Mein Filmjahr 2017

30. Januar 2018 um 18:17 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Zufälligerweise genau auf den 12. Geburtstag dieses seit ca. 6 Jahren komplett vernachlässigten Blogs gibt es hier nun heute nach dem Serienrückblick auf den Filmrückblick auf 2017.

Auch hier fahre ich den Statistik-Teil runter, lediglich der Graph über die Jahre bleibt erhalten, hier mit einer kleinen Neuerung: Denn je älter die Kinder werden, desto mehr Filme schauen wir mit denen zusammen und desto mehr verwässert meine Statistik der “richtigen” Filme.
Darum hab ich (auch rückwirkend) mal die Kinderfilme farbig rausgezogen (wie immer gilt: Erst Mitte 2007 startet die Aufteilung zwischen “Kino” und “TV”, wobei “TV” ab 2014 dank Heimkino eigentlich auch fast “Kino” ist. Aber halt kein “Echtes”):

filme_2017

Und so waren es dieses Jahr 34 Filme (davon 7 im Kino. Ohne Kinderfilme dann 25 Filme, davon 4 im Kino), was eine Steigerung gegenüber 2016 darstellt, was ich nicht gedacht hätte, da Sky ja im Frühjahr gekündigt wurde und mein Hauptaugenmerk immer mehr auf Serien geht.
Aber die Sky-Kündigung spielt da noch rein, denn bevor die Kündigung ablief, musste ich ja schnell noch einige Filme schauen, die ich mir bis dahin aufgenommen und vor mir her geschoben hatte. Darum gabs da nochmal einen Peak. Mal schauen, wie es 2018 dann aussieht. Ich tippe auf fallende Tendenz (außer bei den Kinderfilmen).

Nicht durchgehalten habe ich die folgenden Filme: “Codename U. N. C. L. E”, “Legend of Tarzan”, “The Nice Guys” und “Naked”. Und auch “Felix – Ein Hase auf Weltreise” taucht nicht auf. Der wurde zwar nicht abgebrochen, aber da bin ich nicht wirklich lange wach geblieben. Sonst versuch ich ja schon immer mit den Kindern zu schauen. Aber der war so harmlos, da konnte ich ruhig mal 1.2 Augen zudrücken…

Folgende Filme habe ich aber gesehen und bewertet (innerhalb einer Bewertungsstufe sind die Filme alphabetisch sortiert):

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Mein Serienjahr 2017

29. Januar 2018 um 14:29 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, nachdem ich letztes Jahr die Tradition eingeführt habe, nicht nur mein Filmjahr, sondern auch mein Serienjahr Revue passieren zu lassen, gibt es hier nun also wieder ein ewig langen Beitrag. Denn 2017 waren es 24 verschiedene Serien, die ich gesehen habe (2016 waren es mit 25 nur knapp mehr, würde ich aber “Staffeln” statt “Serien” zählen, hätte 2016 noch klarer gewonnen, denn da hab ich ja 6,5 Staffeln “The Walking Dead” und 7 komprimierte Staffeln “Gilmore Girls” gesehen)…

Aber auch wenn ich ein Statistik-Nerd bin: Damit will ich hier erst gar nicht anfangen. Auch die im letzten Jahr eingeführte Durchschnitssbewertung zwischen den einzelnen Streaming-Anbietern lasse ich weg.
Nur so viel: Wenn ich mich für einen Anbieter entscheiden müsste, wäre das ganz klar Netflix. Da laufen einfach so viele tolle Sachen, dass man gar nicht nachkommt. Bei Amazon Video ist meine Trefferquote geringer und die guten Sachen kosten dann ja trotzdem nochmal Geld, was eine weitere Hemmschwelle darstellt.
Allerdings braucht man so 2-3 Monate im Jahr dann doch noch ein Sky Ticket, um die ganzen HBO-Knaller (Game of Thrones, Westworld und Silicon Valley) sehen zu können. Aber das ist monatlich kündbar und wird von mir auch tatsächlich nur für diesen Zeitraum gebucht (okay, für “The Walking Dead” 8.1 hatten wir es auch noch laufen, aber das ist das Geld nicht wert. Staffelhälfte 2 also erst, wenn Westworld weitergeht).

Ach, noch kurz zu Sky Ticket, da meinte ich im letzten Jahr an dieser Stelle noch naiv, dass es dafür ja ne PS3-Anwendung gibt und “die nur besser sein kann als das grottige Interface auf dem Sky-Receiver”. Jaja… so kann sich täuschen…

Aber mittlerweile gibt es einen kleinen Funken Hoffnung:

So, und bevor es jetzt dann mit den Serienkurzbesprechungen losgeht, wollte ich noch kurz auf meinen Auswahlprozess eingehen (ganz so, wie es bullion auf deinem Blog für die Filme gemacht hat).

Anlaufstelle Nr. 1 ist natürlich Inishmore mit seinem Seriencheck. Da lese ich recht schnell raus, was auch für mich interessant sein könnte. Bei den Serienjunkies werden die News und interessant klingende Pilot-Review gelesen. Und das “kleine Fernsehballet” sorgt dann noch für einen auditiven Ausgleich.

Ist mal ne interessante Serie gefunden, dessen Trailer auch Frau Bü überzeugt hat, gehts zu werstreamt.es um zu schauen, ob wir da überhaupt auf legalem Wege rankommen.

Und dann gehts los und jede Serie bekommt so 1-3 Folgen die Chance, sich zu bewähren.

Die Qual der Wahl: Welchen Film soll ich mir heute anschauen? Parallel dazu besuchte ich dann meist “Graph TV”, wo die IMDB-Folgenbewertungen graphisch aufbereitet werden/wurden.
Seit einigen Monaten ist die Seite aber down, glücklicherweise hat schnell jemand einen gleichwertigen Ersatz aufgezogen: tv.obtuse.io.
Habe ich die ersten Folgen gesehen, schaue ich, wie sich die Serie weiter entwickelt. Lohnt es sich trotz Bedenken dran zu bleiben, weil die Tendenz nach oben zeigt, oder war das schon das Beste und nun gehts nur noch berab?
Auch, um zu entscheiden, ob man sich die nächste Staffel auch noch anschaut, ist das recht hilfreich. Schließlich ist das Angebot ja so groß, dass man es sich erlauben kann, im richtigen Moment von einer Serie abzuspringen. Ein “das hab ich angefangen, also schau ich es auch bis zum bitteren Ende” gibts nur noch sehr selten (und das ausgerechnet bei “The Walking Dead”, wo es echt immer bitterer wird..)

Ich hab unten immer mal wieder auf den Graphen der jeweiligen Serie verlinkt, um meine Meinung durch die Daten der breiten Masse zu untermauern oder (bei Stranger Things) auf markante Auffälligkeiten hinzuweisen.
“Gute” Serien-Staffeln erkennt man daran, dass die Graphen zum Staffelende immer weiter steigen, Spannung aufbauen und dann mit fulminanten Finale enden. “Game of Thrones” (ich verlinke hier jetzt immer auf den zugehörigen Graphen) ist da ein Paradebeispiel, wobei hier auch alle Folgen in sehr hohem Punktebereich liegen, so dass die y-Achse stark gestaucht ist und die Steigung noch stärker aussieht. Ebenfalls gut zu sehen, dass das Highlight-Finale meist die vorletzte und nicht die letzte Folge war…

Aber gute Serien können auch konstant sein. Bei “This is us” ist die erste Staffel quasi eine horizontale Line. Zu meiner Freude ist die zweite Staffel noch höher angesiedelt (und steigend), der muss ich mich endlich auch mal widmen.

“The Last man on earth” hat ein merkwürdiges Phänomen in Staffel 2 und 3: Da bilden die Punkte zwei nach unten hängende Bögen (hat jemand “Brüste” gesagt?). Da ich beim ersten Tiefpunkt in Staffel 2 ausgestiegen bin, kann ich das aber nicht erklären. Scheint aber eine gute Entscheidung gewesen zu sein.
Genauso, wie “The Big Bang Theory” in Staffel 6 (oder 7? abzusetzen. Denn laut Graph ging es von da an auch nur noch weiter bergab

“Arrow” hab ich kurz vor Ende der katastrophalen 4. Staffel aufgeben. Der Graph lässt erkennen, dass ich nicht alleine mit der Meinung war. Danach scheinen die sich aber wieder gefangen zu haben. Pech gehabt…

Abschließend (sorry, da ist der Statistik-Fetisch dann doch nochmal durchgebrochen) noch ein Quiz. Wer erkennt die Serie am Graphen?

welche_serie_ist_das

Das nennt man ein grandios verkacktes Serien-Finale. Hier empfehle ich jedem, einfach nach Staffel 4 aufzuhören (auch wenn es schwer fällt, weil das eben die bester Staffel ist, inkl. perfektem Ende, wo man dann ja schon gerne wüsste, wie es weitergeht. Aber ab da gehts berab, darum einfach selber im Kopf weiterspinnen…)

Nun aber endlich zu meinen Kurzkritiken aller von mir im Jahre 2017 gesehenen Serien (die Streaminglogos geben an, wo man es sehen kann/konnte (wechselt ja ständig, darum: werstremt.es). Dabei steht amazon_prime für “bei Amazon Video im Prime-Paket inklusive” und amazon_kostet für “kostet bei Amazon Video nochmal extra”. Passend dazu noch schnell ein kleiner Partnerlink-Banner in diesem Klammersatz:

)

Und jetzt los:

Anne with an Enetflix 9/10
Staffel 1

Ich bin nicht sicher, ob “Anne with an E” wirklich auf Platz 1 gehört, oder andere Serien nicht doch nen Tacken besser waren, aber Anne war auf jeden Fall meine größte Überraschung im letzten Jahr und da ich da sonst nur sehr wenig drüber gehört und gelesen habe, auf jeden Fall mein Geheimtipp Nr.1

Irgendwo musste ich aber doch nen halben positiven Satz drüber gelesen haben, denn sonst hätte ich das “Kostümfilm”-Vorschaubild auf Netflix nie angeklickt. Und so dann auch nur, um auch mal ein wenig Rücksicht auf Frau Büs Vorlieben zu nehmen. Kostümfilme locken mich sonst nämlich so gar nicht, ich erwartete also gähnende Langeweile.

10 Minuten später war ich gehooked und 3 Tage später war dann auch schon wieder alles (7 Folgen zu je 45 Minuten) vorbei. Leider…

Worum gehts? Ich zitiere mal Wikipedia: “Durch ein Missverständnis landet Anne Shirley, ein 13-jähriges lebhaftes Waisenkind, im Jahr 1890 bei dem Geschwisterpaar Matthew und Marilla Cuthbert, die eigentlich mit einem Jungen gerechnet hatten, der sie bei der Farmarbeit unterstützen sollte.”
Eigentlich sollte Anne dann auch schnell wieder zurück gegeben werden, aber auf dem Weg zum Haus hatte sich die fortlaufend plappernde Anne nicht nur in mein Herz, sondern auch in das von Matthew geredet.
Und dann beginnt das neue Leben von Anne und deren neuen Eltern, wobei Anne trotz ihrer Außenseiterrolle (nicht nur adoptiert, sondern auch noch rote Haare, Sommersprossen und nur Waisenhaus-Manieren) modern feministisch ihren Weg geht. Mit viel Phantasie und Redefluss.

Erinnerte mich ein wenig an Pipi Langstrumpf, was sich dann auch als nicht verwunderlich rausstellte. Denn die Geschichte basiert auf dem Kinderbuch “Anne auf Green Gables” von Lucy Maud Montgomery aus dem Jahre 1908. Und laut Wikipedia war es “das Lieblingsbuch der Schriftstellerin Astrid Lindgren”, weswegen “Pippi Langstrumpf von der temperamentvollen rothaarigen Anne inspiriert” wurde.

Und ein Glück gibt es da nicht nur ein Buch, sondern gleich 6 Bücher (plus nochmal 3, die den Fokus auf die zukünftigen Kinder von Anne lenken), so dass Netflix mich da hoffentlich noch ne Weile begeistern kann. Zweite Staffel ist auf jeden Fall gesichert…

Game Of Thronessky amazon_kostet 9/10
Staffel 7

Da das Ende der Serie nahe ist (letzte Staffel dann aber ja leider erst 2019) führen zwangsläufig alle Stränge zusammen, was zwar schön ist, aber dann auch vorhersehbarer wird. Hinzu kommen manch ärgerliche Entscheidungen der Charaktere, die ich nicht wirklich nachvollziehen kann und merkwürdige Raum-Zeit-Beugungen (Stichwort “Eis-Insel”) und Pseudo-”ist er tot”-Cliffhanger, so dass ich mich tatsächlich dabei ertappt habe, mich an “The Walking Dead” (siehe gaaanz weit unten in dieser Liste) erinnert zu fühlen.
Aber keine Sorge: Das ist Jammern auf allerhöchstem Niveau und bei GoT ist man ja auch echt sehr verwöhnt.

Atypicalnetflix 9/10
Staffel 1

Alph hat es Inismore empfohlen, der hat es seinen Lesern empfohlen, woraufhin ich es geschaut habe und nun die Empfehlung an euch weitergebe.
Es geht um “Autismus, der Drang nach Unabhängigkeit und seine Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien” (um einen weiteren Empfehlungs-Beitrag von Inishmore zu zitieren).
Klingt jetzt nicht so nach dem Ultra-Dramedy-Thema, zumal ich vom Autismus-Sheldon in “The Big Bang Theory” auch schon lange genug hatte. Und Dramedys funken bei mir auch nur eher selten (obwohl ich es bei “Please like me” tatsächlich lange versucht habe, dem Titel nachzugehen, dazu dann weiter unten mehr).
Aber hey: Inishmore hats überschwänglich empfohlen, also schauen wir doch mal rein.

Und Frau Bü und ich waren dann auch wieder sofort am Haken. Alles sehr sympatische Figuren, man lernt dazu noch einiges über Pinguine und überhaupt. Hach…
Nachdem wir dann also 6 Folgen (à 30-35 Minuten) am Stück geschaut hatten, wurden wir doch noch vernünftig (Kinder kennen da ja kein Erbarmen) und sparten uns die letzten beiden für den nächsten Tag auf. Und dann wars schon wieder vorbei und wir warten ungeduldig auf die Fortsetzung…

This is usamazon_prime 9/10
Staffel 1

Noch eine ganz tolle Dramedy-Serien. Hier gehts sehr vage formuliert um 4 Personen (und deren Familie), die alle am gleichen Tag Geburtstag haben und deren Leben irgendwie zusammen hängen. Mehr wusste ich (außer “ganz ganz toll”) nicht, als ich die erste Folge sah und war dann von dem “wie die zusammenhängen” sehr positiv überrascht. Interessanter Kniff, der dann auch den Rest der Staffel sehr gut funktioniert.
Auch hier sind alle Charaktere liebenswert und man kann viel schmunzeln, trauern und auch ein wenig rätseln.
Und ich kann mich an keinen Handlungsstrang erinnern, den ich nicht interessant fand. Rundum gelungen, absolute Empfehlung.
Die zweite Staffel haben wir uns an einem der Amazon-Cyber-Irgendwas-Tage schon vergünstig zugelegt, wartet aber noch auf eine Sichtung (da da dann vermutlich wieder recht schnell geht, geben wir der Serie ausreichend Vorlauf. Nicht, dass wir dann irgendwann auf neue Folgen warten müssen…)

Silicon Valleysky amazon_kostet 9/10
Staffel 4

Hier nun die erste “reine” Comedy (auch wenn der Aufbau des “neuen Internets” nicht undramatisch verläuft). Und da ist erneut “Silicon Valley” meine persönliche Nummer 1.
Mögliche Gründe: Es gibt pro Staffel eine Geschichte die erzählt wird (also nicht in sich abgeschlossene Episoden), so dass es nicht so schnell redundant und langweilig wird. Und mit 10 Folgen pro Staffel kann man das dann auch ohne viel Füllzeug straff erzählen.
Und dann ist die IT natürlich auch noch “mein” Gebiet, auch wenn ich von der StartUp-Szene weit entfernt bin. Aber so macht es dann noch mehr Spaß, denen bei deren diversen scheiternden Versuchen zuzuschauen.
Fremdschämen inklusive, aber mehr die nette Art. Like!

Stranger Thingsnetflix 9/10
Staffel 2

Letztes Jahr war “Stranger Things” noch vor “Silicon Valley” einsortiert, dieses Jahr muss es sich knapp geschlagen geben, da es einem doch alles recht bekannt vorkam. Staffel 2 der Stranger Things war schon recht ähnlich zu Staffel 1, was aber durchaus okay ist, denn Staffel 1 fand ich ja sehr toll. Warum also groß was ändern…
Ich fands toll, wieder in die 80er eingeladen zu werden und den Kindern beim Welt retten zuzuschauen. Eleven und Hopper sind ein sehr spaßiges Team, der Teil hat mit sehr gefallen. Das Liebes-Dreieck hätte man sich aber sparen können.
Nach so 3 Folgen hatte ich mal auf den Bewertungsgraphen geschaut und den krassen Abfall bei Folge 7 gesehen:

stranger_graph

Tatsächlich war mein Tipp da dann auch schon korrekt, was in Folge 7 passieren würde und sooo schlecht fand ich die jetzt auch nicht. Wird vermutlich in Staffel 3 dann wieder aufgegriffen, ein Spin Off brauche ich aber sicher nicht…
Und als Belohnung ging es in den letzten beiden Folgen dann ja nochmal so richtig ab, nachdem es den ersten Teil der Staffel eher so dahingeplätschert ist.

The Leftoverssky amazon_kostet 7/10
Staffel 1
The Leftoverssky amazon_kostet 8/10
Staffel 2
The Leftoverssky amazon_kostet 9/10
Staffel 3

2% der Weltbevölkerung verschwinden zeitgleich und spurlos von der Erde.
Warum? Egal. Denn es geht um die restlichen 98% und wie diese mit diesem Ereignis umgehen können. War es Gott? Wurden die 2% belohnt oder bestraft? Wird es wieder passieren? Warum ist meine Frau verschwunden und nicht ich?

Diese Serie wurde vielfach hoch gelobt, hat aber trotzdem nur einen kleinen Fankreis. Ich hatte mich mit Frau Bü schon vor Jahren mal an die Serie gewagt, da hatten wir dann aber schon nach 2 Folgen (Baumfäll-Szene) wieder abgebrochen, da das ganze doch ein wenig zu strange war.
Da ich aber immer wieder hörte, wie toll das doch ist, gab ich mir einen Ruck und versuchte es dann alleine nochmal. Ich brauchte ne Weile, um wirklich rein zu kommen, dann steigerte sich das ganze aber immer mehr und am Ende kann ich sagen: Krasse Serie, wirklich toll!

Ziemlich depressiv alles, krass strange Folgen (Penis-Scanner…), ständige WTF-Fraezeichen im Kopf, aber insgesamt eine sehr stimmige Sache mit einem nicht-vergeigten Ende (da hatte ich nach Lost ja etwas Angst vor).
Anschauen lohnt sich, auch wenn es nicht immer leicht ist!

Glownetflix 8/10
Staffel 1

Erstmal so: Da schlägt mir Netflix also Frauen-Wrestling-Serie an, die in den 80ern spielt und klamottentechnisch jetzt nicht unbedingt den Frauen schmeichelt. Ernsthaft? Warum sollte ich das schauen wollen? Nur weil ich “Stranger Things” gesehen habe und daher die 80er toll finden könnte? Aber Wrestling? Hallo? Nein danke, guck ich nicht.

Und dann so: Es geht ne Woche an die Nordsee, die Schwiegereltern haben eine Ferienwohnung rausgesucht. Eine ohne Wlan. Ohoh… Und jetzt? Ach, Netflix hat doch neuerdings auch eine Download-Funktion. Probieren wir das doch mal aus. Aber was denn? Alles Tolle haben wir schon gesehen oder ist dann doch nicht im Offline-Modus verfügbar.
Also doch… “Glow”???
Hmpf, ok, ist ja nur für den Notfall.

Und schwups: Schon wieder nach nur einer Folge am Haken und im Binge-Fieber (was im gemeinsamen Urlaub natürlich nur bedingt ausgelebt wurde).

Was mir erst da klar wurde: Es geht gar nicht um Frauen-Wrestling, sondern um eine Schauspielerin, die bei einem Casting mitmacht und (wie ich) nicht so genau weiß, worum es überhaupt geht. Zu ihrem Schrecken geht es dann um eine Fernseh-Wrestling-Show, für die jede Schauspielerin (es ist nur eine Frau dabei, die aus einer Wrestling-Familie kommt und daher Ahnung hat) sich eine Figur entwickelt und eben das Wrestling lernt.
Dazu kommen noch private Streitigkeiten, normales Fauengezicke, ein schmieriger Regisseur (Fremdscham-Faktor), der eigentlich viel lieber seinen Zeitreise-Film “Mothers and Lovers” drehen möchte und viele liebenswerte, schrullige und überdrehte Figuren.

Ja, die 80er kriegen mich schnell, die Kostüme sind furchtbar authentisch (also die “normalen” Anziehsachen. Die Wrestling-Kostüme sind etwas “moderner” als in der echten Glow-Fernsehshow (ja, ich hab mir da mal Ausschnitte angesehen. Nein, war nix für mich…) und der ganze Cast fantastisch (Alison Brie passt auch in die 80er perfekt rein). Dazu Seifenoper-Elemente (wie die Schauspieler selber erkennen (und dann nutzen): Wrestling erzählt eigentlich auch nur eine Seifenoper) und ein schönes und überraschendes Finale.

Hach… ich glaub ich hätte Glow doch weiter nach oben ziehen sollen. Aber was dafür runter? So viele gute Serien…

Santa Clarita Dietnetflix 8/10
Staffel 1

Was ein alberner Quatsch: Eine handelsübliche Vorstadtfrau wird auf einmal zu einem Zombie (mit grotesk übertriebener Kotz-Szene) und hat nur noch Appetit auf Menschenfleisch. Und da man ja nicht jeden dahergelaufenen Postboten anknabbern kann, geht das Ehepaar (ihr Mann versucht sie zu decken und unterstützen so gut es geht, immerhin profitiert er davon, dass deine Frau auf einmal voller Energie (auch sexueller Natur) steckt) den “Dexter”-Weg und sucht sich Opfer aus, die es “verdient” haben. Also all die Schwerverbrecher oder Lehrer, die die Kinder ungerecht behandeln.
Getragen wird das ganze von Drew Barrymore und Timothy Olyphant, die das Ehepaar spielen und teilweise wunderschön harmonieren.
Alles total überdreht und mit teilweise köstlichem Humor. Und damit es nicht zu langweilig wird, geht man auch noch dem “wie konnte das passieren”-Mysterium hinterher.

The Sinnernetflix 8/10
Staffel 1

Hier eine ähnliche Story wie bei Glow: Eigentlich wollte ich es gar nicht sehen. Ich mag Jessica Biel nicht (keine Ahnung warum), der Trailer überzeugte mich nicht, die Story (Frau bring Typ um, stellt sich sofort hat aber keine Ahnung, warum sie es gemacht hat, was der Ermittler nun rausfinden will) klingt auch nur vage interessant und das kleine Fernsehballett war der Meinung, dass es schon recht mühsam ist, sich durch die ersten Folgen zu schauen, da alles recht träge erzählt wird. Das Ende würde das aber weider raus reißen.
Und da Frau Bü interessiert war, ließ ich mich dann überreden und gab dem ganzen ne Chance.
Und ja: So richtig Fahrt nimmt es lange nicht auf, ich war öfter mal nah dran am Sekundenschlaf. Aber hey: Das Ende reißt es wieder raus. Auf einmal macht das alles Sinn, was man da so gesehen hat und alles fügt sich zusammen. Aber bis dahin ist es halt ein steiniger Weg…

Brooklyn Nine Nineamazon_kostet 8/10
Staffel 4

“Brookly Nine Nine” macht so weiter wie immer. Also immer noch konstant witzig, aber so langsam machen sich dann doch die ersten Abnutzungserscheinungen bemerkbar. Und ich merke, wie ich immer mehr zu “neue Sachen ausprobieren” tendiere, anstatt immer wieder das gleiche zu sehen (und da haben es so Serien mit abgeschlossenen Folgen halt echt schwer). Aber so weit bin ich hier noch nicht, ich bleibe weiter dran, hab es aber nicht wirklich eilig und warte, bis es irgendwo kostenlos verfügbar ist…

Homelandamazon_kostet 7/10
Staffel 7

Noch so ne Abnutzungerscheinungs-Serie. Aber hier immerhin mit einem Handlungsbogen über die ganze Staffel und steigendem Spannungsbogen. Da muss man dann nur mal anfangen und kommt nicht mehr von los, auch wenn es Anfangs nur sehr schleppend startete und ich die Darstellung des kaputten Quinns zwar schauspielerisch toll fand, sonst aber nur so mittel davon begeistert war.
Aber wie gesagt: Im Laufe der Staffel ziehts bei Homeland ja immer an und irgendwann stellt sich dann der bekannte Suchtfaktor ein und man freut sich tatsächlich auf die nächste Staffel. Wobei es hier tatsächlich langsam reicht…

Orphan Blacknetflix 7/10
Staffel 5

Orphan Black hatte ich ja nach der schrecklichen 3. Staffel fast abgesetzt, war dann von der 4. wieder versöhnt und freute mich dann wieder auf die finale Staffel 5.
Ein bisser Angst hatten wir trotzdem, zumal ein Freund und schon vorwarnte. Der hatte nach ein par Folgen abgebrochen.
Wir waren nach einem Wochenende mit drei langen Abenden aber ganz schnell durch und trotz mancher “Naja”-Momente mit der Serie versöhnt. Für mich ist die erste Staffel eindeutig die stärkste, die schauspielerische Leistung von Tatiana Maslany fantastisch und die Serie im Allgemeinen zu empfehlen. Durch Staffel 3 muss man halt durch, aber wenn ich mir den Graphen so anschaue, sehen das gar nicht alle so schlimm wie ich…

Shootersky amazon_kostet 7/10
Staffel 1

Die Serie zum gleichnamigen Film zum andersnamigen Buch (“Im Fadenkreuz der Angst”). Den Film hab ich gesehen und für gut befunden, da könnte man der Serie ja auch mal ne Chance geben.
Story: Der Marine-Scharfschütze Bob Lee Swagger wird vom Secret-Service aus dem selbst gewählten Ruhestand geholt, um ein angekündigtes Attentat auf den US-Präsidenten zu verhindern. Das ganze war aber eine Falle und er steht nun als Attentäter da und muss versuchen, den wahren Attentäter zu finden und vor den Drahtziehern (die vermutlich weit oben sitzen) zu fliehen.

Das alles passiert erfährt man in der ersten von 10 Folgen. Danach ist es dann munteres Katz- und Maus-Spiel mit einigen Rückblenden auf die Marine-Zeit.

Ist tatsächlich durchgehend spannend, der Film hätte aber vermutlich gereicht und den Effekt aus der Pilotfolge, dass man anhand von ins Bild gezeichneten Skizzen sieht, wie er Flugbahnen etc. berechnet, hat man danach dann irgendwie wieder vergessen. Da hätte ich dann eigentlich mehr von erwartet.

BoJack Horsemannetflix 7/10
Staffel 1
BoJack Horsemannetflix 6/10
Staffel 2

Ich war mal ein großer Simpsons-Fan (bis es dann so ab Staffel 8 immer schlechter wurde. Bei Staffel 11 oder 12 bin ich dann ausgestiegen. Inzwischen sind wir bei 29…), danach dann noch ein bisserl Futurame, Southpark und Family Guy. Und das war es dann mit Animations-Serien (wenn ich mich recht erinnere).
Irgendwie hatte ich mal wieder Lust. Und da ich viel gutes über “BoJack Horseman” und “Rick & Morty” gehört hatte, versuchte ich es mal mit einem von den beiden.

Ich begann mit BoJack, da das “erwachsener” sein sollte. Und tatsächlich: Stories, die ich so nicht in nem Zeichentrick erwartet hatte. Erstaunlich tiefe Charakterzeichnung und ein schön depressiver Grundton. Ich fands nett, wollte es wirklich gern haben, merkte aber, wie ich mich immer mal wieder vom Handy ablenken ließ, da es dann doch ab und an auch eher nur plätscherte.
Staffel 2 zog ich noch durch, danach reichte es dann aber mal.
2018 kam dann “Rick & Morty” noch dran, das ist mal ein komplettes Kontrastprogramm. Nicht so tiefe Charaktere, nicht so ne schöne durchgehende Story, aber dafür komplett durchgedrehte Idee. Ich war noch nie auf nem Drogentrip,a ber jetzt weiß ich glaub ich, wie sich das anfühlen muss.
Aber huch… das schreib ich euch ja alles erst in einem Jahr, wenn ich 2018 Revue passieren lasse…

Modern Familyamazon_kostet 7/10
Staffel 8

Wieder so ein Fall, wo mich einfach die schiere Folgenanzahl ermüdet. Es gibt immer noch sehr witzige Szenen und Modern Family gehört noch zur Top-Comedy. Aber irgendwann kennt man halt alles schon…

The Defendersnetflix 7/10
Staffel 1

Mit “Daredevil” hab ich manche Probleme, finds aber immer toll, wenn ich es dann gesehen habe, “Jesscia Jones” fand ich super und freu mich auf die dritte Staffel, “Luke Cage” fand ich ziemlich unspektakulär und “Iron Fist” hab ich aufgrund katastrophaler Kritik und dem grottigen Trailer einfach ausgelassen.
Aber wie ist es nun, wenn die vier zusammenkommen? Gar nicht mal so schlecht. Man hat die schwarzhumorigen Sprüche von Jessica Jones, die verschiedenen Kampfstile von allen, lustige Interaktionen und Kräftemessen und ein cooles Farbenspiel, weil man schon an der Farbe der Lichter im Bild erkennen kann, wer gerade dabei ist (das war in den Einzelserien auch schon so).
Aber auch bei den Superhelden macht sich Übersättigung breit (Bei den Marvel-Filme der Haupt-Gang (Avangers) hab ich ebenso abgebrochen wie bei Arrow und The Flash). Hier wird wohl nur Jessica Jones und (vor allem wegen Frau Bü) Daredevil weiter bestehen.
Ach… dem Punisher wolle ich dann vielleicht doch auch mal noch ne Chance geben.

Wayward Pinesamazon_prime 7/10
Staffel 1

Nichts besonderes, muss man nicht gesehen haben. Wenn man Langeweile hat, kann man aber zugreifen.
Viel mehr ist bei mir nicht hängen geblieben. War aber auch Anfang 2017…

Quanticoamazon_prime 6/10
Staffel 1

Eine Mischung aus “How to get Away mit Murder” und dem weiter oben erwähnten “Shooter”.
Aus “How to get Away mit Murder” kommt der Unterrichtsteil, der immer Stoff behandelt, der für die aktuelle Folge relevant ist. Bei “How to get Away mit Murder” gehts um Jura, bei “Quantico” um das Baiswisen eines FBI-Rekruten.

Und das auf zwei Zeitebenen. Am Anfang der Serie steht ein Terrorakt, bei dem die Hauptdarstellerin (eine der Rekruten) schnell auch die Hauptverdächtige ist. Aber das ist natürlich Qutsch und alles nur eine sehr große Verschwörung, hinter der vermutlich einer der anderen Rekruten steckt. Also springen wir munter zwischen der Ausbildungszeit und der “Nach-Anschlag”-Zeit hin und her, um eben das Basiswissen zu lernen und die Rekruten und deren mögliche Motive aus der Vergangenheit kennenzulernen und dann in der Jetzt-Zeit zu beobachten, wie sich die Chemie zwischen den Rekruten verändert hat und wie die Hauptperson verdächtigt, den wahren Drahtzieher zu finden.

Das ganze ist vollgespickt mit überraschenden Twists. Aufgrund der hohen Folgenzahl ist aber schnell ein wiederkehrendes Muster erkennbar: Eine Person ist auf einmal hoch verdächtig, bis sich nach 2-3 Folgen dann herausstellt, was der eigentliche Grund für das merkwürdige Verhalten war (meist: Er wurde von irgendwem dazu gezwungen, wodurch wir den nächsten Hauptverdächtigen haben).
Mit der Hälfte der Folgen wär es glaub ziemlich cool gewesen und ich mag die zwei Zeitebenen und den Soap-Anteil da drin, aber auf Dauer war es dann auch ermüdend. Sieht man auch am Bewertungsgraphen, der stetig nach unten geht und sich nur am Ende nochmal positiv entwickeln kann. Da hätte man inn der Mitte ordentlich was rausschneiden können…

Designated Survivornetflix 6/10
Staffel 1

Das Capitol in Washington fliegt in die Luft und die versammelte Politikerschaft ist hinüber. Zum Glück gibt es für so einen Fall einen “Designated Survivor”, also einen eher kleinen politischen Hampelmann, der bei der Veranstaltung nicht mitmachen darf und nur als Backup da ist. Und das tritt nun erstmals ein, der Designated Survivor wird sofort neuer Präsident. Und es ist anderer als Jack Bauer Tom Kirkman, der natürlich maßlos überfordert ist und erstmal von niemandem ernst genommen wird.
Die Verwandlung vom Polit-Leichtgewicht zum präsidialen Anführer mit entsprechendem Selbstbewusstsein geht mir dann etwas zu schnell und die Suche nach dem Attentäter und der natürlich dahintersteckenden Verschwörung geht dann auch bald von “spannend” in Jack-Bauer-überdreht über. Statt der nervigen Kim-Tochter gibts zur Abwechslung nen nervigen Sohn, um den man sich immer wieder Sorgen muss.
Nö, da mussten definitiv zu viele Folgen gefüllt werden, der ständige Wechsel an Showrunnern hat sicher auch nicht geholfen und so geht es leider immer weiter bergab (sagt auch der Graph, bei dem es nur zum Midseason-Finale nochmal nen Peak gibt). Staffel 2 dann ohne mich…

The Walking Deadsky netflix amazon_kostet 5/10
Staffel 7.2
The Walking Deadsky    4/10
Staffel 8.1

Örks…
Letztes Jahr hatte ich die ersten 7,5 Folgen am gesehen und dem ganzen 7 Sterne gegeben. Allerdings mit dem Hinweis: “die 7 Sterne sind auch mehr eine gutwillige Durchschnittsbewertung, denn das ganze wird leider von Staffel zu Staffel schlechter”.
Und oh mein Gott, ich hatte ja keine Ahnung, wie viel Potential da noch nach unten ist. Ja, ich schaue es noch, aber mehr als Sensations-Tourist der sich mit anschaut, wie das Ding gegen die Wand gefahren wird. Also so, wie HSV-Fans sich auch immer noch Spiel anschauen (mach ich seit dieser Saison nicht mehr und mir fehlt erschreckend wenig, außer der feste Termin, wo ich sonst nebenher gebügelt hab).

Und die 4 Sterne auch nur, weil es lustig ist, sich gemeinsam über die Serie lustig zu machen.

Gilmore Girls: Ein neues Jahrnetflix  5/10
Staffel 1

Joa, das ist nun auch schon ein ganzes Jahr her. Ich glaub ich sollte mir doch zwischendurch auch mal Notizen machen. Daher kopiere ich einfach das, was ich letztes Jahr schon an dieser Stelle dazu schrieb: Würde ich hier eine “muss man gesehen haben”-Liste draus machen, würde da nur die lezte Folge drauf kommen. Der Rest war zu viel “Oh guck mal, den haben wir auch für nen Kurzeinsatz bekommen und guck mal, wie viel/wenig der sich verändert hat” und zu wenig Spaß

Please like me netflix 5/10
Staffel 1

Ich glaub an die Serie kam ich auch übers “kleine Fernsehballett” und ich wollte die Figuren wirklich auch alle gerne haben, was es hat leider überhaupt nicht funktioniert. 4 Folgen der zweiten Staffel hab ich noch gesehen, aber das war mir alles so egal und langweilig, dass “gesehen” es nicht trifft. Es lief, während ich mich mit meinem Handy beschäftigte. Naja…

American Godsamazon_prime    4/10
Staffel 1

Und auch das hier wollte ich eigentlich toll finden, war aber vorher schon skeptisch, da es in dem ganzen Hype auch irgendwie schon immer wieder durchkam, dass es mehr WTF-ig ist, als wirklich toll. Und vor allem sehr unverstädnlich/undurchsichtig erklärt.
Wir haben es tapfer bis zum Ende durchgehalten, konnten aber auch da den Hype absolut nicht verstehen und betrauerten die verschwendete Zeit…

Abgebrochen

Fehlt noch die Liste der Serien, die ich vorzeitig abgebrochen habe:

  • “Eine Reihe betrüblicher Ereignisse” nach einer Folge. Dabei hatte ich mich so drauf gefreut
  • “Blindspot” nach 1,75 Folgen. Zu Procedural für mich
  • “Please like me” nach 4 Folgen der zweiten Staffel, siehe Kurzkritik oben
  • “Limitless” nach 4 Folgen
  • “Shooter” nach 3-4 Folgen der 2. Staffel 2

Dons Spielecheck – Spiel 2017

13. November 2017 um 20:49 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Heidiho liebe gelangweilte DonsTags-”Leser”.
Es gibt hier zwei Traditionen, die das sonst sehr regungslose Blog nochmal kurz, dafür aber heftig aufzucken lassen. Einmal meine jahressanfängliche Auflistung der im Vorjahr gesehenen Filme und dann die jahresendliche Auflistung der auf der Spielemesse gespielten Spiele.

Setzt euch also nen Tee auf, holt euch die ersten Lebkuchen bei, denn wie auch schon in den Jahren zuvor (2016, 2015, 2014, 2011, 2000 (Teil 1, 2 und 3), 2008 oder 2006) wird das hier wieder eine längere Angelegenheit.

44 Spiele habe ich gespielt. Die meisten mindestens einmal komplett durch, bei wenigen haben wir aus Langeweile oder aus Zeitmangel abgebrochen. Und all die Spiele stell ich hier wie gehabt kurz vor und gebe meinen Senf zum ersten (nicht unbedingt aussagekräftigen) Eindruck ab.

Erstmal aber ein Blick in die Einkaufstasche:

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Da sind ein paar Spiele dabei, die ihr unten in der Auflistung nicht finden werdet, weil ich sie noch gar nicht gespielt habe.
Da hätten wir z.B. die zweite “Staffel” von Pandemic Legacy. Vom ersten Teil hatte ich hier ja schon ausführlich geschwärmt. Und selten hatte ich solch eine Vorfreude auf ein neues Spiel. Im Dezember gehts dann hoffentlich mit dem zweiten Teil los. Wohoo!

Die “Fast Forward”-Reihe mit Flucht und Festung (Furcht kommt dann noch, wenn sich die zwei bewährt haben) wurde auch blind gekauft. Auch hier verändert sich das Spiel im Laufe der Zeit, anders als bei Legacy ist das aber alles wieder umkehrbar und beliebig oft spielbar.
Kleiner Preis, von Friedemann Friese und gut bewertet: Da kann man auch mal so zugreifen (was ich eher zu vermeiden versuche).

Und dann wäre da mit der verbotenen Burg ein weiterer Teil der EXIT-Reihe von Kosmos. Wer es nicht kennt: Auch uneingeschränkt empfehlenswert (ich fand die Grabkammer des Pharao glaub am Originellsten)! Hier wird das “Escape Room”-Prinzip sehr schön in eine kleine Schachtel gepresst und man ist 60-90 Minuten sehr gut unterhalten und mit Rätseln beschäftigt.
Wir spielen es am liebsten zu zweit (da hat man mehr davon und es gibt weniger Rumgegrabsche nach dem Heft und den Karten) und haben es bisher immer geschafft, das Spiel unbeschadet zu lassen (indem nur auf Folien gemalt wurde, in die die Karten kommen oder das Heft kopiert wurde, wenn man was zerschneiden musste). So konnte man es auch immer noch verleihen. Bei den neuen Reihen soll das schwerer sein, daher haben wir die Burg auch zweimal gekauft.

Es gibt auch noch andere Escape-Room-Spielkonzepte. “Escape Room” find ich auch ganz nett, da braucht man halt das Grundpaket mit dem Decoder und kauft sich immer neue Rätselboxen, die man dann auch weitergeben kann (aber eben nur an Leute mit dem Grundpaket). “Unlock” (mit App-Nutzung) fand ich von der Rätsel-Logik (“Karten miteinander kombinieren” und vor allem “Nummern auf Karten suchen”) nicht ganz so befriedigend und die kostenlose Print&Play.Demoversion von Deckscape hat mir die lust darauf gänzlich genommen, da man beim “falsch raten” keine zweite Chance bekommt, sondern eben sofort die Lösung sieht

Startet also erstmal mit der EXIT-Reihe (hat mittlerweile ja auch schon 9 Teile), die sind super und preiswert. Danach dann meinetwegen noch “Escape Room” ;-)

Aber ich schweife ab…
Den Rest der obigen Spiele findet ihr dann auch gleich in der Liste wieder.

Kommen wir noch zu den Spielen, zu denen ich im letzten Jahr wegen “noch nicht gespielt” nix sagen konnte und da ein “liefere ich nach” versprochen hatte:

Captain Sonar ist ein ziemlich außergewöhnliches Spiel. Zwei Teams treten gegeneinander an, um das gegnerische U-Boot zu versenken. Jeder hat eine bestimmte Rolle (einer muss z.B. nur auf die Kommandos (“Nord”, “Süd”, “West” oder “Ost”) des gegnerischen Kapitäns hören und anhand dessen herausfinden, wo das U-Boot sich gerade befindet) und wenn man das ganze in Echtzeit spielt (also nicht rundenbasiert, was zur Einführung okay ist, dann aber eher doof), wird das ganze ein wunderschön hektisches Durcheinander.
Leider nur für 6-8 Spieler richtig gut, was dann bei uns eher die Ausnahme ist (und dann müssen alle Spieler auch noch Lust auf chaotische Hektik haben). In Amerika gibts aber wohl ne abgespeckte “Familen-Version”, wo die Rollen so eingestampft wurden, dass man gut zu viert spielen kann.
Muss ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.

Goths save the queen hatte ich letztes Jahr gewonnen und kam bisher nur einmal auf den Tisch (da man es ausschließlich zu viert spielen kann). War ganz nett, aber eben doch nicht so gut, dass es öfter auf den Tisch kam.
Und Ulm war natürlich auch ein Pflichtkauf (daher auch blind möglich), wenn man aus Ulm kommt. Das Konzept, wie man seine Aktionen wählt ist sehr raffiniert und das Spiel nicht so kompliziert, wie es zunächst aussieht.
Ich hab aber einfach eine Allergie gegen Mittelalter-Grafiken bei Spielen. Sehen alle gleich aus…

Abschließend noch zum letzten Jahr: Orctoberfest war eins meiner Highlights und sollte kurz danach auf Kickstarter starten. Da hat sich bis heute aber leider nix getan. Auf Nachfrage hieß es, dass das aus gesundheitlichen Gründen erstmal auf Eis liegt und hoffentlich irgendwann wieder angegangen wird. Von hier nochmal alles Gute! Ich drück die Daumen, dass das noch was wird!

Wenden wir uns nun dem aktuellen Jahrgang und der diesjährigen Messe zu, über die man (falls einem das hier nicht reicht) z.B. auch bei der Spiele Akademie, der Spielbar oder der Brettspielbox lesen kann,

Letztere hat auch eine “Trendkarte”, wo dann auch das oft zu lesende Fazit gezogen wurde, dass es dieses Jahr keinen wirklich erkennbaren Trend gegeben hat.
Kann ich auch bestätigen, mir sind nur dieses Jahr relativ oft Eichhörnchen aufgefallen:

Die hier sind aus “Indian Summer”. In “Was ne Frage” und “Nutz!” hatten wir auch noch welche aktiv auf dem Spieltisch. Weitere wurden beim Vorbeigehen gesichtet.

Mein persönlicher Trend war dieses Jahr “Wortspiele”. Da wollte ich unbedingt meine Sammlung erweitern und bin auch viel zu fündig geworden. Sehr schön!

Ebenfalls oft erwähnt: Dieses Jahr war irgendwie ganz schön viel schon sehr sehr schnell ausverkauft. “Vorbestellen” heißt das neue Zauberwort, was meinem Konzept der Messe aber komplett entgegen geht, denn aus Erfahrung kaufe ich nur noch sehr selten Spiele ungetestet und nutze die Messe hauptsächlich, um meine persönlichen Favoriten vor dem Kauf anzuspielen.

Für einen Freund stand Coaster Park als Blindkauf auf dem Zettel. War aber auch schon am ersten Tag ausverkauft. Wenn ich aber nun den Tweet von Peer Sylvester lese ( “I am happy to say, that I just sold the worst game, I have ever bought in Essen.”) und parallel auf die unglaublich schlechten Bewertungen auf BGG schaue, scheint das mehr ein Segen als ein Fluch gewesen zu sein…
BTW: Peer ist selber auch Spieleautor. Sein “The Lost Expedition” schafft es bei mir unter die Top 3, war aber leider auch ausverkauft, als ich es dann haben wollte. Aber wofür hat man kurz danach Geburtstag bzw. Weihnachten…

Manche meiner Top-Spiele auf der vorher akribisch zusammengestellten Liste konnte ich dann erst gar nicht anspielen. Sei es, weil die SPiele wirklich restlos ausverkauft waren und es kein Probespiel mehr gab, oder weil der Andrang so groß war (ich sag nur Photosynthesis), dass man da ohne ne Stunde Wartezeit einfach nicht an nen Tisch kam.
Da halfen selbst die Aussteller-Eintrittskarten nicht, die ich vorher auf Twitter gewonnen hatte. Selbst ne Stunde vor dem eigentlichen Einlass waren alle Tische schon mit wartenden Menschen belegt. Hmpf…
Aber was man so liest, soll eben dieses Spiel auch gar nicht so toll sein, wie es aussieht. Dem trauer ich jetzt nicht mehr so nach.

Mit “Space Defenders”, “Lazer Ryderz” und “Pinball Showdown” gab es dann auch 3 Spiele, die entgegen meiner Quelle (BGG) gar nicht auf der Messe vertreten waren. Muss ich in Zukunft mal die Augen offen halten…
Auch Ex Libris will ich mal noch spielen. Und zum Thema “Buch”: Da hab ich mit Bring Your Own Book ein cooles “Meta-Spiel” für Buchfreunde gefunden. Einfach mal anschauen!

Aber nun die Beschreibungen und Kurzkritiken aller von mir gespielten Spiele, sortiert von “Wohoo!” bis “Öarks”. Nach meiner subjektiven Ansicht nach meist nur einem Probespiel! Und für die, die mir nur bedingt trauen, hab ich auch noch die Durchschnittsnote meiner 1-4 Begleiter ergänzt.

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Feldwespennester an den unmöglichsten Orten

26. Juni 2017 um 23:32 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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So, nachdem DonsTag ja für einen kleinen SkyTicket-Rant zum Leben erweckt ist, nutze ich die Gelegenheit des offenen Admin-Fensters gleich, um euch noch von zwei Feldwespenköniginnen zu erzählen. Leider sind das zwei Geschichte ohne Happy End. Wer das nicht verkraftet, schaut sich einfach nur dieses merkwürdige Paar an:

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Und nun zurück zur ersten Königin, die auf die Idee kam, ihr Nest direkt an unseren Sonnenschirm auf der Terrasse zu bauen (links oben zu sehen):

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Da es eine sehr friedliche Königin war (wie ich später lernte, sind Feldwespen allgemein sehr friedvolle Tiere und eigentlich eine Bereicherung für den Garten) und sie sich auch nicht am regelmäßigen Auf- und Zuklappen des Schirms störte, ließ ich sie erst einmal zu Beobachtungszwecken weiter machen. Meist saß sie nur auf dem Nest, fächelte kühle Luft in die Waben oder schaute mal, ob auch alles mit rechten Dingen zu ging:

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Und so war dann auch bald der Nachwuchs zu sehen:

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Hier war dann der Punkt erreicht, wo ich das Nest dann vor dem Wachststumsschub von der Terrasse haben wollte. Ich erkundigte mich dann also, wie man das wohl macht und siedelte das Nest mit Heißkleber an das benachbarte Gartenhäuschen um:

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Die Königin war dabei die ganze Zeit auf dem Nest (meine größte Sorge war, dass sie in den Heißkleber tappst) und es sah auch erst alles gut aus:

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Allerdings war der Umzug dann wohl doch zu weit auf einmal und ich hätte es in kleineren Etappen machen müssen. Am nächsten Tag schwirrte die Königin wieder um den Schirm herum. Nachdem sie dann mit einem Glas nochmal zum neuen Nestplatz gebracht wurde, düste sie aber ab und wurde nicht mehr gesehen.

Ebenso der Nachwuchs, der ein paar Tage später erst die Türen verschloss…

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… und dann schlüpfte

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Kurze Zeit später sah Frau Bü dann durch Zufall, wie eine Feldwespe in einem unserer Zaunposten verschwand:

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Und tatsächlich:

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Ich wollte mir ja einreden, dass das die gleiche Königin ist, die sich nun ein neues Zuhause gesucht hat, aber die Zeichnung auf dem Kopf sieht dann doch leicht anders aus.

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Und auch hier kein Happy-End. Auch wenn ich dachte, dass das mal der optimal geschützte Platz für ein Nest ist: Heute wollte ich nochmal nachschauen und fand vom Nest keine Spur. Nix im Zaunposten und auch nix drumherum…

Ich geb aber die Hoffnung nicht auf, dass wir irgendwann mal mehr als nur eine Königin im Garten haben…

Abschließend noch ein paar Fotos:

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Sky Ticket: Technik, die entgeistert

26. Juni 2017 um 22:59 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Zum Ende des letzten Monats hatte ich mal wieder mein Sky-Abo gekündigt. Das Abo stammte noch aus der Premiere-Zeit und wurde (wie man das bei Sky ja so machen muss, wenn man nicht gerne Geld verbrennt) und sehr zu Verwunderung des gewohnt freundlichen Sky-Hotline-Menschen, meinte es ich mit der Kündigung diesmal tatsächlich ernst.
Ich erwähnte ja schon, dass ich Sky (neben Netflix und Amazon) kaum noch nutze. Die Filmauswahl wird immer schlechter (echte Highlights kommen gefühlt nur noch auf Sky Select, wenn überhaupt), der HSV spielt jetzt auch nicht so toll, dass man dafür auch noch bezahlen muss, sich das anzugucken (von der neuen Spieltagzerstückelung mal ganz abgesehen) und so sind es dann nur noch die HBO-Serien (Game Of Thrones, Silicon Valley, The Leftovers und unter Vorbehalt noch The Walking Dead), die mir eine Sky-Kündigung bisher schwer gemacht haben.
Wie gut, dass sich Sky nun ins eigene Fleisch schneidet und mit Sky Ticket ein monatlich kündbares Online-Paket anbietet, das preislich unter dem Entertain-Paket liegt und dann ja auch wirklich nur in den relevanten Monaten genutzt werden kann.
Wohoo!

Also tschüss Sky, hallo Sky Ticket.

Zumal es da auch eine PS3-App für gibt, so dass sich die Gerätschaften in unserem Heimkino auch reduzierten (der Sky-Receiver wurde nicht ersetzt, wer braucht schon lineares Fernsehen. Vermutlich wird der Kabelanschluss als nächstes gekündigt (mein früheres Fernsehjunkie-Ich würde mich für verrückt erklären). Die wenigen Sachen, die ich aus dem deutschen Fernsehen schaue, sind auch über die Mediathek erreichbar). Und ganz ehrlich: Dem Sky-Receiver muss man auch nicht wirklich nachtrauern, kein technisches Meisterwerk.

Also ran an die moderne Sky Ticket-App, auf in die Zukunft!

Aber: Ach du Schande! Das ist ja fast noch schlimmer als der Receiver? Hat man da einfach den Code des Receivers in eine App gepackt? Hat von den Entwicklern nie mal jemand einen Blick in die Netflix-App geworfen? Mal ne Testgruppe rangelassen? Selber mal versucht, etwas zu schauen?
Argh!

Also gut Sky. Weil euer Support immer so freundlich war, gibts hier mal ein konstruktive Kritik, kostenlos und hoffentlich nicht umsonst:

Es fängt schon beim Ladeschirm an. Statt eine saubere Ladeanimation, gibt es erst mal ein klassisches Spinning-Wheel auf schwarzem Grund (bei dem an den Ecken merkwürdigen weiße Ränder sind), gefolgt von einem kurzen Sky-Ticket-Logo-Standbild (über dem manchmal noch das Spinning-Wheel von vorher zu sehen ist), dann ein sich bewegendes Sky-Ticket-Logo, dann nochmal kurz das Standbild und dann kann man auf der Startseite den einzelnen Vorschaubildern beim Laden zugucken. Zeilenweise! Wie früher in Zeiten der Analog-Modems.
Was bitte macht ihr da?
Weil man es kaum glauben kann, hab ich das mal windschief von der Leinwand abgefilmt. Streaming im Jahre 2017:

Um jetzt was schauen zu können, muss man sich aber erst einmal anmelden. Bei jeder Nutzung aufs Neue! Hallo? Ernsthaft? Warum kann man sich das nicht merken? (technisch kann es keine Ausreden geben, siehe Netflix- oder Amazon-App für die PS3).
Und es ist ja nicht einmal so, dass gleich der Login erscheinen würde. Nein, ich muss auf der Startseite erst einmal nach oben und links navigieren, auf OK klicken und kann dann meine PIN eingeben (hey, immerhin merkt ihr euch meine Kundennummer…).

Nach dem Login passiert auf der Startseite aber leider nix besonders. Keine persönlichen Empfehlungen, kein “deine Serien weitergucken” (das ist bei “zuletzt gesehen” unter “Merkliste” versteckt, also: “hoch – 3x links – ok – rechts – ok”. Ne ähnliche Tastenkombination gabs auch damals bei Tomb Raider um an alle Waffen zu kommen…), statt dessen das aktuelle Live-Programm und Highlights, die zumeist in meinem Account gar nicht inkludiert sind (alle Filme zum Beispiel).
Man merkt, dass ihr mir nur noch mehr Geld aus der Tasche ziehen wollt, statt mir für mein Geld irgendwas zu bieten.

Jeder Bildschirm ist in sich geschlossen, es wird also nur eine Bildschirmgröße genutzt, nach rechts oder unten kann nicht (bzw. nur sehr selten) gescrollt werden (wohingegen bei Netflix (sorry, dass ich die dauernd anbringen muss. Aber da könntet ihr echt was lernen) nach rechts und unten keine Grenzen gesetzt sind, da kann man nahezu endlos scrollen und immer wieder was neues entdecken). Und dann muss man auch immer wieder klicken. Klicken, klicken, klicken (ein seitliches Wechseln im Highlights-Reiter bewirkt nämlich nix (also dass mir z.B. Serien angezeigt werden, wenn ich zu “Serien” scroll”. Erst muss ich mal wieder “ok” drücken).

Und krieg ich bei Netflix ständig neue Empfehlungen, basierend auf meinen Sehgewohnheiten, muss ich mich bei euch wirklich verausgaben, um überhaupt zu sehen, was ihr so zur Auswahl habt. Ihr wollt mir gar nix empfehlen.
Als ich mit Leftovers fertig war, gab es zum Beispiel diesen Bildschirm:

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Äh… ja. Danke…

Wenn dann die Serienübersicht zumindest übersichtlich wäre. Aber das ist dann tatsächlich der größte Quatsch an eurer App.

Mal angenommen, ich habe Lust auf eine Action-Serie, weiß aber nicht welche. Ich klicke also mal in der Kopfnaviagtion auf “Serie”. Nun leert sich der untere Bildschirm und ich vermute, dass das Laden einfach wieder ewig dauert. Tut es aber nicht, der Bildschirm gehört so. Das neue ist die Subnavigation, in der ich nun weiter filtern kann.

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Die erste Stufe ist sinnloserweise nach Fernsehsender (also z.B. “TNT Serie”, “TNT Glitz”, “Sky Atlantic” oder “RTL Crime”), was mir natürlich gar nicht hilft, denn wenn ich streamen will, ist es mir doch egal, auf welchem Sender ihr das im linearen Fernsehen zeigt.
Also wähle ich den Punkt “Alle Serien”.

Hier wieder ein leerer Screen, nun kann ich nach Genre sortieren (darunter auch nochmal ein “Alle”…).
Ich wähle also “Actionserie” (natürlich mit Klick auf Ok, wäre ja auch zu einfach). Wieder tut sich nix, außer ner neuen Subnavigation. Ich soll doch bitte den Anfangsbuchstaben der Serie auswählen (wieder mit Klick auf “Ok”). Und siehe da: Nun sehe ich bis zu 6 Serien, die meinem Genre und dem Anfangsbuchstaben entsprechen. Kann aber auch nur eine Serie sein, falls es mit dem Buchstaben nur eine gibt (netterweise habt ihr die Buchstaben ohne Inhalt ausgegraut). Bei mehr als 6 passenden Serien muss ich eben “scrollen”.

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Um also zu sehen, was ihr so für Action-Serien habt, muss ich mich nun durch alle Buchstaben hangeln? Und da bei jedem Buchstaben immer dreimal (hoch, rechts, ok) klicken, um auf die nächste Seite zu kommen? Ja?

Witzig übrigens auch das Genre “Serien spezial”. Hier gibt es dann nur den Buchstaben K (“Kaminfeuer” und “kätzchen”) und T (zwei Mal “Thronecast”. Erst bei Klick aufs Vorschaubild wird klar, dass das zwei unterschiedliche Staffeln sind).

Puh…

Nun habe ich also eine Serie gefunden, die ich sehen möchte. Nun muss ich mich entscheiden: Nehme ich das Originalbild, oder nehme ich das mit integriertem Untertitel (nein, das kann man nicht dynamisch ein- und ausblenden. Das sind wirklich zwei Fassungen). Immerhin die Sprache kann ich on-the-fly noch ändern.

Aber auch hier macht ihr es mir unnötig schwer: Ich bin Sky Ticket-Kunde, weil ich bei euch die Serien auf englisch sehen kann. Das ist super!

Noch toller wäre es, wenn ihr euch das merken könntet. Könnt ihr aber nicht, statt dessen setzt ihr mir immer erst einmal die deutsche Sprache vor. Und das sogar, wenn ich Binge-Watche. Habe ich also gerade eine Folge auf englisch geschaut, startet danach automatisch die nächste Folge (Wohoo! hier klappt endlich mal was zu meiner Zufriedenheit!). Allerdings dann wieder in Deutsch. Ernsthaft? Ihr könnt euch nichtmal beim Folgenwechsel merken, in was für einer Sprache ich mir die Serie anschauen? Von sessionübergreifendem Merken brauche ich ja gar nicht erst anfangen, wo ihr euch ja nichtmal den Login merken könnt.

Nochmal kurz zum Weiterschauen einer angefangenen Serie: Sagen wir mal, ich habe gerade Folge 4 der Leftovers hinter mir und beschließe, ein anderes Mal dann mit Folge 5 weiter zu schauen.

Dann sehe ich aktuell nur den Weg, oben im Hauptmenü über “Merkliste” zu “Zuletzt gesehen” zu kommen, da dann Folge 4 auszuwählen, dann da auf “Alle Folgen” und dort Folge 5 anklicken und mit nem weitern Klick starten.

Das ist doof, darum bin ich dazu übergegangen, den Anfang der nächsten Folge noch kurz anlaufen zu lassen, wenn ich eigentlich aufhören möchte, nur damit diese dann beim nächsten Mal bei “Zuletzt gesehen” erscheint. Das erspart mir aber nur ein paar Klicks, denn auch hier schafft ihr es wieder, das ganze unnötig kompliziert zu machen.
Klicke ich nämlich nun auf “Weiterschauen” (Hey! Ihr merkt euch die Position des Videos, an der ich aufgehört habe zu schauen! Das ist fantastisch! Ist da vielleicht noch Platz für ein Sprach-Feld?), dann muss ich erstmal noch ein “Wirklich fortsetzen? Oder doch von vorne anfangen” bestätigen.
Dann macht doch gleich zwei Buttons, wenn ihr das Gefühl habt, dass Leute auf “Weitergucken” klicken, wenn sie eigentlich nochmal alles von vorne schauen wollen. Und lasst diese Frage einfach weg, wenn ich vorher erst 6 Sekunden geschaut habe (nur damit es in der “Zuletzt gesehen”-Liste erscheint) und startet einfach ungefragt von vorne. Die 6 Sekunden nehm ich euch nicht übel.

Und dann kurz ne Kuriosität der letzten Tage: Löblicherweise (hier seid ihr mal wieder besser als Netflix) schreibt ihr bei euren Folgen dazu, wie lange die noch im Ticket-Paket zu sehen sind. So fiel mir dann am 20.6. auf, dass dies der letzte Tag ist, an dem ich S04E01 von Silicon Valley sehen kann, was ich aus bestimmten Gründen bisher immer aufgeschoben hatte. Also holte ich das schnell nach. Daumen hoch!
Verwundert war ich dann, als ich am Tag danach eine Werbemail von euch bekam, in der es hieß: “Die verrückten IT-Geeks und Start-up-Träumer sind zurück: Staffel 4 der Hit-Comedy-Serie mit Thomas Middleditch und T.J. Miller zeigt, was passiert, wenn unbeholfene Nerds plötzlich ans große Geld kommen.”
Ein Blick in Sky-Ticket zeigte aber, dass die nicht wirklich zurück waren. S04E01 ist nicht verfügbar, bzw. nur so halb. Die Variante mit integriertem Unteritel gibt es jetzt bis zum 22.09.. Ohne Untertitel kann man es sich aber nicht anschauen. WTF??
Inzwischen ist dann S04E01 auch ohne UNtertitel wieder aufgetaucht, diesmal mit deutschem Titel. Die englische Spur ist aber auch verfügbar. Heißt also: Ihr meldet eine Serie auch als “bald nicht mehr verfügbar”, wenn ihr meint “bald auch zusätzlich in deutsch verfügbar”. Muss man auch erst mal drauf kommen…

Wäre wirklich supi, wenn ihr da mal jemanden drauf schauen lassen könntet, der was von Usability versteht. Oder werbt mal irgendeinen IT-Fuzzi von Netflix ab.
Den könnt ihr dann auch mal über deren Kompressions-Algorithmus ausfragen. Denn die streamen auch bei schlechtem Netz überraschend gut (versteh ich bis heute nicht). Mit Sky ist das ein reiner Pixelbrei, falls mit der Browser-Zugang (nur echt mit Silverlight-Plugin. Hallo moderne HTML-Welt!) das Anschauen überhaupt erlaubt (während dieses unsäglich lahmen Autorisierungvorgangs (bei jedem Video!), den man bei anderen Streaming-Anbietern so auch nicht kennt). Manchmal lässt er mich mit “Internetverbindung zu schlecht” einfach gar nicht rein. War auch schon bei Sky Go so. Dumm, wenn man Bundesliga schauen will, wo man Pixelbrei auch in Kauf nehmen würde. Übers Handy ging es dann übrigens (pixelig), da scheint man schlechteres Netz nicht zu verurteilen.

Worst Case

22. Februar 2017 um 12:30 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Als ich euch damals von meinen Auswander-Absichten berichtete, wurde ich in den Kommentaren schon gewarnt, z.B.:

 

…aber aber… …seid ihr euch sicher? Ich meine, denkt doch mal an euer Kind!

Und ja, jetzt muss ich sagen: Ich hatte die Gefahren ein wenig unterschätzt. Hab den Kinder leichtfertig diese fremde Kultur näher gebracht und ihnen auch noch Kontakt zu Ureinwohnern erlaubt und teilweise gefördert.

Was hab ich mir nur dabei gedacht??

Sohnvanone verkraftet das mit seinen bald 7 Jahren recht gut, aber Tochtanone (4 Jahre) hab ich nun glaub für immer verloren.

Natürlich wusste ich, dass das ganze nicht ganz spurlos an den beiden vorbeigeht, aber irgendwie dachte ich, ich komme damit dann schon klar. Was sollte auch passieren?

Der Bub möchte in Lederhosen rumlaufen? Ja, das wäre hart, aber wenn er am Tisch sitzt, sieht man das ja auch fast gar nicht mehr. Und ein Dirndl für Tochtanone fänd ich sogar ganz hübsch, offenbar bin ich selber schon zu tief in den Sumpf geraten.

Die Kinder drücken dem FC Bayern statt dem HSV die Daumen? Könnte ich ihnen nichtmal verübeln, so wie der HSV spielt (wobei das ja gerade wieder besser wird).

Die Kinder wählen irgendwann CSU oder treten ihr gar bei? Sobald sie wählen können, sind sie auch alt genug um aus unserem Haus ausziehen, ist mir dann also egal…

Ihr seht: Ich hatte für alles eine Lösung.
Dachte ich zumindest. Denn den worst case hatte ich nicht bedacht und so hat er mich nun eiskalt erwischt.

Tochtanone hat dieses Jahr im Kindergarten das Projekt “Weltreise” und sie lernen immer wieder was über andere Länder und Kulturen. Das ist ja an sich nichts schlechtes, zumal die Bayern ja auch mal gerne nur auf sich schauen.

Aber nun war eben China an der Reihe…

Oder wie Tochtanone sagt: “Kina”

Wenn sie jetzt noch “Kemikerin” werden will, dreh ich durch…

Mein Serienjahr 2016

06. Februar 2017 um 08:37 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Wie beim “Filmjahr 2016″ erwähnt, wird bei mir der Umschwung vom Film zur Serie immer stärker und Filme sind nur noch Lückenfüller, wenn mal gerade ne Serie vorbei ist und man ne kurze Verschnaufpause braucht, bevor man sich ins nächste Abenteuer stürzt.

Dieses Jahr waren dann auch zwei lange Abenteuer dabei. So hab ich mit “The Walking Dead” und “Gilmore Girls” zwei Serien mit je 6-7 Staffeln nachgeholt, die ich bisher verpasst hatte. Das allein waren dann schon über 130 Stunden. Und bei weitem noch nicht alles. Denkt man lieber nicht zu lange drüber nach..

Bevor es losgeht, aber noch ein Lob auf die heutige Medienlandschaft. Vor 9 Jahren war ich hier noch verzweifelt, weil es schier unmöglich war, zeitnah legal an US-Serien zu kommen, heutzutage ist das kein Problem mehr. Netflix hat bei Eigenproduktionen ein weltweites Startdatum, Sky bringt HBO-Serien mit wenigen Stunden Verzögerung auf Sendung (inzwischen auch unglaublich schnell mit deutscher Synchro, aber wer will die schon sehen? Dieses Video (Game of Thrones-Spoiler für Staffeln 2-6) macht das eigentlich recht deutlich…) und das meiste andere kriegt man (leider meist für zu viel Geld) bei Amazon. Und überall in Originalsprache. Endlich leben wir in der Welt, die ich mir damals gewünscht habe…

Darum hier erstmal ein Überblick über die diversen Anbieter, bei denen ich die Serien schaue, inkl. kurzer Einschätzung. Müsste ich mich für einen einzigen Anbieter entscheiden, wäre das sicher Netflix. Auch wenn der HBO-Verzicht sehr sehr schmerzen würde…

netflix
Anzahl Serien: 12 (davon gibt es 3 auch kostenpflichtig bei Amazon)
Notenschnitt: 7,25

Ja, ich bin ein Netflix-Junkie. Gerade was Serien angeht, kriegt man da einfach das beste Angebot. Viel mehr, als man eigentlich gucken kann, viel Exklusiv-Inhalte und darunter eben auch sehr viel gutes Zeug. Und noch dazu ist es auch noch am besten zu bedienen (egal ob am Rechner, oder vor allem über die PS3-Anwendung).

sky
Anzahl Serien: 5 (davon gibt es 3 auch kostenpflichtig bei Amazon)
Notenschnitt: 8,6

Eigentlich hatte ich Sky hauptsächlich wegen der Bundesliga. Da macht der HSV aber die letzten Jahre bekannterweise wenig Spaß. Dann war Sky Cinema ein guter Freund. Aber da hab ich das Gefühl, dass die guten Filme immer öfter nur noch über Sky Select buchbar sind (also Extrakosten) und nicht auf dem “zusatzkostenlosen” Cinema-Sender. Und da wir eh kaum noch Filme gucken, zieht das also auch nicht mehr.
Das einzige, was nun noch für Sky spricht, ist Sky Atlantic, wo die HBO-Serien sofort nach US-Ausstrahlung gezeigt werden (meist auch wahnsinnig schnell synchronisiert, was mir aber egal ist).
Aber dafür muss ich nicht das große Sky-Paket zahlen, daher ist Sky nun gekündigt und ich werde dann in den Monaten, in denen die HBO-Serien laufen das Sky-Ticket nutzen, welches monatlich kündbar ist und wohl auch ne PS3-Anwendung hat, die nur besser sein kann als das grottige Interface auf dem Sky-Receiver…

amazon_prime
Anzahl Serien: 3
Notenschnitt: 6,66

Amazon hab ich zweigeteilt. Das “Prime”-Logo ist bei den Serien, die man als Prime-Kunde “zusatzkostenlos” sehen kann. An dieser Stelle dann auch schnell ein kleiner Partnerlink, über dem man das ganze 30 Tage kostenlos testen kann. Da kann man dann schon die ein oder andere Serie sehem…

amazon_kostet
Anzahl Serien: 5 (plus 6, von denen ich je 3 lieber “kostenlos” bei Netflix und Sky gesehen habe)
Notenschnitt: 6,8

Und hier nun die Serien, für die man auch als Prime-Kunde nochmal ordentlich zur Kasse gebeten wird. Noch ein Grund, warum ich Netflix jederzeit Amazon vorziehen würde: Da bleibt es eben beim Grundpreis.

So, aber jetzt gehts ans Eingemachte. Hier nun alle von mir angeschauten Serien, sortiert von supidupi bis grottenschlecht (genreübergreifend. Da vergleiche ich also Äpfel mit Birnen, aber ich habs trotzdem in Reihenfolge gebracht. So bin ich…).
Bei den guten Serien hab ich ausführlicher kommentiert, je weiter es nach unten geht, desto kürzer fasse ich mich. Da will ich dann ja auch niemanden mehr überzeugen. Und ich geh auch nur selten darauf ein, worum es überhaupt geht, sondern belasse es bei einem “wie es mir gefallen hat”. Ich denke hier jetzt eh nur noch Leute mit, die ein gewisses Grundwissen haben…

Und los:

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Narrensprung Ulm

06. Februar 2017 um 00:35 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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Vor vielen vielen Jahren war ich schon einmal beim Ulmer Narrensprung und war nicht ganz so begeistert, wie ich hier schon vor etlichen Jahren mal schrieb.

Dieses Jahr haben wir uns dann doch nochmal hinbegeben und jetzt sind wir wieder versöhnt. Ich vermute mal, weil wir diesmal wussten, was uns erwartet. Außerdem war das Wetter dann auch noch besser und wir hatten diesmal dann ja auch noch Kinder dabei.

Vor allem Tochtanone musste sich aber erstmal reingrooven, bis sie mit den teils doch recht schaurigen Masken warm wurde…

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Der Rekord-Umzug mit rund 8000 Teilnehmern aus dem schwäbisch-alemannischen Raum, der Schweiz, Lichtenstein und Österreich hatte insgesamt 157 Gruppen, die alle einen eigenen Spruch hatten, den es zu rufen galt. Das war uns dann aber doch zu viel (ging wohl 4 Stunden), so dass wir uns nur ca. 100 Gruppen aus dem Mittelteil ansahen.

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Mein Filmjahr 2016

03. Februar 2017 um 23:56 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Seit einigen Jahren gibts hier ja von mir zum Jahres”beginn” eine Auflistung der Filme, die ich im Vorjahr gesehen habe, inkl. Bewertung.
Und nachdem es schon im letzten Jahr “nicht mein Filmjahr” war, ging es auch in diesem Jahr nochmal weiter bergab mit der Anzahl an gesehenen Filmen (28 Stück, davon 4 im Kino).
Ich hab da mal nen Graph für euch. Mitte 2007 hab ich angefangen, auch die “Nicht-Kino”-Sichtungen zu dokumentieren, da hatte der Kino-Anteil aber auch noch deutlich dominiert (was nicht nur an “keine Kinder” lag, sondern auch daran, dass nebenher ich im Kino gearbeitet habe):

filme16_jahre

Vor einem Jahr schrieb ich dann noch so halb-optimistisch: “Und wie fast jedes Jahr, nehme ich mir zu Jahresbeginn vor, wieder etwas mehr Filme zu schauen, was dann aufgrund der Serienpause auch meist einen kurzen Moment klappt. So hab ich dieses Jahr schon 5 Filme gesehen”.

Schaut man sich dann die monatliche Verteilung der Sichtungen an, sieht man, dass ich diesen Vorsatz auch 2 Monate durchhalten konnte, dann kam erstmal gar nichts mehr:

filme16_monate

Und nun kommen wir zum Grund für dieses Loch: Der Schwerpunkt hat sich einfach noch viel mehr von Filmen zu Serien verschoben. Ich hab das Gefühl, das Filmangebot by Sky wird immer schlechter (die guten Filme kommen irgendwie nur noch bei Sky Select, wo ich nicht einsehe, nochmal mehr zu zahlen), dafür werden die Serien immer besser (und Netflix lässt einem ja auch irgendwie keine Pause, da kommt nur immer noch mehr, was man unbedingt sehen muss…).

Im März waren es die zweiten Staffeln von Daredevil und Fargo, die den Filmkonsum gebremst haben. Und im April gab ich dann doch “The Walking Dead” ne Chance und schwups, gingen allein für die ersten 6 Staffeln bis Mitte Juni gut 55 Stunden drauf. Wann soll man da noch nen Film gucken? Von den fast 70 Stunden Gilmore-Girls-Bingewatching Ende des Jahres mal ganz zu schweigen…

Ihr merkt: Statt “Mein Filmjahr” müsste es hier eigentlich “mein Serienjahr” geben. Aber jetzt muss ich erst einmal die Tradition aufrecht erhalten und die Filme abarbeiten. In den nächsten Tagen dürft ihr euch dann noch über eine lange (dann auch komplett kommentierte, wenn auch teilweise nur kurz) Serienjahr-Liste freuen…

Hier fasse ich mich jetzt aber kurz und schiebe nur noch den letzten traditionellen Bewertungsschnitt rein

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Und nun die Liste der gesehenen Filme, wieder mit kleiner Filtermöglichkeit:

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Immer noch kalt und schön

08. Januar 2017 um 23:00 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

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So, nachdem ich also vorgestern ganz alleine mit der Kamera am vereisten Teich war, überkam mich das schlechte Gewissen und ich bin gestern dann nochmal zusammen mit den Kindern hin. Und natürlich auch wieder mit der Kamera.

Und da hab ich dann auch mal nachgeholt, so richtige Detailfotos von den interessanten Eiskristallen auf der Eisfläche zu schießen. Das hatte ich am Tag davor vor lauter Sonnenuntergang ganz vergessen…

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Den Kindern hats auch sehr gefallen und ich musste schon sehr arg aufgrund meiner immer weiter einfrierenden Finger jammern, bis wir endlich wieder nach Hause gehen durften…

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