Abi 00 – Auflösung

08. September 2008 um 00:05 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich hatte euch ja hier vor das Rästel gestellt. im folgenden Bild meine drei Leistungskurse zu erkennen:

Abi 00

Der einzig richtige Ansatz kam von Babba und lautete:

 

Habe vergessen zur höheren Mathematik die erkannbare fast-Parabel und die in Verbindung zu bringende Kurvendiskussion zu erwähnen!

“Kurvendiskussion” war das Zauberwort, genau auf die wollte ich mit dem Urinstrahl hinaus. Die Treffunsicherheit hab ich dann nachträglich glaub noch der Wahrscheinlichkeitsrechnung zugeschoben, aber das war mehr so blabla.

Ganz links, die Hand, bezieht sich auf meinen Deutsch-Leistungskurs und stellt Goethes “Faust” dar. Eigentlich ganz einfach, oder?

Verwundert hat mich aber dann doch, dass niemand das Kunstwerk “Fontaine” von Duchamp erkannt hat, wo doch mein Kunst-LK schon erraten war. Hab ich denn keine Kunstkenner unter meinen Lesern? So sieht das “gute Stück” aus:

Fontaine von Duchamp(Quelle:  Wikimedia unter GNU Free Documentation License)

Und das weiß  Wikipedia dazu:

 

1917 besorgte sich Duchamp bei der New Yorker Firma „J. L. Mott Iron Works“, einem Händler für Sanitärbedarf, ein Urinal, ein Pissoirbecken für öffentliche Bedürfnisanstalten, gab ihm den Titel Fountain, signierte es mit dem Pseudonym „Richard Mutt“ und reichte es unter diesem falschen Künstlernamen für die Jahresausstellung der Society of Independent Artists in New York ein. Seine Einsendung wurde heftig diskutiert, denn Duchamp verstieß mit ihr bewusst gegen alle ‚Regeln’ der traditionellen Kunst und provozierte damit die Zurückweisung seines Werkes durch die Jury der Ausstellung, der er selbst mit angehörte und aus der er nach der Zurückweisung des Werkes austrat. Das heute verlorene Objekt ist durch eine Fotografie in der zweiten Ausgabe von „The Blind Man“ (New York, Mai 1917) authentisch überliefert [1]. Die Gruppe um Marcel Duchamp sorgte für Publizität. Fountain wurde somit „ausgestellt“ – jedoch nicht im konventionellen Sinn: Fountain wurde zum Medienereignis. Vom größten Teil der Kunsthistoriker wird Marcel Duchamp daher als Erfinder des Ready-made und Kunstrevolutionär, und das Werk „Fountain“ als ein zentrales Werk der Kunstgeschichte, mit dem er alle bisherigen Kunstbegriffe ironisch infrage stellte, gesehen. Außer als Provokation kann man Duchamps „Fountain“ auch als Reaktion auf das zunehmende Vertrauen in die Rationalität des Menschen sehen.

Ergibt in Summe also die Leistungskurse: Deutsch (gezwungenermaßen, denn Fremdsprache oder Erdkunde/Geschichte/Sozialkunde haben mir noch weniger zugesagt), Mathe und Kunst

 
Jojo:

Ich hatte die Duchamp-Kloschüssel erkannt. Aber es haben ja schon so genug “Kunst” geschrieben. Die Faust war da schon ein größeres Rätsel ;)

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Babba:

Hatte zwar an eine Besonderheit der “leeren” Faust gedacht, sie aber nicht mit Goethe in Verbindung gebracht, ausgerechnet der fehlte in meiner Reclam-Sammlung. Nein, eher vermutete ich, in Verbindung mit der Kurve, sollte eine obszöne Darstellung vermieden werden.
Na ja, konnte ich zwar nicht ganz meine Genialität unter Beweis stellen, tut es dennoch gut einen richtigen Ansatz gefunden zu haben.

Quellnachweis: Kein bewusst eingebrachtes fremdes Geistesgut!!!;)

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Ro:

Also auf die Faust hätte man kommen können. Auf die Verbindung zur Kunst wäre ich wohl nie gekommen (Ke versucht sich gerade herauszuwinden).

Gibt’s vom Kunst-LK eigentlich noch Werke von Dir?

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donvanone:

@Ro: Klar gibts noch Werke von mir. Ich bin mir auch zu 80% sicher, dass ich einen Teil davon letztens mit nach Ulm geholt habe. Wenn uns mal wieder langweilig ist, können wir da ja mal drüber gucken…

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