Albert Einstein hatte Kinder. Und das wusste ich, ohne es irgendwo nachzuschlagen, denn wer selber Kinder hat der weiß, dass man nur so auf die Idee kommen kann, dass Zeit relativ sein muss.
Sohnvanone wird am Mittwoch zwei Jahre alt und gerade backen die gleichen Frühstücksmuffin im Backofen, die ich vor einem Jahr auch gebacken habe, um seinen Geburtstag in der Krabbelgruppe zu feiern (diesmal sind sie für die KiTa). Und sie backen teilweise in Muffinpapieren, die noch von den Muffins übrig sind, die Frau Bü gebacken hat, um ihren Kollegen die Schwangerschaftskunde schmackhaft zu machen, was nun ja dann schon gut 2,5 Jahre her wäre.
Beide Ereignisse scheinen aber erst vor ganz kurzem gewesen zu sein, vor allem sein erster Geburtstag war doch erst vor ein paar Monaten, wie kann der jetzt schon 2 werden?
Andersrum ist es aber so, dass die Zeit vor Sohnvanone ewig her erscheint. Das war aber schon nach wenigen Wochen nach seiner Geburt so. Alles davor war wie aus einer anderen Zeit und irgendwie war er doch schon immer da, oder nicht? Mindestens so eine Ewigkeit, wie die letzten Wochen und Tage bis zur Geburt gedauert haben…
Und in weniger als einem halben Jahr sollen wir angeblich in unserem neuen Haus wohnen (was allerdings auch mal für August angekündigt war, das wird aber aus diversen Gründen nichts), wo doch bis jetzt noch nicht einmal der Keller ausgegraben ist. Wie soll das denn so schnell gehen? Und wie schnell werden wir dann “schon ewig” in dem Haus gewohnt haben? Und wie schnell wird dann Sohnvanone schon wieder ausgezogen sein? Viel zu schnell vermutlich…
Hach… Zeit ist merkwürdig…
Und solche Blogbeiträge entstehen vermutlich auch nur zu merkwürdigen Uhrzeiten, wo man eigentlich schon im Bett liegen sollte, aber eben noch auf die Muffins warten muss.