (wie ihr auf dem Foto gestern schon sehen konntet), dazu aber später mehr…

Das Hauptaugenmerk lag hier (anders als in Ulm) auf dem Ritterturnier, welches zweimal täglich ausgetragen wurde und über das gesamte Wochenende eine durchgehende Geschichte erzählte (man hätte sich also quasi alle sechs Turniere angucken müssen, um alles gesehen zu haben). Daneben gabs dann noch ein (bzw zwei?) große Zeltlager, so dass in Kombination mit dem wunderschön aufgebauten Rittergut eine wirklich klasse Atmosphäre entstand. An dieser Stelle dann also nochmal ein ausdrückliches Dankeschön an Ormus für den Tipp.

In Ulm hatten Frau Bü und ich vom Turnier ja nicht viel mitbekommen, da wir nur noch einen Platz in der dritten Reihe bekamen. In Stetten hatte ich nur kleine Kinder vor mir, so dass das alles gar kein Problem war (ok, die Helium-Ballons hätten sie dann nicht unbedingt verteilen können, da hab ich mir ab und an doch mal ne Nadel gewünscht…).
Und so bekam ich dann alles schön mit. Die einzelnen Spiele wurden immer mal wieder durch kleine Auseinandersetzungen unterbrochen (in denen dann auch mal ordentlich aufeinander eingeprügelt wurde) und blieben so ständig unterhaltsam.

Am Ende wurde dann der Sieger gekürt und einvernehmlich durchs Feuer geritten:

Aber damit war das ganze dann noch nicht vorbei, denn der Sieger (Andreas le Haziel von Flandern) wollte nicht wirklich ohne die Prinzessin gehen und stahl die sich daher geschwind vom Pferd. Das konnten sich die Hausherren natürlich nicht gefallen lassen und so kamen dann die brennenden Strohballen ins Spiel, die mit zwei Katapulten quer über den Turnierplatz geschleudert wurden.
Irgendwann konnte ich mit meinem Tele-Objektiv nicht mehr viel erkennen, alles war nur noch hell und dann machte sich auf einmal auch eine wohlige Wärme breit. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass um mich rum alle Zuschauer panisch die Flucht ergriffen hatten, da der Strohballen doch bedrohlich nah kam (der wollte einfach nicht aufhören zu rollen).
Kurz vor der Absperrung (man beachte auf dem untersten Foto die schwarze Rollspur auf dem Boden, von da wurden die Dinger dann von den Rittern schnell wieder in die Feldmitte geschafft) ließ er es dann aber doch gut sein, so dass ich hier unversehrt berichten kann…

Fazit: Wieder ein Grund mehr, den Ulmer Mittelaltermarkt nicht zu beachten…
Mehr Fotos wie immer im zugehörigen Flickr-Album.

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