Stadtteiltrinken im Fischerviertel

01. September 2008 um 23:19 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Was ein Stadtteiltrinken sein soll, hatte ich hier schon einmal geschrieben, als ich das erste Mal bei diesem Event der ArbeitskollegenBü mitmachen durfte. Am Freitag ging es für mich in die zweite Runde, diesmal machten wir das Ulmer Fischerviertel unsicher. Für alle Klickfaulen, die den Link eben einfach ignoriert haben, hier halt einfach doch nochmal die rüberkopierte Zusammenfassung:

 

Man sucht sich einen Stadtteil aus und besucht dort so viele Kneipen wie möglich. In jeder Kneipe muss jeder ein kleines Bier trinken [...], auf einem Fragebogen die Kneipe anhand diverser Kriterien (Tempo, Geschmack (des Biers), Aussehen (des Personals), Atmosphäre etc.) bewerten und dann auch gleich weiterziehen zur nächsten Kneipe. Sollte dem Anführer das Lokal gar nicht zusagen, so verkündet er dies an Anfang und das Bier muss ex getrunken werden. Eine Kneipe auslassen geht mal gar nicht!

Da ich momentan immer noch arg hinterherblogge, fasse ich mich kurz:

  • Ich hab mal wieder viele neue Kneipen kennengelernt. Von den 12 besuchten (im Zeitraum von 18 bis 23 Uhr) hatte ich bisher erst 3 von innen gesehen. In mindestens 2 wäre ich nie im Leben reingegangen und werde wohl auch nie wieder reingehen. Aber das ein oder andere Highlight war schon dabei. Zum Beispiel kannte ich die “Sahara” nicht, in der Frau Bü und ich uns ein wenig in unseren Urlaub zurückversetzen konnten. Und Shisha konnte man dann auch noch rauchen, was will man mehr? (Hm.. lese gerade auf FrauBüs Zettel, dass sie es da doof fand. Komisch…)

    sahara

  • Apropos “rauchen”. Da gab es in Baden-Württemberg wohl auch eine Entwicklung, die ich verpasst hatte: Kneipen dürfen wieder Raucherkneipen sein, dann darf man aber niemanden unter 18 Jahren reinlassen. Find ich jetzt nicht unbedingt positiv…
    Dem Wirt einer solchen Kneipe schien es nun aber wieder deutlich besser zu gehen und so mussten wir (ca. 9 Mann und eine Frau(Bü)) da weder für unsere Bier, noch für die spendierte (okay, da ist es logisch) Runde Ouzo nichts zahlen. Aber vermutlich wollte der in der firmeninternen Kneipendatenbank nur besonders gut dastehen…
  • stt2

  • Hanfbier (rechts im Bild) schmeckt mal so richtig unglaublich schlecht. Bäh, igitt!
  • Wenn man der Bedienung den Zettel mit den einzelnen Kriterien zeigt, sollte man vorher sichergehen, dass man bei “Optik Bedienung” nicht zu wenig Punkte eingetragen hat, sonst könnte das eine unangenehme Diskussion nach sich ziehen. Ist zum Glück nicht mir passiert. Da hätte sie dann auch noch eine schlechtere Note gefunden…
  • Wenn das ganze in die Excel-Tabelle eingetragen ist, würde ich mal gerne gucken, ob es einen Zusammenhang zwischen Getränkepreis und Publikumsqualität gibt. Ein erster Blick auf die Daten von mir und Frau Bü zerschlägt diese Theorie auf jeden Fall mal nicht…
  • Absoluter “da muss ich auf jeden Fall nochmal hin”-Kandidat ist die Blaupause, die (was man so bei anderen Leuten mitbekommen hat, wir durften ja nur Bier trinken) sehr individuell Cocktails mixen. Dazu noch (im Gegensatz zum Personal im Enchilada) sehr freundlich, sympatisch und professionell (letzteres mag ich den Enchilada-Leuten jetzt nicht absprechen).
    Getoppt wurde die Servicequalität da nur noch durch die sehr noble und durchgestylte Karte, die es mir ganz schön angetan hat. Beim Rausgehen wollte ich dann wissen, wie viele denen denn so pro Jahr geklaut würde. Die Antwort war, dass das gar nicht so viele wären, da die meisten Leute einfach fragen würden. Das tat ich dann also auch ganz schnell und ging dann gut gelaunt mit einer blauen Karte in die nächste Kneipe…

    Karte BlaupauseNein: Meine Hand brennt nicht

    Und als ob die Karte nicht dicke reichen würde: Der Bierdeckel hält auch nochmal die wichtigsten Sachen parat:

    Bierdeckel Blaupause

  • Der Plan, nicht 100%ig mitzumachen (da ich am nächsten Mittag meinen kleinen Bruder in der Nähe abholen musste, damit wir den Rest des Wochenendes noch lustig in Ulm verweilen können) ging nicht wirklich auf, dafür war es einfach zu lustig. Immerhin hab ich frühzeitig aufgehört, so war der Chauffeur-Dienst dann trotzdem kein Problem.
  • Mehr ne Memo an mich: Montags gibts in der “Kulisse” Kölsch für 1 Euro. Leider nur Gaffel-Kölsch…
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    5 Kommentare »

    DonsFilmkritiken Juni, Juli, August 08

    01. September 2008 um 21:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

    Eigentlich wollte ich ja immer am Monatsende meine Filmkritiken aus der Sidebar hier zusammenstellen (da die da ja eh keiner liest), aber irgendwie war in Juni und Juli so wenig los in Sachen Filme gucken (da haben wir uns mehr auf Serien fixiert), dass sich das nicht gelohnt hätte. Darum jetzt einfach mal drei Monate zusammengefasst:

     Saw II (6/10)
    Der erste Saw-Film war ja ein richtiger Knaller, der mich richtig begeistert hat. Danach hab ich dann keinen teil mehr gesehen, weil die Kritiken ja allesamt vernichtend waren (keine Handlung, nur immer grausamere Morde). Als Frau Bü dann aber in Barcelona war und ich nach dem EM-Spiel gegen Kroatien was anderes als Fußball brauchte, hab ich dann doch zu Saw II gegriffen. Denn wen die Frau mal weg ist, kann man ja die Filme gucken, die man sonst nie gucken darf (im September ist sie in Mailand, da werde ich mir dann den Simpsons-Film angucken, dem ich auch sehr skeptisch entgegen stehe).
    Und mein Fazit? Ich denke es lag an der arg pessimistischen Grundeinstellung, aber ich fand den Film nicht wirklich schlecht. Der Oberknaller war es nicht, aber schlecht war er wirklich nicht. Vor allem das Ende fand ich gut, da hab ich nicht mit gerechnet und war positiv überrascht.
    Also werde ich mich wohl auch noch an den dritten Teil wagen, auch wenn der noch schlechter sein soll…

     Hancock (7/10)
    Den allgemeinen Tenor, dass der erste Teil des Films so toll wäre und der zweite dafür grottig schlecht, kann ich so nicht unterschreiben. Ich fand beide teile solala. Kann schlecht sagen, was mir da gefehlt hat (definitiv nicht der “Oberschurke”, den brauchte der Film meiner Meinung nach gar nicht, denn einen richtigen “Superheldenfilm” wollte ich ja nicht sehen, da bin ich (abgesehen von den neuen Batman-Filmen) so überhaupt gar kein Fan von), aber irgendwie hatte ich mir mehr erhofft. Enttäuscht war ich aber auch nicht. Leicht unbefriedigt vielleicht…

     Mr. Brooks (3/10)
    Ööööööde!
    Wer in die Seele eines Serienkillers gucken will, der soll Dexter gucken, aber “Mr. Brooks” ist einfach nur langweilig und merkwürdig. So schlecht, dass man selber Mordgedanken bekommt…
    Allein schon die zwei Darsteller um die gespaltene Persönlichkeit des Haupdarstellers in Form von dämlichen Dialogen darzustellen geht gar nicht.
    Hach, wann geht nur endlich die dritte Dexter-Staffel los… (ja, ich weiß… im September)

     27 Dresses (5/10)
    Auf dem Flug von Ägypten nach Deutschland. Den Hinflugfilm (irgendwo ein Asterix Realfilm) hab ich mir nicht angetan. 27 Dresses lag gerade noch über der “da langweile ich mich lieber”-Schwelle.
    War dann auch wie erwartet: 08/15-Kost. Die Story, dass irgendein Reporter über irgendwen schreiben soll, sich dann verliebt und die Beziehung ein großes Problem bekommt, als der Artikel dann überraschenderweise veröffentlicht wird, ist aber auch wirklich langsam abgenutzt.
    Besser als langweilen war es dann aber doch, wenn auch nicht viel besser…

     Vielleicht, vielleicht auch nicht (7/10)
    Die Story erinnert an “How I met your mother”: Die Eltern eines Mädchens wollen sich Scheiden lassen und das Kind besteht darauf, dass der Vater ihr erzählt, wie er denn ihre Mutter damals kennengelernt hat. Er erzählt also die Geschichte, in der drei Frauen eine Rolle spielen, lässt aber bis zum Ende offen, welche der drei potentiellen Kandidaten denn nun die Mutter ist.
    Tatsächlich kann die Story den Film nicht wirklich tragen, zwischendurch wird es doch arg träge und langatmig. Das Ende ist dann aber doch ganz nett, ich hab ein schlimmeres Happy-End erwartet…
    How I met your mother ist aber auf jeden Fall vorzuziehen…

     Batman Begins (8/10)
    Bevor es in “The dark knight” geht, musste der Vorgänger nochmal angeguckt werden. Wie praktisch, dass man das auf Maxdome gerade kostenlos tun kann. Ich hatte ihn ehrlich gesagt ein wenig besser in Erinnerung und hatte die Kampfszenen nicht so unübersichtlich in Erinnerung. Weils aber ein Superheldenfilm ist, der mir ausnahmsweise gefällt, geb ich dann doch 8 Punkte, denn das muss man erstmal schaffen…

     The Good Cop (5/10)
    Ein Film von Regisseur Lasse Spang Olsen, der auch schon “In China essen sie Hunde” und “Old Men in New Cars” gemacht hat. Dazu in der Hauptrolle Kim Bodnia, der in eben diesen beiden Filmen den kriminellen Bruder und Restaurantbesitzer Harald gespielt hat. Und die Story dreht sich dann auch um planlose Gangster, bei denen nicht alles glatt läuft. Kann doch nur gut werden, oder? Leider nicht. War ziemlich langweilig und wirkte, stellenweise wie ein selbstgedrehter Film auf YouTube (von Farben, Ausleuchtung, Kameraführung und so weiter).

     The Dark Knight (10/10)
    Einfach perfekt! Ich hatte ja Sorge, dass ich durch die ganzen Reviews zu hohe Erwartungen an den Film hätte und darum nur enttäuscht werden könnte, aber dem war nicht so. Hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Vielleicht liegts auch an dem Punkt, denn die fünf Filmfreunde bemängeln: “Die traurigste Erkenntnis ist vielleicht die, dass ‘Dark Knight’ genau das mit Batman macht, was ‘Casino Royal’ mit James Bond macht: Er entmystifiziert die Figur.” Mir haben Bond-Filme nie zugesagt, ‘Casino Royal’ fand ich aber toll. Superheldenfilme find ich zu 98% doof, ‘Batman begins’ und “The Dark Knight’ sind aber super. Evtl. lags ja genau daran. Ich fand den Film auch nie langatmig, sondern immer unterhaltsam und kurzweilig. Und dass man irgendwann denkt “Jetzt ist es zu Ende” und es dann nochmal ewig weitergeht, ist doch toll. Also natürlich nur, wenn der Film selber auch toll ist. Den Zaubertrick mit dem Bleistift habe ich übrigens sofort durchschaut (bin ja selber auch mal Zauberer gewesen). Werde ihn wohl in mein Repertoire aufnehmen, falls ich nochmal gefragt werde, ob ich nicht für einen Kindergeburtstag zaubern will ;-)

     Final Cut (4/10)
    Ne, der konnte mich gar nicht überzeugen und stand immer kurz vor dem Abbruch. Gegen Ende haben wir dann auch mal 10 Minuten übersprungen, nur um dann festzustellen, dass das vorherzusehende Ende (eins von beiden Möglichkeiten) dann auch eingetroffen ist. Vielleicht bin ich auch nicht so der Dogma-Typ (Dogville fand ich aber nicht schlecht), irgendwie war mir das alles viel zu lahm. Aus der Idee hätte man sicher mehr machen können…

     Thumbsucker (8/10)
    Hatte ich vorher noch nie was von gehört und nur aufgrund der merkwürdigen in Maxdome mal auf meine “vielleicht mal gucken”-Liste gesetzt. Die Kritik bei “Filmstarts” hat mich dann dazu bewegt, den Film doch zu gucken und da ich die jetzt schon verlinkt habe und sie eigentlich alles sagt, brauch ich ja jetzt nix mehr dazu schreiben ;-)

     Manufacturing Dissent (7/10)
    “Bowling for Columbine” fand ich ganz großes Kino, was dann etwas getrübt wurde, als rauskam, dass da doch an einigen Stellen Fakten verdreht wurden. Aber wenn man ihn als “teilfiktionale Dokumentation” sieht, ist er immer noch großes Kino. Michael Moore wurde mir aber mit der Zeit immer unsympatischer und diese Dokumentation über Michael Moore hat meine Meinung dann auch bestätigt. “Großes Kino” war “Manufacturing Dissent” zwar nicht, aber eine nette Dokumentation, die auch mal einen anderen Blick auf Moore wirft (sonst kennt man ja nur: “Michael ist toll” oder “Michael ist ein Depp und alles was er sagt ist eine Lüge. Wählt Bush!”. Hier driftete es von der ersten Aussage im Laufe des Filmes immer weiter zu “Michael ist ein schlechter Mensch, aber seine Grundaussage ist ja schon gut”)

    Abschließend nochmal der Link zu all meinen bisherigen Filmkritiken auf DonsTag.

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