Alles anders als geplant

04. April 2006 um 23:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, heute mal zum super Entspannungstag von Frau Bü und mir.

Und weil der Text so lang ist, gibts den nur, wenn man auf “Mehr” klickt…

Zuerst führt uns das Navigationsgerät geschwind zum monte mare in Obertshausen, …
Das Navigationsgerät der Familie Bü wurde wohl schon länger nicht benutzt und der Akku hat sich dann klammheimlich geleert. Das hatte zur Folge, dass der Speicher gelöscht wurde und keine Navigatiossoftware zu finden war. Also blieb uns nichts anderes übrig, als auf den guten alten ADAC-Auto-Atlas zurückzugreifen.
Geschwind ging es dann aber (dank guter Beschilderung) doch, wenn man vom ersten Stau nach 5km einmal absieht…

.. wo uns die Trichterrutsche erwartet
Kaum stehen wir in der Umkleidekabine hören wir eine Durchsage “Die Trichterrutsche ist jetzt geöffnet!”. Juche! Aber erstmal die Saunalandschaft angucken, dachten wir uns. Fast hätte das meinen Traum ruiniert, denn die Rutsche haben wir dann erst 5 Stunden später offen gesehen. Sie brauchte einen extra Bademeister (dazu später mehr) und aus irgendeinem Grund hatten die Bademeister an dem Tag eine Besprechung, so dass keiner an der Rutsche stehen konnte und diese die meiste Zeit trocken blieb.

Wir entspannen uns in der Saunawelt und erleben einen Aufguss nach dem anderen
Der erste Schock war unbegründet, die Tafel mit den Aufgüssen zeigte nur den halben Tag an und auch Aktionen in anderen Saunen als der Aufguss-Sauna waren Aufgüsse. Puh!
Also gleich mal rein zur ersten Aktion. Irgendwas mit Honig…
Irgendwie war es ziemlich voll und schon 15 Minuten vor dem Aufguss platzte die kleine Sauna aus allen Nähten, gut, das Frau Bü und ich rechtzeitig drin saßen. Nach 10 Minuten Vorschwitzen kam dann auch der Aufgusstyp und brauchte erstmal 5 Minuten um sich von einem Lachanfall (aus irgendeinem Grund gab es für das Personal am Morgen schon Sekt) zu erholen und anzufangen. Irgendein lecker Duft (schon vergessen, herrje) und entspannende Musik, das (die Musik) hatte ich in einer Sauna auch noch nicht. Sehr entspannend. Danach sollten wir uns alle bei den Duschen sammeln, wo Honig verteilt wurde, mit dem man sich einzureiben hatte. An dieser Stelle sollte ich meine Abneigung gegenüber Honig mal erwähnen und anmerken, das dies ein besonders eklig rechender Honig war. Brrr…

Beim Einschmieren merkte ich dann, dass mir etwas mulmig wurde und beeilte mich, in die Dampfsauna zu kommen. Denn dort sollte der Honig nun 5 Minuten (oder so) einwirken. Aber auch das Hinsetzen hat nicht wirklich geholfen (vielleicht war die Dampfsauna auch nicht wirklich der richtige Ort) und mir wurde immer schummriger. Also verabschiedete ich mich bei Frau Bü mit diesen Worten und wollte mich mal draußen hinsetzten. Sagte sich so leicht, denn nach einer kurzen Flimmeraktion brachten meine Augen nur noch ein schwarzes Bild zustande. Naja, da hilft ja alles nichts, also mit zittrigen Beinen irgendwo in Richtung der vermuteten Sitzmöglichkeit.
Dann auf einmal eine Stimme (Gott? Ach ne, ich bin ja ausgetreten, das weiß er auch und würde sich eher nicht um mich kümmern). Ob es mir gut gehe. Nein, ginge es nicht. Kaum fühlte ich mich in Sicherheit, gaben langsam auch meine Beine nach und schnell hatte ich auch noch den Aufgusstyp neben mir und die beiden zerrten mich zu einer Liege. Irgendwann gesellte sich dann auch noch eine weibliche Stimme dazu (Frau Bü) und beantwortete für mich alle Fragen. Nun kam der schwierige Teil: Ich sollte die Augen aufmachen. Dummerweise hatte sich irgendwie der Honig dorthin bewegt. Herrje, wie das brennt… Aber bald war auch der weggewischt und meine Unterschenkel wurden mit Eiswürfeln eingerieben. Auch mal nett, aber irgendwie hatte ich mir das doch anders vorgestellt. Das war dann natürlich auch mein letzter Saunabesuch an diesem Tag und Frau Bü durfte alleine zwischen den ganzen alten Leuten schwitzen.
Jetzt muss ich mal meinen Arzt (äh… also “einen” Arzt, ich war doch in Ulm noch bei keinem…) befragen, was der dazu meint… Von Kirchenbesuchen bin ich sowas ja schon gewohnt, aber in der Sauna lief bei mir bisher alle gut. Schade…

Zwischendurch immer mal wieder die Trichterrutsche runterrutschen
Wie schon geschrieben, so leicht war das nicht, die mal endlich in Betrieb vorzufinden. Nachdem wir (besonders ich, da ich ja nicht in die Sauna durfte und darum nur mein (also eigentlich Caros) Buch lesen konnte) andauernd mal nach ihr geguckt haben und nie auch nur ein Tropfen Wasser runterfloss und die Bademeister uns immer wieder auf “in einer halben Stunde” vertrösteten, gingen wir erstmal was Essen. Kaum war der Teller halb leer gegessen hieß es dann auch aus den Lautsprechern: “Die Trichterrutsche ist jetzt offen”. Pft! Ich hab dann brav mein Essen noch verschlungen und dann ganz unbrav die Frau Bü sitzen lassen, die Pause zwischen Essen und Schwimmen nicht eingehalten (jemand “Lemony Snicket” gesehen?) und mich auf zur Trichterrutsche gemacht.
Und das war dann sogar auch mal ungefähr so wie gedacht. Am Anfang geht es durch eine dünne Röhre, die ziemlich steil nach unten geht und einen auf ein Tempo beschleunigt, das ich in einer Wasserrutsche bisher noch nicht erlebt habe. Dann gehts rein in den Trichter und da so 3-4 Runden im Kreis, bis man dann in das große Loch in der Mitte plumpst, total die Orientierung verloren hat und den Ausgang sucht, an dem der Bademeister steht und dann die Ampel für den nächsten Rutscher auf grün schaltet.
Also schnell wieder zur Frau Bü gerannt (nein, doch nicht. War ein vernünftiges Tempo, keine Sorge) und die zur Rutsche gezerrt. Das überaus schnelle Tempo aber verschwiegen. Sie hat es dann tatsächlich auch getan, ich hinterher auf die Reaktion gespannt.
Ihr hat es dann aber nicht so wirklich gefallen, bei dem Speed-Teil in der Röhre hat die sich das ganze Wasser mit den Füßen ins Gesicht gespritzt und dabei die Nase bis zum Gehirn durchgespült (hey, sie war krank, da kann das doch nur gut sein, oder?) und auch später kaum Luft atmen können (ja, das ist etwas unpraktisch, dass der Trichter an 4 Stellen so bewässert wird, dass man in den ersten 2 Runden nur selten wirklich einen Zugang zur Luft hat). Während sie mir dies berichtet, fällt mein Blick auf ihr Auge, an dem ich drei rote Punkte ausmachen. Das Wasser hat wohl nicht nur ihr Gehirn gesäubert, sondern auch eine Ader im Auge platzen lassen. Herrje…
Ich bin dann aber trotzdem noch ein paarmal gerutscht und kanns empfehlen. Ist nicht so das besondere (mein neuer Wunsch ist ja jetzt nach dem Abhandeln der Trichterrutsche die Free-Fall-Rutsche…), aber schon besser als ne normale Rutsche. Halt mal was anderes…

Dann gegen 19 Uhr wieder anziehen,…
Mittlerweile war die Sauna ziemlich voll und die Schließfächer Mangelware. Uns müsste das ja eigentlich egal sein, haben wir doch seit dem Morgen eines. Aber ich Depp musste natürlich die Brille im Schließfach liegen lassen und als ich es bemerkte war es auch schon wieder besetzt. Den “Nachmieter” habe ich aber nicht gesehen, da wir mit unseren Sachen vom Schließfach in Richtung Steckdose umgezogen sind (später mehr) und so keinen Blickkontakt mehr zum Schließfach hatten. Also bin ich mal zur Saunafrau gegangen, die mich zur Hauptkassenfrau weitergeleitet hat, damit diese mich zum Schwimmbadbademeister schicken konnte. Der erste, den ich finden konnte (ohne Brille ist das schon etwas schwerer, man darf die spärlich bekleideten Leute ja nicht zu genau mustern…), meinte dann, dass man erstmal eine Durchsage machen müsse, dazu solle ich zum Bademeisterzimmer. Da angekommen sah die ganze Sache dann aber ganz anders aus, das Schließfach wurde mir direkt geöffnet und ich konnte meine Brille entgegennehmen. Puh…

… die Wohnung meiner Cousine besichtigen und den Abend nett ausklingen lassen
Jetzt kommt der Punkt, wo die Steckdose wieder zum Einsatz kommt, denn den Weg zu meiner Cousine nur mit dem ADAC-Atlas halte ich für eher unwahrscheinlich. Darum brauchte ich mein Handy, dessen Akku allerdings eher alle war und der erst aufgeladen wurde (und hier ist mal einer der wenigen Punkte, wo ich wirklich mitgedacht hatte und das Ladegerät also griffbereit war). Die Nummer meiner Cousine hatte ich allerdings nicht griffbereit, also mussten deren Eltern herhalten. Und ab dann ging endlich alles wie geplant. Die Wegbeschreibung war fantastisch (für mich ein Rätsel, wie man das aus dem Kopf so genau hinbekommt) und auch der Abend ist dann auch nett ausgeklungen. Juchu!

 
Marianne:

Vielleicht war der erste Sauna-Aufguss ja der wohlduftende Weihrauch!

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philipp:

alla cht interesant aber ich meine das schwimbat in witzenhausen is ne nummer besser eiso kommt doch mal vorbei!!! FÜR DAS ÜBLICHE TAM TAM IS GESORGT!!!!!

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Sabine:

Hi Don,

kannst du mir ein paar Details zum Zustand des Bades machen (Löcher im Boden – wenig Personal usw.)

Danke

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donvanone:

Nein, denn außer diesem einen Besuch vor über einem Jahr war ich nie da, das wäre zum einen eine sehr verallgemeinernde Stichprobe (zumal an dem Tag wirklich irgend was besonderes war, weswegen die Bademeister etwas dünner besetzt waren) und zum anderen kann ich mich kaum noch erinnern (vor allem an Löcher im Boden…).
Tut mir leid, aber da musst du dir jemand anderen suchen

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