Weg ist die Kerze

06. März 2010 um 11:28 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

weg_ist_die_kerze

Mensch Frühling, jetzt setzt dich doch mal durch. Dieser anhängliche Winter hat uns jetzt lange genug verfolgt.

(und ja, das auf dem Bild ist diese Kerze, die gestern noch komplett frei war)

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Babycontent: Aus dem Internet lernen?

05. März 2010 um 12:17 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Wie bereitet man sich eigentlich am Besten darauf vor, ein Vater zu werden? In der heutigen zeit eigentlich ganz klar: Mit dem Internet. Wenn es mit dessen Hilfe sogar schafft, ein Baby auf die Welt zu bringen, dann sollte es da doch auch genug Tipps für die Zeit danach geben.

Zum Beispiel könnte man sich ja fragen, was es denn noch für schöne Schlaflieder gibt, außer den üblichen Verdächtigen.
Hier gibt der geniale Ricky Gervais in der Sesamstraße eine Antwort:

Überzeugt bin ich nicht. Aber die Sesamstraße bringt ja auch Spielzeug auf den (amerikanischen) Markt, dass die Kinder schnell zu Rammstein-Fans macht:

Und was das dann für Auswirkungen hat, ist auch klar. Denn wenn man dann das typische “Wie macht der Hahn?”-Spiel mit dem Kind spielt (warum bringt man denen eigentlich zuerst Tiergeräusche bei, statt direkt mit “ich habe Hunger” oder “mir tut was weh”-Geräuschen anzufangen?), wird es sich vermutlich eher an diesem Hahn hier orientieren:

Irgendwie scheint das Internet doch nicht der beste Ratgeber zu sein.

Wobei… wo sonst lernt man, wie man das baby mit einem einfachen Linux-Shell-Script in den Schlag (ups…) Schlaf wiegen kann?

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Urkomisch: 6. Staffel Lost - Zusammengefasst von jemandem, der die 5 Staffeln davor nie gesehen hat

03. März 2010 um 22:29 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Mr ist egal, ob es vielleicht ein Fake ist oder nicht, Tatsache ist, dass das hier unglaublich lustig ist.
Jemand, der noch nie Lost gesehen hat und auch kaum etwas darüber wusste (siehe Einleitung) sieht sich nun die sechste Staffel an und fasst sie zusammen, wobei er zu verstehen versucht, was er da gerade gesehen hat.
Da das nichtmal leicht ist, wenn man die ersten 5 Staffeln kennt, kommen dabei die abstrusesten Sachen raus.
Und in der letzten Folge hat er dann gelernt, dass Sayid gar kein Inder ist ;-)

Ach, und wer Spaß mit Lost haben will, der sollte diese Seite auch regelmäßig besuchen. Irgendwie wurde die bis vor kurzem vor mir geheim gehalten…

Abschließend noch schnell ein themenrelevantes Video, was will man mehr?

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Gewinnausschüttung

03. März 2010 um 12:22 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, ich hab mich dann mal dran gemacht, die Gewinner von diesem Gewinnspiel auszulosen.

Da ich die Adressen von den Gewinnern der Postkarten selber herausfinden konnte (entweder, weil ich die Leute persönlich kenne, oder weil sie ein Impressum auf dem Blog haben), werde ich hier die Namen der Spannung wegen aber (noch) nicht bekannt geben. Lauft einfach jeden Tag voller Erwartung zum Briefkasten und hofft, dass ihr da eine Karte von uns findet. Wann das sein wird, kann ich aber noch nicht sagen, momentan sieht es eher danach aus, dass das nicht mehr vor dem Geburtstermin klappt, daher kann sich das dann schon ein wenig nach hinten verschieben…

Gewinner des Werbebanners ist Fritten (dank dieses Tweets, der auch gleichzeitig für meine Bekanntschaft mit dem FollowerFriday gesorgt hat). Schick mir doch bitte einen 180×150px großen Banner, den ich dann in den Zettel rechts setzen kann, oder bastel selbst einen Zettel oder irgendwas anderes, das an die Tapete gepackt werden soll.

Und dann hatte ich ja noch versprochen, Videos vom Making of zu zeigen. Da kam ich noch nicht zu, müsst ihr euch noch etwas gedulden…

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Tatata-Tarte!

03. März 2010 um 09:02 von Frau Bü | Kommentar abgeben | Trackback

Ich wußte gar nicht, dass promovieren wie Weihnachten ist. Die ganze Familie kommt zusammen, es wird über Tage hinweg lecker geschmaust und es gibt sooo viele Geschenke! Vor inzwischen schon 10 Tagen wurde dann ein Geschenk endlich eingeweiht. Es handelt sich um 4 Tartelets-Förmchen, antihaftbeschichtet und mit herausnehmbaren Boden. Praktischerweise lag den Förmchen auch direkt ein Büchlein mit leckeren Rezepten bei. Dabei gab es sowohl die Kategorie herzhaft, wie auch süß. Ich hab mich zunächst mal auf süß konzentriert und zumindest optisch sind mir die Tartes geglückt.

tarte

Bei den Schoko-Tartes ist mir allerdings die Schokolade beim schmelzen zu heiß geworden, so dass hier eine zweite Versuchsreihe ansteht. Unter der leckeren Baisehaube (die im Kühlschrank auch hübsche Goldtröpfchen gezogen hat) verstecken sich übrigens Kirschen. Hier fand ich den Teig allerdings irgendwie zu unsüß. Mag auch an der anderen Mehlzusammensetzung gelegen haben, dass mir der Teig sehr trocken vorkam. Inzwischen hab ich auch verstanden, dass Tartelettes nicht das gleiche sind wie Tortelets, auch wenn Tortelets der eingedeutsche Begriff für Tarteletts ist. Der Unterschied liegt im Teig. Hab mich schon gewundert, warum in dem Buch ausschließlich Mürbeteige vorkommen und keine Biskuitteige…. Apropo Mürbeteige. Ich hasse die Zubereitung von Mürbeteigen. Das ist immer ein gekrümels und wenn ich nicht getrickst hätte (ich hab noch etwas Eigelb mehr verwendet) dann wäre da nie im Leben eine Masse herausgekommen, die man in eine Form pressen kann. Was aber nie und nimmer ging bei den Rezepten war das Ausrollen des Teiges. Natürlich kann man Staub und Krümel noch mit einem Wellholz bearbeiten, aber so wie auf den Bildern im Backbuch, dass da ein zwarter Teig herauskommt, den man dann über die Form legen kann und sogar Ränder abschneiden kann (nicht abbrechen), sah das bei mir nie aus. Was mache ich denn falsch? Mürbeteig ist ja eigentlich lecker, aber die Bearbeitungsweise des Teigs schreckt mich immer ab. Dabei will ich doch unbedingt noch die herzhaften Rezepte ausprobieren….

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Digitalender 2010 - März

01. März 2010 um 23:36 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

digitalender2010_maerz

Wie schon beim Titelblatt, gibt es im März ein Foto aus Wien (das wird auch nicht das Letzte bleiben…). Diesmal ist es das “Hotel Regina”, welches nicht unser Hotel war, sondern schräg gegenüber lag, aufgenommen an Tag 3.

Hier das Bild in 1280×1024-Auflösung, um es als Bildschirmhintergrund zu nutzen.

Alle Beiträge der Reihe 'Digitalender 2010'

  1. Digitalender 2010 - Titelblatt
  2. Digitalender 2010 - Januar
  3. Digitalender 2010 - Februar
  4. Digitalender 2010 - März
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DonsFilmkritiken Februar 2010

01. März 2010 um 23:23 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

So, der Februar ist auch schon vorbei, es ist also wieder an der Zeit, die gesehenen Filme Revue passieren zu lassen. Da ich den Monat immer noch einen Testzugang bei LoveFilm (Affiliate-Link) hatte (dazu demnächst vermutlich mehr) und uns irgendwie nichts in die Kinos gelockt hatte (bzw. wir dafür keine Zeit gefunden haben) sind es diesmal ausnahmslos eher ältere Filme.

Die vier Federn (7/10)
Manchmal etwas zu langatmig, aber im Großen und Ganzen dann doch keine Zeitverschwendung.

Beim ersten Mal (6/10)
Man muss sich ja auch die Elternzeit vorbereiten und da kommt dann auch mal so ein Film auf den Fernseher, den ich “unschwanger” vermutlich nicht unbedingt eingeschaltet hätte. War dann auch nicht der Brüller, aber schon mit ein paar guten Gags, die eben dann noch besser werden, wenn man das ganze selber gerade durchmacht oder durchgemacht hat. Teilweise dann aber doch ziemlich lieblos (z.B. wurde das “oh, ich wurde befördert, soll abnehmen, bin jetzt aber scwhanger, wie sage ich es meinem Chef”-Problem bis kurz vor Schluss gekonnt ignoriert und dann sehr lieblos abgehakt. Wöre mehr Potential drin gewesen

Zeiten des Aufruhrs (7/10)
“solides Drama” würde ich mal sagen. Im Mittelteil etwas langatmig, manchmal etwas merkwürdig, am Ende dafür dann aber wieder stark.

Baby Mama (7/10)
Der Film lebt vom grandios komischen Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller (Tina “Liz Lemon” Fey und Amy “auch SNL, kenn ich aber nicht” Poehler) und ist perfekt geeignet, um die eigene Schwangerschaft unterhaltsam verleben. Nicht wirklich unvorhersehbar, aber trotzdem lustig. Und mit platzender Fruchtblase, was will man mehr?

Julie & Julia (7/10)
Zei Storys, die thematisch zusammenpassen, sich aber nie richtig verknüpfen (ok, minimal), was auch klar ist, da sie schließlich in zwei verschiedenen Zeiten spielen, und für sich genommen eher unspektakulär und wandlungsarm sind, ergeben zusammengemixt dann doch einen recht unterhaltsamen Film. Mehr aber auch nicht. Klar, Meryl Streep spielt mal wieder großartig und darf sich dafür gerne den nächsten Oscar abholen, aber das macht den FIlm jetzt auch nicht zu einem Meisterwerk. Was er aber macht ist Lust. Lust darauf, mal wieder so richtig lecker zu kochen.

Zodiac (8/10)
Ich war bei dem FIlm immer unschlüssig, ob ich ihn wirklich sehen will, oder nicht. Grund war, dass ja bekannt ist, dass Zodiac nie gefasst wurde, was irgendwie ein unbefriedigendes Ende für einen Kriminalfall ist. Konnte mir nicht vorstellen, dass das funktioniert. Tut es aber. Auch wenn man weiß, dass das am Ende nicht erfolgreich endet, ist es doch spannend mit anzusehen und die reale Bürokratie zu erleben, die dann manchmal doch im Wege steht.

Nick und Norah - Soundtrack einer Nacht… (7/10)
Bis auf die überflüssige Klo-Szene eigentlich ein ganz netter Film, mit guter Musik, angenehmen Humor (wie gesagt: ausgenommen die Klo-Szene) und einer Gute-Laune-Stimmung.

Die Stadt der Blinden (4/10)
Optisch nett gemachter Film, aber die Story hat bei mir viel zu oft ein “wie unlogisch ist das denn!?” hervorgerufen. In einer Stadt breitet sich Blindheit wie eine Seuche aus. Und niemand untersucht die Kranken (auch nicht den ersten), sondern sie werden (ohne weitere Aufsicht) einfach in eine Festung gesperrt und sich selbst überlassen? Eine Frau ist immun gegen die Blindheit. Sie verheimlicht das aber, statt sich untersuchen zu lassen und so evtl. ein Gegenmittel oder einen Impfstoff herstellen zu lassen? Wenn neue Blinde hinzukommen und sie sich vorstellen sollen, sagen sie nur ihren Beruf, nicht aber ihren Namen? Niemand in dem Film hat einen Namen, das mag toll parabelhaft sein (es kann jeder sein), ist aber unglaublich unglaubwürdig. Und die Blinden (die immer mehr wie Zombies wirken) können die Wurst nur im Supermarkt riechen und fallen die Wursthalterin an. Sobald diese aber durch die Tür ist, kann auf einmal niemand mehr was riechen? Und das Ende!? Wie billig war das denn? Dann doch lieber komplett düster aufhören, wenn einem nichts gescheites einfällt.

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Kurz notiert

01. März 2010 um 16:38 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

sturmschaden_und_twitter

Der gestrige Sturm hat seine Spuren hinterlassen, leider hats uns ein jungfräuliches Balkonbeleuchtungsfackelkerzending zerfetzt, die Scherben drei Stockwerke weiter unten verteilt.
Eigentlich wollte Frau Dr. Bü das Teil ja mit Mosaiksteinen verzieren, jetzt hat es sich selber vermosaikt. Doof.

Und dann hab ich auch noch nen Vogel. In der Sidebar. Wohoo!

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Sag beim Abschied leise Servus

01. März 2010 um 00:19 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Wie im letzten “Interview” schon angedeutet, waren Frau Dr. Bü und ich an diesem Wochenende mehr als fleißig und haben beinahe ihr ganzes Arbeits- und Nähzimmer aufgelöst und in verschiedene andere Zimmer (hauptsächlich in “mein” Arbeitszimmer (jetzt “unser”, wir sind also quasi nochmal zusammengezogen, obwohl wir schon zusammen wohnen), aber auch in Keller und Speicher, die dafür dann auch alle wieder auf- und entgeräumt werden wollten) verteilt.

So kann das Baby-/Kinderzimmer also bald kommen (die Scherzkekse vom Möbelhaus haben mich tatsächlich am Mittwoch angerufen und gefragt, ob sie es Tag drauf vorbeibringen könnten, obwohl eigentlich Ende März ausgemacht war. Dabei bleibt es jetzt dann auch).

Und während Frau Dr- Bü nun um ihr Zimmer trauert, trauer ich um das Wandregal, dass mich seit meiner Geburt immer begleitet hat. Hier nur die Bilder aus den verschiedenen Wohnungen in Ulm (bzw. auch verschiedenen Zimmern innerhalb einer Wohnung), davor war es halt im elterlichen Haus (und davor in der elterlichen Wohnung) immer irgendwo im Einsatz (mit kurzer Pause? Bin nicht mehr sicher):

wandregal

Jetzt hat es erstmal ausgedient (das Bild unten links ist quasi kurz vor dem Ruhestand) und wartet im Keller auf den nächsten Umzug. Nur die beiden Schrankkästen haben auf dem Speicher noch einen neuen Einsatzort gefunden, aber das ist halt nicht das Gleiche…

Und wo wir am Wochenende so unglaublich fleißig waren (echt jetzt), hab ich auch gleich mal begonnen, was jetzt seit über einem Jahr auf meiner ToDo-Liste steht und durch den samstäglichen Sonnenschein wieder dringlicher wurde: Ich hab nämlich den Balkontisch gesäubert und gepflegt. Hier mal ein Vorher-Nachher-Vergleich mit einem der viel zu vielen anderen Balkonmöbel, die alle auch noch behandelt werden wollen (uff!):

balkonmoebel

Jetzt brauch ich erstmal wieder ne Arbeitswoche, um mich von dem Wochenende zu erholen…

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Interview mit dem Gewinner der Flip-Koch-Challenge

28. Februar 2010 um 13:10 von donvanone | Kommentar abgeben | Trackback

Heute Nacht um 2 Uhr ging die Abstimmung der Flip-Koch-Challenge zu Ende. Andreas Hallerbach ging mit 47% der Stimmen als Gewinner hervor und DonsTag hat exklusiv das erste Interview mit ihm geführt:

DonsTag: Ersteinmal herzlichen Glückwunsch zum Sieg.

Andreas Hallerbach: Vielen Dank. Und vor allem ein großes Dankeschön an alle, die für mich gestimmt haben.

DonsTag: Sie haben mit 47% der Stimmen gewonnen. Heißt das nun, dass Ihr Video das Beste von allen war?

Andreas Hallerbach: Nein, das heißt es definitiv nicht. Ich denke, dass das Publikumsvoting dafür auch nicht der richtige Ansatz ist, denn dafür hat das Flip-Blog an sich zu wenige Leser. Es ging im Endeffekt einfach nur darum, wer seine Mitmenschen am besten motivieren konnte, für sich zu stimmen.
Sieht man auch an den View-Zahlen der einzelnen Videos auf YouTube. Sowohl Paul als auch ich hatten am Ende mehr Stimmen, als überhaupt Leute das Video angesehen haben. Und ginge man davon aus, dass man nur hätte abstimmen dürfen, wenn man wirklich alle Videos gesehen hat (was man ja müsste, um wirklich das beste Video herauszufinden), dann hätte es in Summe höchstens 178 Stimmen geben dürfen (das ist die Anzahl der Views, die das am wenigst gesehene Video hatte). Es waren aber 1.655 Stimmen…
Aber die Frage zur Abstimmung lautete ja auch nicht “Welches Video ist das Beste?” sondern “Wer soll das Wellness-Wochenende für 2 Personen gewinnen?”, also ist das wohl ok so.

DonsTag: Welches Video war denn das Beste?

Andreas Hallerbach: Kann ich nicht sagen, dafür bin ich zu voreingenommen. Aber ich hätte definitiv Norbert Hayduk viel weiter vorne gesehen (evtl. sogar auf Platz 1), da das wirklich ein sehr professionelles Video war. Nur etwas langatmig, da hätte man ruhig etwas straffen können, statt sie 10 Minuten komplett zu nutzen.

DonsTag: Auf Platz 2 lag das Video von Paul Fritze. Zu Recht?

Andreas Hallerbach: Das sehe ich etwas gespalten. Das Video ist auch sehr gut gemacht und sicher unterhaltsamer als das von Norbert, aber da läuft halt sehr viel über die Musik. Ohne die Musik wäre das Video dann doch deutlich schwächer.

DonsTag: Wo ist da das Problem?

Andreas Hallerbach: Naja, laut den Teilnahmebedingungen war Musik nun eben komplett verboten und das war ein Punkt, der mich sehr beschäftigt hatte: Wie schafft man es, ein Kochvideo (was auch mit Musik schon eher langweilig ist) ganz ohne Musik noch unterhaltsam zu gestalten. Das war für mich das Kernproblem der ganzen Challenge und da hat es mich dann doch etwas geärgert, dass sich da sonst kaum einer dran gehalten hat.

DonsTag: Und was war Ihre Lösung, das Fehlen der Musik zu kompensieren?

Andreas Hallerbach: Ich hab mich dann entschlossen, auch komplett auf Sprache zu verzichten und auf der Tonspur dann wirklich nur die Kochgeräusche zu belassen. So konnte jeder, der Musik dringend brauchte, diese einfach parallel auf seinem Rechner abspielen. Im Gegenzug musste die Bildspur dann natürlich deutlich mehr bieten und so kam ich auf die Idee, mal ganz andere Kameraperspektiven auszuprobieren. Das sehr kleine Format der Flip-Kamera kam mir dann auch entgegen, so dass ich wirklich vom Inneren der Zuckerwattenmaschine filmen konnte.

DonsTag: Wurde das Rezept dann extra so gewählt, dass ungewöhnliche Kameraperspektiven möglich waren?

Andreas Hallerbach: Ja, ganz klar. Wenn man sich das Rezept mal anguckt, passiert da nicht wirklich viel, da sind die Rezepte der Konkurrenten deutlich aufwändiger gewesen. Außer Fleisch anbraten und in die Zuckerwatte halten ist nicht wirklich viel passiert, aber so konnte ich mich eben ganz auf die Perspektiven konzentrieren. Und das scheint ja auch funktioniert zu haben, Stevan Pauls Worte haben mir auf jeden Fall sehr gut getan: “kulinarischer Wagemut, ausgefeilet Stummfilm-Technik und unglaublich erschütternde Kameraperspektiven ziehen den Zuschauer in den Bann”

DonsTag: Ok, mal nochmal zurück zum “Leute motivieren”. Paul Fritze schrieb auf seinem Twitter-Acount: “Sieht aus als koennte man gegen Werbeplatzverlosung keinen Stich machen”. Stimmt das? Haben sie wegen dieser Verlosung gewonnen?

Andreas Hallerbach: Nein, ganz sicher nicht. Wenn man sich die Kommentare in dem Beitrag anguckt, waren die meisten auch mehr an den gleichzeitig verlosten Postkarten interessiert, als an dem Werbebanner. Werbebanner ziehen nicht wirklich, das kann ich hier mal feststellen.
Effektiver war da mein Ansatz, den Gewinn der Challenge mir dem Start meiner Twitter-Laufbahn zu verkoppeln. Dieser Artikel hatte mehr als doppelt so viele Leser wie der zum Werbebanner-Gewinnspiel, obwohl dieser ja sogar in der Sidebar mit Werbebanner verlinkt war. Und mein Tweet wurde dann in der Twitter-Welt auch deutlich öfter retweetet, als ich Reaktionen auf den Werbebanner hatte. Man muss Twitterern halt mit Twitter kommen, damit sie einen beachten. Werbebanner sind doch sowas von 2007 oder so…

DonsTag: Also haben Sie wegen der Twitter-Sache gewonnen?

Andreas Hallerbach: Nein, auch das glaube ich nicht. Denn auch da lesen einen ja vornehmlich nur Leute, die einen kaum kennen und wenn die das retweeten, lesen es Leute, die diese Leute eher kaum kennen und mich noch kaumer oder gar nicht und darum interessiert das nur wenige, ob ich gewinne oder nicht und ob ich twittere oder nicht. Auch von wer-kennt-wen oder Facebook, wo ich die Werbetrommel gerührt habe, werden nicht so viele Stimmen gekommen sein, dass es zum Sieg gereicht hätte.

DonsTag: Aber woher kamen die Stimmen denn dann?

Andreas Hallerbach: Aus dem “wahren Leben” und dem Web 1.0. Das lief alles vornehmlich über Mails, einmal auf Seiten der Familie (hier ein großes Dankeschön an meinen Schwieger-Bü (den Kommentarlesern als “Babba” bekannt), der wirklich alles getan hat, was er nur tun konnte und die ganze Bü-Familie per Rundschreiben aktiviert hat und auch an Ma- und Padonha, die für die andere Seite der Familie gesorgt haben) und dann aber vor allem auch über eine alte Mailingliste aus Studiums-Zeiten.
Das war quasi der Ort, wo ich vor meinem Blog meine Textergüsse abgelassen hab, das war ein sehr aktiver und verschworener Haufen, wo halt überall auch wirklich persönlicher Kontakt da war und die man gar nicht erst groß motivieren musste. Die entwickeln da dann eher noch selber einen eigenen Ehrgeiz. Und da die sich nach dem Studium über ganz Deutschland verteilt haben und da (oft an anderen Unis) wieder neue Netze aufgebaut haben, hat das “im Untergrund” für viel Bewegung gesorgt und mir so einen großen Anteil der Stimmen eingebracht.

DonsTag; Also ging alles mit rechten Dingen zu? Im Umkreis von Paul Fritze wird das ja angezweifelt.

Andreas Hallerbach: Ich weiß natürlich nicht, wie oft die Leute jeweils abgestimmt haben, sicher nicht immer nur einmal (aber das war auch bei Pauls Unterstützern sicher nicht anders), aber von mir selbst kann ich behaupten, dass ich eine reine Weste habe. Was Tom da in der von Ihnen verlinkten Konversation merkwürdig findet, war ja, dass ich auf einmal 120 Stimmen bekommen hatte, nachdem Paul über Nacht 100 Stimmen gut gemacht hatte.
Das hat aber nur was damit zu tun, dass ich meine Leute natürlich nur dann wieder “scharf” gemacht habe, wenn es enger wurde. Es war immer der Plan, den Abstand möglichst groß zu halten, damit nicht in der letzten Stunde nochmal ein richtiger Stimmenfight aufkommt. Solange der Abstand also groß genug war, hab ich mich zurückgelehnt. Nach Pauls nächtlicher Attacke (da zweifelt ja auch niemand an, dass das nicht mit rechten Dingen zugegangen wäre) hab ich dann gleich wieder auf allen Kanälen Alarm geschlagen, was dann ja auch seine Wirkung nicht verfehlt hat.

DonsTag: Ok, kommen wir langsam zum Ende.

Andreas Hallerbach: Ja, das wäre nett, denn eigentlich hab ich ja kaum Zeit, da Frau Dr. Bü und ich dieses Wochenende unsere Arbeitszimmer zusammenlegen, um Platz für das Kinderzimmer zu schaffen. Damit war ich auch gestern schon den ganzen Tag beschäftigt, so dass ich da nur hin und wieder mal einen ängstlichen Blick auf den Zwischenstand werfen konnte, um mal die Frage zu beantworten, die Sie eigentlich stellen wollten, die jetzt aber nicht mehr wirklich ins Konzept passt…

DonsTag: Äh.. ja. Letzte Frage: Wann gehts denn jetzt ins Wellness-Wochenende und wohin?

Andreas Hallerbach: Keine Ahnung, da muss ich erstmal auf den Anruf von Flip warten. Tendenziell würde ich das aber gerne so schnell wie möglich einlösen, da Frau Dr. Bü ja wie gesagt immer schwangerer wird und sie das dann bald vielleicht gar nicht mehr wirklich genießen kann.

DonsTag: Vielen Dank für das Interview und nun viel Spaß beim Umziehen.

Andreas Hallerbach: Ich danke auch. Und ja, jetzt muss ich wirklich mal anfangen, Frau Dr. Bü ist schon die ganze Zeit fleißig und schimpft bestimmt bald (daher muss die Verlosung der Postkarten und des Werbebanner auch noch etwas warten)…
Ach: Bei der muss ich mich natürlich auch nochmal bedanken, für die Hilfe bei der Erstellung des Videos.

Das Interview führte Andreas Hallerbach (donvanone)

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