Abenteuer mit Demmy – Teil 2 “Wir habens getan!”

20. August 2008 um 14:58 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Anfangs rieten uns die Kollegen noch ab, schließlich wurden wir nur noch müde belächelt. Demmy und ich habens getan.

Die ursprüngliche Idee entstand als es darum ging, wie man seinem Alltag neuen Schwung geben kann. Oder neue Perspektiven erhalten könnte. Ohne großen Aufwand oder Anstrengung. Einfach nur so. Also überlegten wir, dass man doch mal Plätze tauschen könnte. Zur Erklärung Demmy und ich sitzen im gleichen Büro, einem Zweierbüro und wir sitzen einander gegenüber. Daran hat sich auch nichts geändert nur haben wir eben die Seiten getauscht. Die Aktion selbst hat gerade mal eine halbe Stunde gedauert. Danach waren nicht nur alle Stühle verräumt, Tische neu eingestellt und Büromaterial gespiegelt an den Tischkanten verräumt, sondern auch alle Tische und Rollcontainer sauber abgewischt, entstaubt und entmüllt. Im Großen uind Ganzen ein frühlingshaftes Reinemachen mit zufälligem neuverräumen.

Inzwischen fällt uns auch auf, was die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Plätze sind: der Bildschirm steht plötzlich anders, das Telefon steht ansers, die Maus steht anders, der Weg zum eigenen Platz fällt leichter/schwerer, die Aussicht ist unspektakulär gleich geblieben, der eine sieht den Kalender besser, der andere das Memo-Board etc. Es ist schon witzig, wie viel tatsächlich anders geworden ist und wie man die alten Routinen aufbrechen muss (einmal war ich gaaaanz dicht dran, mich an den falschen Büroplatz zu setzen ;).

Naja, wir werden immer noch belächelt, weil es für die Kollegen auch noch etwas seltsam ist, wie wir sitzen und wir ihnen einfach nicht überzeugend erklären konnten, WARUM wir das gemacht haben und WARUM wir wirklich gerade nichts besseres zu tun hatten ;) Aber was solls *ich freu mich*

 
Babba:

Wenn ich mal üüüüüberhaupt nicht mehr weiß was ich tun soll, werde ich – nein, werde ich 1000%ig nicht, auf eine solche “verrückte” Idee kommen!

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Madonha:

Solche Veränderungen, dazu gehört auch: ab und zu rückwärts gehen, Gegenstände im Haus hin und wieder anders anordnen, jeden Tag einen anderen Weg zur Arbeit und auch zurück nach Hause nehmen, Dinge mit Links tun, auch wenn man Rechtshänder ist und noch viele “verrückte” Dinge mehr, sollen angeblich sehr gut für das Denkvermögen und für das Trainieren des Gedächtnisses sein. Also, ruhig weiter so! Und jetzt weißt du doch sicher auch, warum du das getan hast. Ich stelle übrigens immer wieder auf’s neue fest, dass ein Schritt nach rechts oder links, oben oder unten, die Perspektiven schon sehr stark verändern können. Man entdeckt gelegentlich dabei Dinge, die man vorher nie gesehen hatte, oder Dinge verschwinden (manchmal ganze Gebäude, wenn man zum Beispiel die Skyline einer Stadt im Blick hat), die man doch sonst genau an einer bestimmten Stelle gesehen hatte.

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Babba:

@ Madonha: Und ich habe tatsächlich zuerst gedacht du meintest das im Ernst!:)

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Ro:

Das ist echt mal ne coole Idee. Sollten wir auch mal machen. Mal sehen ob ich M. davon überreden kann ….
Andererseits: ich seh’ mich jetzt schon immer auf die falsche Seite greifen, wenn das Telefon läutet …. *g*

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Madonha:

@ Babba: Warum nur zuerst? Ab wann bist du davon abgekommen?

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Babba:

@ Madonha: Nach nochmaligem Durchlesen und gedanklicher in die Realität Umsetzung!;)

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Frau Bü:

@ Babba: Madonha meint das wirklich ernst und sie hat auch recht. Wenn du mal ein bisschen nach Gehirnjogging und sowas googelst findest du ganz schnell seriöse Literatur zu dem Thema.
@ Madonha: Vielen Dank für die Bestätigung!

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Madonha:

@ Frau Bü: Ich wollte Babba jetzt einfach nichts mehr entgegensetzen und habe darauf gehofft, dass doch jemand den Wahrheitsgehalt dieser Aussage mitbekommt. Gut, dass du jetzt diejenige bist.
Also, auch dir vielen Dank für die Bestätigung!

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donvanone:

@Madonha: Wär auch gar nicht nett gewesen, dem guten Babba an seinem Geburtstag zu widersprechen. Auf diesem Wege dann auch einfach mal: Herzlichen Glückwunsch, lieber Schwiegerbabba!

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Babba:

@ Don: Erst einmal vielen Dank für die Geburtstagswünsche!
Wenn euch das mit diesen Veränderungen einen so großen Spaß bereitet, bitte schön! Aber wenn sie dann vollzogen wurden was habt ihr dann davon. Mir wäre ehrlich gesagt alleine der Aufwand zu groß, darüber nachzudenken was ich denn nun verändern könnte. Gut, sinnvoll Dinge verändern ja, aber nur so aus Jux und Tollerei, nö!

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Madonha:

@ Babba: das Gedächtnis zu trainieren ist doch wohl was sinnvolles, oder? “Gehirnjogging” nennt man das auch und selbst meine Mama hält sich damit fit!

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Babba:

@ Madonha: Gedächtnistraining find ich auch okay, mach das aber mehr oder weniger als Freizeitbeschäftigung. Schachspiel, Kreuzworträtsel auch ein Buch mit 555 Denkspielen “Fitness für den Kopf – Gehirn Jogging” von Martin Simon sind stets zur Hand.
Aber Dinge verändern, nur mal so, wie zum Beispiel: Ab und zu rückwärts gehen, da hätte sich unsere Oma schon längst das Genick gebrochen, Gegenstände anders anordnen, da wäre ein Mitbeteiligter ständig am Suchen; und wenn das dann zwei gleichzeitig tun, ist doch das Chaos vorprogrammiert. Jeden Tag einen anderen Weg zur Arbeit und zurück gehen bzw. fahren wäre mit der Zeit doch eher gefährlich und unwirtschaftlich. Wenn du einem Kind den Weg zur Schule zeigst und suchst dafür den kürzesten und ungefährlichsten aus, dann würdest du dich doch sogar freuen, wüsstest du, dass es sich auch daran hält und diesen Weg nimmt. Meiner Meinung nach kommt diese Methode, deren Erfolg du in deinem Kommentar ja auch mit “angeblich” in Frage stellst, mal wieder aus Amerika, wo sich all solche Dinge wie diese vielen verschiedenen Fitnessgeräte etc. irgendwann als Modegagflop entpuppen und vom Markt verschwinden.

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Anja:

Also bei mir ist das so, dass ich im Büro gleich zwei Arbeitsplätze zur Verfügung habe, die ich je nach Tätigkeit wechsel. Dafür wiederum ist ein diagonaler Marsch durch das ganze Großraumbüro vonnöten, was manchmal gar nicht schlecht ist.

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Madonha:

@ Anja: das ist ja dann Gehirnjogging mit Bewegung!

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