150 Jahre Bundesfestung Ulm/Neu-Ulm

14. Juni 2009 um 17:07 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Dieses Wochenende wurde das im Titel genannte Jubiläum eröffnet, was allerlei Aktionen rund um die im gesamten Stadtgebiet verteile Bundesfestung zur Folge hatte (mehr Details auf www.diebundesfestung.de).
Und so schnappte ich mir zwei tapfere Begleiter, um mit meinem Garmin-Gerät auch endlich mal einen Geocache zu heben:

begleitung

Denn eben zu diesem Jubiläum wurden solche extra in und um die Bundesfestung versteckt, wir entschieden uns (welch weise Wahl) für den Cache “Zitadelle”.

Und so ging es dann rund um die Wilhelmsburg, wo wir dann auf auf den vor wenigen Tagen eröffneten Festungsweg stießen. Merkwürdigerweise gibt es von diesem Weg keinen Plan auf der Webseite, hat man aber erstmal eine der 32 Informationstafeln gefunden (die auf den ca. 12,5 Kilometern verteilt sind), braucht man dann ja nur den Schildern folgen. Und manche der Infotafeln haben dann sogar Flyer, mit einer Kate des Weges.

teil1

Und obwohl es die Festung jetzt schon 150 Jahr gibt und ich von der Zeit ja doch immerhin schon ca. 7,5 Jahre in Ulm verbracht habe, hab ich die Wilhelmsburg bisher noch nie aus der Nähe gesehen (immerhin eine sehr empfehlenswerte Führung durch das Fort Oberer Kuhberg hab ich vor einiger Zeit mal gemacht). Das wäre nun also endlich nachgeholt und den Festungsweg werde ich dann auch mal (sicher stückweise) abwandern. Fotogen ist sie ja, die Festungsanlage…

teil2

Zum Cache selbst, will (darf?) ich nicht viel schreiben, außer, dass das Finale (über 10 Etappen mussten wir Hinweise sammeln, um dann zum letzten Punkt gelangen zu können) wirklich unglaublich war. Dort wartet ja in der Regel ein Behältnis, in dem sich ein Logbuch und evtl. noch kleinere Sachen zum Austauschen befinden. Die Behältnisse gibt es in klein (z.B. Filmdosen) und größer (Tupperdosen). Dieses hier war Kategorie “groß”, was ich nur unterschreiben kann. Für alle, die mit Geocaching nichts zu tun haben, es nie machen wollen, oder wenn dann nicht in Ulm, also alle, denen die diese Schnitzeljagd nie machen wollen und sich also keinen Spaß verderben lassen, hier mal ein Foto vom Ziel.

Abends ging es dann noch den Stummfilm “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” (eine Dracula-Adaption) mit Live-Musik. Wobei ich es glaub lieber “stumm” vorgezogen hatte, denn die extra für diesen Abend komponierte Musik war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Die Instrumentauswahl aus Theremin, Trautonium, Camera Musicale (das in dem Video ist auch der Musiker, der an dem Abend da war) zeigt schon, das das ganze sehr experimentell war. Dazu kam noch Duduk, Flöte und Saxophon, sowie eine Sopran-Sängerin, die dem Theremin in Sachen “Rumgejaule” starke Konkurrenz gemacht hat. Auch fiel es mir öfter schwer, den Zusammenhang zwischen Musik und Film zu erkennen. Aber okay, man muss ja alles mal gesehen und gehört haben. Kann ich jetzt also auch abhaken.

Eigentlich wollte ich das auch mal kurz auf Video festhalten, um meine Kritik zu untermalen, dummerweise war die Kamera aber auf Zeitraffer eingestellt, so dass ich nun doch keinen Ton habe. Hätte ich aber eh nicht veröffentlichen dürfen…

nosferatu

Zumindest im Vorprogramm gab es aber sehr schöne Musik von vier Saxophonisten (siehe Foto), da war es dann gar nicht so schlecht, dass die Sonne sich etwas Zeit mit dem untergehen gelassen hatte…

Wie immer gibt es auch hier ein Flickr-Album zu.

 
Madonha:

Die Suche nach einem Geocache hört sich ja ziemlich spannend an und wenn dann auch noch ein so attraktiver Ort dabei erkundet wird, um so besser.
Hast du auch schon einmal vom “bookcrossing” gehört, das klingt ebenso pfiffig, nur geht’s da halt immer um Bücher -entweder selbst hinterlegen oder suchen gehen.

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Madonha:

Was hast du denn da noch für Flugobjekte gefunden?

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Ro:

Der Geocache war wirklich sehr sehr gelungen. Wird schwer werden, den zu toppen – aber ich hab’ ja keine Ahnung und lass mich überraschen, was noch kommen mag’.
Tja, und zum Stummfilm: nur, weil sich Dir die Musik nicht auf’s erste Mal erschließt, musst Du doch nicht gleich die Flinte ins Korn werfen :-)
Nein, im Ernst: Hab’ selten eine derart “harte” Musik gehört. Das war mehr als schwere Kunst und eigentlich eine Frechheit – schließlich ist Nosferatu selbst auch ein Kunstwerk und hätte es bestimmt verdient mit der Orginalbegleitung vorgeführt zu werden ….

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donvanone:

@Madonha: Ich würde mal behaupten, dass das Bienen waren, auf einem Foto erkennt man auf jeden Fall einen großen gelben Böller an nem Bein. Die haben in der Wand von dem Turm gewohnt.

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yhm:

In der SWR Reihe Schätze des Landes gab es am Samstag einen halbstündigen Film über die Bundesfestung Ulm, den man sich hier nochmal ansehen kann. Wer weiß wie lange noch…

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donvanone:

@yhm: Danke für den Hinweis, sehr intere3ssante Sendung. Damit wäre auch unsere Frage geklärt, was denn in den Räumen der Wilhelmsburg ist. Da kann man mehr draus machen…

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Feiertags-Impressionen — DonsTag:

[...] haben auch noch den Geocache um die Bundesfestung (bzw. die Wilhelmsburg) gemacht, den ich euch hier schon vorstellte. Da hab ich dann auch fast die gleichen Bilder gemacht, wie vor 2 Jahren. Einzig die Bienen am Turm [...]