Warum sagt mir sowas denn keiner?

28. September 2010 um 18:56 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Da fahr ich zu meinen Eltern ins Rheinland und kriege von meinem Bruder ein Video gezeigt, dass die ganze Familie schon kennt, ebenso wie die Freunde meiner Eltern.
Und ich? Ich, der doch den Ruf hat, sowas immer schon als erster zu kennen? Noch nie was davon gehört.

Käme doch dauernd im Fernsehen! Guck ich aber nicht, keine Zeit. Wenn dann nur Serien von Platte.
Und auch im Radio! Hör ich nicht, kommt eh immer nur Quatsch…

Und das Internet? Kein Schwein bloggt mir mal das Video. Und auch auf den ja angeblich ach so tollen Twitter kam mir das nicht unter.
Was denkt ihr euch da eigentlich dabei?
Bin ich euch komplett egal? Jetzt echt mal!

Ach, es ging übrigens um dieses Video:

Schilder, die ich schon lange gebloggt haben wollte

21. September 2010 um 22:06 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Was auf Videos zutrifft, gilt auch für Schilder, bzw. Schildchen.

Wie dieses Schildchen in einem T-Shirt, von dem ich “letztens” auch Frau Bü erzählt, als wir es vom Thema Tierversuche hatten:

tierversuche

Und auch hiervon hatte ich Frau Dr. Bü erzählt: Für ein Schild musste auch eine walisische Version des Textes erstellt werden. Also schrieb man einen Übersetzer per Mail an und setzte die Antwort aufs Schild:

autorespond

Dummerweise handelt es sich bei der Antwort um eine automatisch generierte Mail mit dem Inhalt: “I am not in the office at the moment. Send any work to be translated”.
Die ganze Geschichte gibts hier.

Dieses Schild sollte man eigentlich viel öfter einsetzen:

gehirn

Und zum Schluss, noch diese Schilder-Bildergeschichte, die sich jeder (natürlich mit sich selber drauf) auf seiner Kamera speichern sollte, für den Fall, dass er sie einmal verliert.

Videos, die ich schon lange gebloggt haben wollte

21. September 2010 um 21:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Öfter kommt es mal vor, dass man im echten Leben an ein YouTube-Video erinnert wird, und dann den Anwesenden davon erzählt. Bei mir enden solche Geschichten öfter mit einem “das wollt ich eh schon lange mal bloggen”. Oft bleibt es dann auch dabei.
Heute hole ich aber mal ein paar Videos nach, z.B. das, von dem ich Ro erzählt habe, als wir getestet haben, wie sehr der neue Waschmaschinen-Ständer wackelt, wenn die Maschine schleudert (hätten wir nur nicht mit einer leeren Maschine testen sollen, sonst hätten wir sofort gemerkt, dass der Ständer nix taugt…).
Ich verrate mal kurz, was man sehen wird, da das Video sehr unspannend beginnt: Man sieht nämlich erst nur eine Waschmaschine im Schleudergang, der es nicht mehr so gut zu gehen scheint und munter vor sich her qualmt. in entscheidendes Detail ist, dass die Tür vorne fehlt. Und genau durch diese Öffnung wirft dann jemand von der Seite einen Backstein rein. Und was passiert, wenn eine Waschmaschine einen Backstein schleudert, verrate ich euch jetzt aber nicht. Dürft ihr euch erst selber ausmalen und dann angucken. Ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam:

Vom nächsten Video hab ich Frau Dr. Bü erzählt, ich weiß nur nicht mehr warum. Es zeigt sehr deutlich, warum es manchmal so ewig dauert, bis ein Paket von der Post bei einem ankommt:

Und dann noch ein paar Videos, von denen ich noch niemandem erzählt habe, die ich aber trotzdem schon lange gebloggt haben wollte:

Das hier gent nach einer Minute erst so richtig los:

So, das wars erstmal, Fortsetzung folgt. Und für die Zukunft nem ich mir vor, so Sachen einfach sofort zu bloggen…

UPDATE: Doch noch eins, denn auch davon hatte ich Frau Dr. Bü erzählt (wobei die die Geschichte glaub schon kannte, bzw. so halb): Obama unterschreibt wichtige Sachen immer mit so vielen Stiften, wie Leute maßgeblich daran gearbeitet haben. Und jeder von denen bekommt dann einen Stift. Natürlich unterschreibt er aber nur einmal, d.h. für so ein “O” muss dann mehrmals abgesetzt werden. Sehr komplizierte Art zu unterschreiben, und genauso sieht das dann auch aus:

All the President’s Pens from The White House on Vimeo.

Sag niemals “Nein” zu einem Panda

21. September 2010 um 19:56 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Ich hatte euch ja mal Sohnvanone anhand von Tiervideos erklärt.
Und jetzt hoffe ich sehr, dass ich Sohnvanone beigebracht bekomme, dass der Papa auch mal “Nein” sagen darf, damit ich euch nicht irgendwann Sohnvanone anhand des folgenden Panda-Videos erklären muss:

Her mit der Zitrone!

19. September 2010 um 23:27 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Nachdem Sohnvanone erfolgreich erste Erfahrungen mit Möhre gemacht hat (und sich die Reste auch lecker im afrikanischen Bohnen-Champignons-Essen (kann dieses Kochbuch uneingeschränkt empfehlen) gemacht haben), ist der nächste Schritt klar. Also zumindest, seit ich gerade dieses Video gesehen habe: Die Reaktion von Babys auf das erste Mal “Zitrone essen”

Morgen ist Frau Dr. Bü dann ja wieder auf der Arbeit, Zeit für mich, um mit unserem Sohn Quatsch zu machen. Muahahahaha!

Bald gehts wieder los

17. September 2010 um 20:55 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Größte Vorfreude:

Größte Angst vor einer schlechten Staffel (nur gucken, wenn man Staffel 4 gesehen hat):

Informativster Ausblick:

Kurzer Einblick in Folge 1 der neuen Staffel:

Hier gehts mir vornehmlich (eigentlich nur) um den zweiten Teil:

Doofe Promo, aber der Vollständigkeit halber:

Mein erster Foto-Abzug unter Acrylglas

15. September 2010 um 12:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

whitewall_fertig

Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Wegen, meine Fotos optimal in Szene zu setzen. Und da freu ich mich immer, wenn Kati von sonic grape um die Ecke kommt, um mir ein Angebot zu unterbreiten.
Nach der Fotoleinwand gab es diesmal einen 70€-Gutschein (zzgl. freier Versandkosten) für einen Foto-Abzug unter Acrylglas von WhiteWall.

whitewall_logo

Und wie bei der Fotoleinwand handelte es sich auch hier um ein Produkt, dass ich nur zu gerne mal ausprobieren wollte, mich nur immer wegen der nicht gerade geringen Kosten (wenn man es gerne etwas größer mag, in klein gibt es die Bilder schon zu sehr moderaten Preisen, wie ich überrascht festgestellt habe) noch nicht getraut habe.

Nun also der 70€-Gutschein. Nur welches Foto nehm ich her? Gar nicht so einfach, sich da zu entscheiden.
Wie ihr oben seht, hab ich mich dann für das Panorama vom Ulmer Fischerstechen entschieden (gibt es auf Flickr nur in einer Variante mit Zusammenbaufehlern drin. Für das Bild unter Acrylglas hab ich da nochmal ein wenig Arbeit reingesteckt und (hoffentlich) alle Fehler beseitigt).

Doch dann kommt schon das zweite Problem: Welche Größe soll es denn sein? WhiteWall macht es einem hier auch nicht gerade leicht, indem es wirklich jede nur gewünschte Größe zulässt. Man kann frei an Höhe und Breite drehen wie man will (ok, nach oben gibt es dann doch irgendwann eine Grenze: 122x180cm ist das Maximum).
Wir haben uns dann schließlich für 120 x 25cm entschieden, was dann 93€ gekostet hat, also nochmal 23 aus der eigenen Tasche drauf.
Vermutlich hätte ich da noch ein wenig mehr springen lassen sollen, denn irgendwie sind 1,20 Meter dann doch nicht ganz so groß, wie ich es mir vorgestellt habe, aber das passt schon.
Sieht auf jeden Fall sehr sehr schick und edel aus, würde ich einer Fotoleinwand wohl in den meisten Fällen vorziehen (kommt aber auch drauf an, wo es hängen soll. Im Schlafzimmer würd ich die eher wärmere Leinwand der spiegelnden Acrylfläche dann doch vorziehen).

Noch kurz zur Verpackung:

whitewall_verpackung

Geliefert wurde das ganze per Kurierdienst (der merkwürdigerweise nur die Straße, aber keine Hausnummer hatte und mich darum dann angerufen hat) und war extrem sicher eingepackt. Zwischen zwei dicken Pappwänden, am Rand mit Holzkeilen versehen, da dann nochmal Styropor drin und das Bild (mit Eckenschutz) in dieser lustigen Bubble-Folie eingepackt. Da kann wirklich nichts passieren…

Und durch das Acrylglas wirkt das ganze dann wirklich so professionell, wie man es aus Ausstellungen oder Museen kennt. Das (normal auf Fotopapier gedruckte) Foto ist auf eine Alu-Trägerplatte (mit Aufhängung hintendran) geklebt und dann mit dauerhaft elastischem Silikon unter eine polierten Premium-Acrylglasplatte versiegelt. Dank des Silikons angeblich garantiert ohne Risse und Blasen.

whitewall_detail_seite

Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und wer jetzt genau dieses Bild auch in seinem Zimmer haben will (oder ein anderes meiner Bilder), der sollte einfach mal in meine Galerie auf WhiteWall schauen. Da kann man sich nämlich genau diese bestellen und füllt damit dann gleichzeitig dann noch meinen Geldbeutel. Quasi eine Win-Win-Situation ;-)
Ihr dürft aber natürlich gerne auch eigene Bilder hernehmen…

Auf dem Kapellenweg im Schwarzwald – oder knapp daneben

13. September 2010 um 19:54 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

[Trigami-Review]

header

Wer hätte gedacht, dass mich mein Blog mal zu einem kostenlosem Urlaub im Schwarzwald bringen würde? Ich sicher nicht.

ferienland_logoLetztes Wochenende ist es dann aber tatsächlich passiert, auf Einladung der “Ferienland im Schwarzwald GmbH” durfte ich 2 Nächte eben dort verbringen und mir ein wenig die Füße vertreten um auf dem Kapellenweg auf spirituelle Wanderschaft zu gehen.
Und genau darüber darf (ok, muss, aber wer DonsTag kennt weiß: Ich liebe Reiseberichte!) ich euch nun berichten. Ist ein wenig länger geworden, da ich mich zwischen den vielen Fotos gar nicht entscheiden konnte. Darum hier einfach schon mal ein paar Landschaftsimpressionen zur Einstimmung, bevor es dann wirklich los geht (erstmal muss ich Hotel und Kapellenweg-Broschüre abhandeln, bevor es dann zum tatsächlichen Reisebericht kommt, wie man ihn hier von DonsTag kennt).

schwarzwald_landschaft

Gleich vorweg erstmal das Fazit: Der Schwarzwald ist einfach wunderschön. Und da er von Ulm ja nicht wirklich weit weg ist, war das ganz sicher nicht unser letzter Urlaub dort. Haben uns das fürs nächste Jahr schonmal fest vorgenommen (und extra noch ein paar Sachen, wie z.B. die Wasserfälle (Deutschlands höchste Wasserfälle”) in Triberg ausgelassen), auch in dem selben Hotel.
Denn das war wirklich spitze!

Wir waren im Apart-Hotel Julia in Schönwald untergebracht. Mit Frühstück und Abendessen (ein 3-Gänge-Menü, dass an beiden Tagen wirklich richtig lecker war). Da die Zimmer an dem Wochenende schon ausgebucht waren (hab von dem Auftrag am Montag erfahren, war also eine sehr kurzfristige Buchung), wurden wir in ein Apartment, was mit Sohnvanone natürlich optimal war, da er so im Schlafzimmer schlafen konnte, während wir im Wohnzimmer bei einem Glas lecker Wein (oder auch 2 mehr) den Abend locker ausklingen lassen konnten.
Und wo wir schon bei Sohnvanone sind: Der war an dem Wochenende nicht wirklich bester Laune und tat dies auch regelmäßig im Speisezimmer des Hotels kund.
Und auch hier muss der Service des Hotels noch einmal besonders hervorgehoben werden: Denn am ersten Tag kamen wir (dank Stau und nicht enden wollenden Baustellen) deutlich später als angekündigt und kamen daher erst über eine Stunde nach der Essenszeit an. Für uns wurde dann aber der Ofen nochmal angeschmissen und wir bekamen ganz alleine unser Abendessen. Und als Sohnvanone dann (es war eigentlich schon viel zu spät für ihn) zu meckern anfing, wurde von Frau Schleifer (das Hotel ist ein Familienbetrieb) ohne Aufforderung das Licht gedimmt und die Musik abgeschaltet. Als es am nächsten Abend wieder Theater gab und Frau Bü mit Sohnvanone vorzeitig auf Zimmer verschwinden musste, kam direkt das Angebot, dass ich die Nachspeise ja auch mit aufs Zimmer nehmen könnte.

Sie hat sich auch jeden Morgen und Abend die Zeit genommen, kurz auf Sohnvanone einzugehen und mit ihm rumzuschäkern, was den familienfreundlichen Eindruck des Hotels nur noch verstärkt. Und dabei hab ich das Spielezimmer (direkt neben dem Schwimmbad) noch gar nicht erwähnt…

hotel_spielzimmer

Einziger Kritikpunk am Hotel: Das Apartment scheint magische Fähigkeiten zu haben. Denn die Kapellenweg-Broschüre, die mir vorher zugeschickt wurde (gibt es auch hier kostenlos als pdf, allerdings ohne die größere Karte im Umschlagteil, dazu aber später mehr), war auf einmal spurlos verschwunden, obwohl sie kurz vorher noch durchblättert wurde. Sie tauchte auch nie wieder auf. Auch nicht beim Packen oder später beim Entpacken der Koffer. Spurlos verschwunden!

schonach

Also ging es planlos nach Schonach, wo “Tour 2″ (von Schonach zurück zum Hotel in Schönwald) starten sollte. Dort haben wir dann erstmal das “Haus des Gastes” gesucht, um dann dort einen neuen Kapellenführer für ehrliches Geld zu erstehen (jetzt kann ich euch auch verraten, dass das gute Stück 3 Euro kostet). Dazu hab ich dann noch eine Kopie der Beschreibung des “grüner Kreis”-Wanderweges bekommen, da dieser über große Teile mit dem Kapellenweg identisch sei und (im Gegensatz zum Kapellenweg) ausgeschildert sei.

Und jetzt kommen wir dann auch schon zum einzigen Kritikpunkt, den ich habe: Die Beschilderung und die Karten im Kapellenführer. Werfen wir mal kurz einen Blick auf die Infos, die wir zu Tour 2 haben (siehe auch PDF-Datei). Erstmal ist da die äußerst praktische Kurzinfo:

tour2_kurzinfo

Gerade das Höhenprofil finde ich sehr gut, da man sich dann auf all die Anstiege schon vorher einstellen kann und nicht von einem Berg böse überrascht wird.
So weit so gut, die folgende Kurzbeschreibung des Streckenverlaufs hat den Namen redlich verdient, ist sie nämlich vorwiegend eines: Kurz.
Und auch die darunter folgende Karte ist nur als Anhaltspunkt zu verstehen. Im Umschlagteil gibt es wie gesagt noch eine etwas ausführlichere Karte, aber die ist auch nur bedingt hilfreich.
Und das ist der Punkt, den wir nicht wussten: Die Kapellenweg-Broschüre ist eigentlich nur als Ergänzung zur normalen (ausführlichen) Wanderkarte gedacht, nicht als alleinstehendes Infomaterial. Wurde aber vergessen uns zu sagen und so haben wir uns (auch nach den Aussagen im Haus des Gastes) nur auf den Kapellenführer verlassen.
Was schief ging…

Denn die dort angegeben Punkte sind nicht wirklich immer eindeutig. “Holz” als Wegpunkt mag ok sein (es handelt sich wohl um einen Ort, oder nur eine Straße, so ganz genau kann ich das nicht sagen), aber nur, wenn es nicht irgendwann eine Abzweigung gibt, bei der es in beide Richtungen nach “Holz” geht (nur mit anderen Hausnummern). Wir haben uns dann natürlich für die falsche Richtung entschieden und prompt die erste Kapelle verpasst. Zu der haben wir zwar zwischendurch auch mal wieder ein Schild entdeckt, aber schon bei der nächsten Weggabelung fehlte es dann an diesen schon wieder und so ging es wieder in die falsche Richtung.

weggabelung

Der grüne Kreis hat uns übrigens gar nicht geholfen, da auch dieser nur sehr sehr sporadisch ausgeschildert war. Gelbe oder rote Rauten hätten uns da viel viel weiter geholfen…

Auch später haben wir nochmal ein Kapelle verpasst (d.h. von den vier Kapellen auf Tour 2 haben wir dann nur zwei gesehen), da diese überhaupt nicht ausgeschildert war. Warum? Ich hab mal nachgefragt, hier die Antwort:

 

Eine Ausschilderung ist oft nicht gewünscht von den Eigentümern der Kapellen. Es handelt sich hier immer um reine Privatkapellen auf Privatgrund. Alle Besucher, gerade des Kapellenweges sind natürlich herzlich willkommen, aber dann möchten die Eigentümer einfach auch Gäste die sich bewusst für die Kapellen entscheiden. Sie möchten keine Touristenattraktionen anbieten. Von daher soll es wirklich relativ speziell für die Besucher des Kapellenweges bleiben.
Diesen Kompromiss mussten wir bei der Erstellung eingehen.

Klingt plausibel (die Kapellen sahen übrigens alle überraschend gut gepflegt und sauber aus. Mit großen Touristen-Strömen dürfte das tatsächlich nur unter deutlich höherem Aufwand so weiter möglich sein), aber wenn man das weiß, dass es teilweise keine Beschilderungen gibt, sollte man da in dem Kapellenführer evtl. drauf hinweisen und einem dann noch ausführlicher helfen, dass man die Kapellen trotzdem findet.
bei der zweiten verpassten Kapelle war es dann auch so, dass wir noch an einem See vorbeigelaufen sind (dazu später mehr), der im Führer auch beschrieben ist, wo wir laut dem Weg (wie ich jetzt mit Hilfe von Google Maps festgestellt habe) gar nicht hätten lang laufen sollen (wodurch wir eins der Highlights verpasst hätten). Und dadurch, dass wir denn “Seeweg” genommen haben, kamen wir dann auch gar nicht an der Abzweigung vorbei, die eigentlich vorgesehen war…

Hier mal unser Weg (blau) und der eigentliche Weg (rot) auf Google Maps (weiter südlich noch zwei grüne Teilstücke der Tour 3).


Kapellenweg im Schwarzwald auf einer größeren Karte anzeigen

Wie man sieht, haben wir am Anfang (oben rechts) ein großes Stück ausgelassen, wodurch wir eben Kapelle 1 (und glücklicherweise einige Höhenmeter) verpasst haben. Im Osten (auf der langen Geraden zwischen den beiden Fähnchen) sind wir dann einmal in eine längere Sackgasse gelaufen (landeten am Ende bei einem Hof) und sind dann auch danach nochmal ein wenig planlos rumgeirrt.
Im Südosten ist der genannte Umweg über den See zu sehen (ganz links bei der Fahne stimmt die rote Linie nicht, aber dieses Feature “Weg am Straßenverlauf ausrichten” macht mir da immer alles kaputt).

So war unser Weg dann am Ende auch nur 18,1 statt 19km lang. In der Höhe ging es dabei von 848,5m bis 1048m. Ach, dazu noch eine Frage (nur um mal zu testen, ob ihr hier auch alle brav mitlest): Wir haben für Sohnvanones Flaschenmahlzeiten einen Wasserkocher, bei dem an die Temperatur des Wassers einstellen kann. So kann man immer erstmal abkochen (100°C) und dann, wenn es abgekühlt ist (oder beim Abkühlen die Temperatur checken) wieder auf 65°C erwärmen.
Kann es nun sein, dass dieser Mechanismus auf über 1000 Meter versagt, weil da der Druck ein anderer ist? Unser Wasserkocher hat nämlich (bei der 100°C-Einstellung) immer schön weitergekocht uns sich nicht mehr selbständig ausgeschaltet. Hier in Ulm klappt es wieder einwandfrei…

Aber wieder zurück zum Kapellenwanderweg und dann auch direkt mal hin zur ersten Kapelle (also eigentlich zur zweiten, aber die erste haben wir ja nicht gefunden).
Es handelt sich um die Judas Thaddäus Kapelle. Und weil die benachbarten Kühe auf der Weide (weit im Hintergrund, hinter Frau Bü zu sehen) so beruhigend vor sich hin bimmelten (und so die Innere Einkehr erleichterten, um mal geschickt eins der vorgeschriebenen Stichwörter unterzubringen), hab ich da direkt mal ein Video von gemacht (da die Kühe aber so weit weg waren, hat die Kamera das Geläute kaum aufgenommen, der Ton kommt daher von einer Aufnahme, die näher bei der Kuhweide gemacht wurde):

Fotos ab ich natürlich auch noch:

judas_thaddaeus_kapelle

Rechts unten das Foto zeigt übrigens eine Kuh, die sich ganz lautlos und heimlich in meinem Rücken angeschlichen hat, um mich dann fürchterlich mit einem starren Blick zu erschrecken, als ich mich umdrehte.
Das ist eh sowas: Irgendwie kamen alle Tiere total ohne Angst auf uns zu. Ob die Kuh von da oben, oder auch die Horde Puten, von der ihr eine ja schon beim “Rot”-Foto (irgendwie musste ich ein paar Bilder auslagern, da es echt viel zu viele geworden sind) kennengelernt habt.

Machen wir also einen kleinen Einschub und widmen uns den Tieren des Schwarzwaldes:

tiere

Die Enten ganz unten saßen anfangs am anderen Ende des Teiches. Als sie mich dann sahen, kamen sie schnurstracks auf mich zu. Gingen aber leer aus…

Und wo wir schon bei Einschüben sind, gibts nochmal eine Reihe von “Schwarzwald”-Impressionen. Diesmal mit Schwerpunkt auf “Wald” (nicht “schwarz”, denn das ist der ganz und gar nicht. Ein sehr grüner Wald, dieser Schwarzwald!):

der_schwarzwald

Und auch ein Video von eben diesem kann ich euch bieten. Um es etwas interessanter zu machen, hat sich Frau Bü (mit Sohnvanone auf dem Bauch) irgendwo eingeschlichen. Ihr dürft also mal “Wo ist Walter” spielen und sie suchen (ist nicht all zu schwer). Und am Ende kommt dann noch eine kleine Überraschung…

Mittlerweile machten sich dann Rücken (Frau Bü mit Sohnvanone auf dem Bauch (Kinderwagen wäre noch anstrengender gewesen) und ich mit all seinem (und unserem) Proviant und sonstigem Baby-Zubehör auf dem Rücken) und Füße bemerkbar. Also wollten wir im Restaurant “Wolfbauernhof” einkehren. Fanden wir aber nicht. Mittlerweile glaube ich, dass wir die Karte da falsch gelesen haben und das “Wolfbauernhof” direkt neben dem Restaurant-Zeichen nichts mit eben diesem zu tun hat, sondern das Panorama-Restaurant gemeint war, welches wir nur wenige 100 Meter neben uns liegen ließen. Hmpf!

Weiter gings dann zum oben schon genannten See, den ich nun auch mal beim Namen nenne “Blindensee”. Hierbei handelt es sich um ein Hochmoorsee, zu dem man über schmale Holzstege gelangte. Wirklich eine sehr sehr schöne Ecke, da war der ganze Ärger über die Beschilderung doch glatt wieder vergessen (zumindest bis wir dann die nächste Kapelle auch nicht gefunden hatten).

blindensee

Da um das Moor der Boden ja tendenziell etwas feuchter ist, gab es hier in der Gegend auch die unterschiedlichsten Pilze zu bewundern. Wer also weniger auf Kapellen als auf Pilze steht: Kein Grund, hier nicht auch mal vorbeizuschauen.

Hinter dem See (genauer gesagt hier, wo man auch sieht, wie ich geschaut habe, ob man evtl. drumherum gehen könnte, was aber auch nicht ging), waren wir dann kurz vor der Aufgabe, als wir auf einmal schon wieder vor einem Abgesperrten Hof landeten. Bis dann zufällig eine “Hofdame” auftauchte uns uns erklärte, dass wir die Absperrung nur auf- und hinter uns wieder zumachen müssten. Muss man auch erstmal drauf kommen. Ein Schild “Durchgang” erlaubt, wäre mal eine Idee, zumal es sich ja tatsächlich um einen ausgeschriebenen Wanderweg (rote Raute) handelt…

pilze

Danach wäre es dann also zur (nirgends ausgeschilderten) Wendelinkapelle gegangen. Statt dessen präsentiere ich euch hier jetzt ein paar der Wegkreuze, denen wir so über den Weg gelaufen sind:

kreuze

Die Bruder Klaus Kapelle tat uns dann glücklicherweise den gefallen, von uns gefunden zu werden:

bruder_klaus_kapelle

Das Restaurant daneben war allerdings nicht so gnädig (Krankheitsfall), dafür war dann aber nur wenig weiter noch eines, dass uns endlich mit Kaffee und Kuchen (natürlich Schwarzwälder-Kirschtorte) versorgte. Und das dann sogar zu äußerst angenehmen Preisen. Hätte ich nicht mit gerechnet.

Der Weg danach war dann nochmal schön steil (dabei ist dann auch das Foto “Grün” entstanden), aber auch irgendwann geschafft, so dass wir uns erstmal auf die Couch fallen lassen konnten.

Am nächsten Tag tat dann natürlich alles weh (wir sind halt keine geübten Wanderer und 18km ist schon eine ganz schöne Strecke, die Hälfte wäre für uns wohl richtiger gewesen) und so entschieden wir uns, die Tour 3 (16km, mehr Höhenmeter) dann doch größtenteils mit dem Auto zu nehmen.

So ging es zunächst (eher versehentlich, ich wollte direkt die Martinskapelle ansteuern) zur Piuskapelle:

piuskapelle

Von da weiter zum Donauursprung, also zur Quelle der Breg (eine komplizierte Geschichte, die ich bisher auch noch nicht kannte, aber Sohnvanone muss ja die Quelle alles schwäbischen kennen. Nach der Eisenbahn nun also die Donauquelle)

donauursprung

Als dann auf einmal eine Kapelle zu läuten begann, wurden meine Schritte schneller, um euch das noch auf Video festhalten zu können. Und wie ihr gleich sehen könnt, habe ich das auch gerade so noch geschafft:

Hier dann noch Fotos von den weiteren Kapellen. Oben die Friedhofskapelle von Furtwangen (auf dem Friedhof entstand dann auch das Bild “Gelb”), links darunter die Martinskapelle von eben, rechts daneben die unspektakuläre Ölberg-Kapelle, und unten dann die Fatimakapelle (inkl. Innenansicht), für die wir dann nochmal ordentlich den Berg hoch mussten (3km haben wir dann für die letzten 3 Kapellen doch noch zu Fuß geschafft).

martin_oelberg_friedhof_fatima

Bei der Fatimakapelle (wo auch das “Blau”-Foto entstand) gab es übrigens eine sehr schöne Aussicht über Furtwangen zu bewundern, wie diese beiden Damen verdeutlichen:

fatma_aussicht

Ich hab das ganze dann mal in ein Panorama gepackt, hier in größer (aber irgendwie nicht wirklich so groß, wie ich dachte. Egal…)

fatima_panorama

So, jetzt hab ich dann wirklich alle Fotos und Videos untergebracht. Ich hoffe euch tun die Finger vom Scrollen nicht weh.
Fazit gab es oben ja schon, darum hör ich jetzt einfach auf, verweise lediglich noch auf das Angebot zum Kapellenweg.

gelbe_gieskanne

Gelb

12. September 2010 um 23:59 von donvanone

gelbe_gieskanne

Gibts hier in hoher Auflösung.

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pute

Rot

12. September 2010 um 23:58 von donvanone

pute

Gibts hier in hoher Auflösung.

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